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Okt 21, 2021 313 Bishop Robert Barron, USA

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Worte der Weisheit : KOMM ZUR?CK ZUR MESSE!

Die letzten f?nfzehn Monate waren f?r unser Land eine Zeit der Krise und der gro?en Herausforderung, und sie waren eine besondere Pr?fung f?r die Katholiken. W?hrend dieser schrecklichen COVID-Zeit waren viele gezwungen, auf den Besuch der Messe und den Empfang der Eucharistie zu verzichten. Zwar wurden zahlreiche Messen und eucharistische Anbetungen online zur Verf?gung gestellt, wof?r wir Gott danken. Aber die Katholiken wissen ganz genau, dass solche virtuellen Darbietungen absolut kein Ersatz f?r die reale Messe sind. Jetzt, wo sich die T?ren unserer Kirchen wieder weit ?ffnen, m?chte ich jeden Katholiken, der diese Zeilen liest, auffordern: Kommen Sie zur?ck zur Messe!

Warum ist die Messe von so zentraler Bedeutung? Das Zweite Vatikanische Konzil lehrt wortgewaltig, dass die Eucharistie die ?Quelle und der H?hepunkt des christlichen Lebens? ist, d.h. das, was das wahre Christentum ausmacht und worauf es zustrebt. Sie ist das Alpha und das Omega des geistlichen Lebens, sowohl der Weg als auch das Ziel der christlichen Nachfolge. Die Kirchenv?ter haben stets gelehrt, dass die Eucharistie die Nahrung f?r das ewige Leben ist. Sie meinten, dass wir in dem Ma?e, in dem wir den Leib und das Blut Jesu verinnerlichen, f?r das Leben mit ihm in der n?chsten Welt ger?stet sind. Thomas von Aquin sagte, alle anderen Sakramente enthielten die virtus Christi (die Kraft Christi), aber die Eucharistie enthalte ipse Christus (Christus selbst) – und dies w?rde erkl?ren, warum der heilige Thomas die Messe nie durchstehen konnte, ohne reichlich Tr?nen zu vergie?en. Gerade in der Messe ist es uns verg?nnt, dieses unvergleichliche Geschenk zu empfangen. Gerade in der Messe nehmen wir diese unverzichtbare Nahrung zu uns. Ohne sie verhungern wir geistig.

Wenn ich den Rahmen ein wenig erweitern darf, m?chte ich behaupten, dass die Messe in ihrer Gesamtheit der privilegierte Ort der Begegnung mit Jesus Christus ist. W?hrend der Liturgie des Wortes h?ren wir nicht einfach menschliche Worte, die von genialen Poeten geschrieben wurden, sondern die Worte des Wortes. In den Lesungen und besonders im Evangelium ist es Christus, der zu uns spricht. In unseren Antworten sprechen wir zu ihm zur?ck und treten in ein Gespr?ch mit der zweiten Person der Dreifaltigkeit. Dann, in der Liturgie der Eucharistie, bietet uns derselbe Jesus, der zu uns gesprochen hat, seinen Leib und sein Blut zum Verzehr an. Eine innigere Gemeinschaft mit dem auferstandenen Herrn ist diesseits des Himmels einfach nicht m?glich.

Mir ist klar, dass sich viele Katholiken in dieser COVID-Periode an die Bequemlichkeit gew?hnt haben, die Messe praktisch von zu Hause aus zu besuchen, ohne die Unannehmlichkeiten ?berf?llter Parkpl?tze, schreiender Kinder und ?berf?llter Kirchenb?nke. Aber ein wesentliches Merkmal der Messe ist gerade unser Zusammenkommen als Gemeinschaft. Wenn wir gemeinsam sprechen, beten, singen und antworten, erkennen wir unsere Identit?t als der mystische Leib Jesu. W?hrend der Liturgie handelt der Priester in persona Christi (in der Person Christi), und die anwesenden Getauften verbinden sich symbolisch mit Christus, dem Haupt, und bringen gemeinsam dem Vater ihre Anbetung dar. In der Messe findet ein Austausch zwischen Priester und Volk statt, der von entscheidender Bedeutung ist, obwohl er oft ?bersehen wird. Unmittelbar vor dem Gebet ?ber die Gaben sagt der Priester: ?Betet, Br?der und Schwestern, dass mein und euer Opfer Gott, dem allm?chtigen Vater, gefalle?, und das Volk antwortet: ?Der Herr nehme das Opfer an, aus deinen H?nden zum Lob und Ruhme seines Namens, zum Segen f?r uns und seine ganze heilige Kirche.? In diesem Moment schlie?en sich Haupt und Glieder bewusst zusammen, um dem Vater das vollkommene Opfer zu bringen. Der Punkt ist, dass dies nicht geschehen kann, wenn wir in unseren H?usern verstreut sind und vor den Bildschirmen sitzen.

Wenn ich die Bedeutung der Messe etwas negativer ausdr?cken darf: Die Kirche hat stets gelehrt, dass getaufte Katholiken moralisch verpflichtet sind, am Sonntag an der Messe teilzunehmen, und dass das bewusste Fernbleiben von der Messe ohne g?ltige Entschuldigung eine Tods?nde ist. Ich verstehe, dass diese Formulierung vielen Menschen heute Unbehagen bereitet, aber das sollte sie nicht, denn sie stimmt mit allem, was wir bisher ?ber die Messe gesagt haben, vollkommen ?berein. Wenn die eucharistische Liturgie tats?chlich die Quelle und der H?hepunkt des christlichen Lebens ist, das Privileg der Begegnung mit Jesus Christus, der Moment, in dem der mystische Leib sich am vollst?ndigsten ausdr?ckt, der Rahmen f?r den Empfang des Brotes des Himmels – dann bringen wir uns in der Tat, geistlich gesprochen, in t?dliche Gefahr, wenn wir ihr aktiv fernbleiben. So wie ein Arzt feststellt, dass du dein Leben gef?hrdest, wenn du fettig isst, rauchst und dich nicht bewegst, so wird dir ein Seelenarzt sagen, dass das Fernbleiben von der Messe deine geistige Gesundheit gef?hrdet. Nat?rlich ist es, wie ich oben angedeutet habe, schon immer das Recht der Kirche gewesen, dass ein Einzelner aus legitimen Gr?nden beschlie?en kann, der Messe fernzubleiben – und das gilt sicherlich auch in diesen letzten Tagen der Pandemie.

Aber kommt zur?ck zur Messe! Und darf ich vorschlagen, dass du jemanden mitbringst, der schon lange weg war oder sich w?hrend der COVID-Zeit in Selbstzufriedenheit eingelullt hat? Lass deinen eigenen Hunger nach der Eucharistie einen missionarischen Impuls in dir wecken. Bring Menschen von der Stra?e mit; lade Mitarbeiter und Familienmitglieder ein; wecke die Kinder am Sonntagmorgen; schalte den Computer aus. Komm zur?ck zur Messe!

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Bishop Robert Barron

Bishop Robert Barron Der Artikel erschien ursprünglich bei wordonfire.org. Nachdruck mit Genehmigung

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