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Okt 20, 2020 373 Antony Kalapurackal

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Warum Vergebung wichtig ist

Hast du dich je gefragt, warum wir denen vergeben m?ssen, die uns wehgetan haben? Vergeben ist schwer! Lerne, wie es leicht getan werden kann.

Jenseits unserer M?glichkeiten

Wenn du anderen nicht vergibst, wird auch dir dein Vater deine Verfehlungen nicht vergeben. (Mt 6,15)

Als Christen h?ngt unsere ganze Hoffnung einzig und allein von einer Sache ab ? der Vergebung Gottes. Wenn er unsere S?nden nicht vergibt, ist es sicher, dass wir es niemals in den Himmel schaffen werden. Danke Gott daf?r, dass er ein liebender Gott ist, der nach Gr?nden sucht, seinen Kindern zu verzeihen. Er will unsere S?nden vergeben, unabh?ngig von ihrer Schwere und Zahl. Wir m?ssen einfach das Unrecht, das wir begangen haben, bekennen, ihn um Vergebung bitten und bereit sein, diese Vergebung auch anderen zu schenken. Wir schreiben also einen Test, wo wir die Fragen schon vorher wissen! Doch die meisten von uns haben M?he, dieses Mindestkriterium zu erf?llen!

Aufgrund unserer s?ndigen Natur ?bersteigt die bedingungslose Vergebung unsere M?glichkeiten. Wir brauchen die g?ttliche Gnade, um das zustande zu bringen. Wichtig sind jedoch unser fester Wille und die Bereitschaft, Schritte zu setzen. Sobald wir mit diesen Schritten beginnen, werden wir die Gnade Gottes erfahren.

Wie k?nnen wir also unseren Beitrag leisten? Eine Sache, die wir tun k?nnen, ist, nach guten Gr?nden f?r die Vergebung zu suchen. Hier sind einige meiner Gr?nde.

Warum sollte ich verzeihen?

Antwort 1: Weil ich ein gesundes Leben verdiene.

Vergeben bedeutet, einen Gefangenen freizulassen und zu entdecken, dass der Gefangene du selbst warst! (- Lewis B. Smedes)

Die moderne Forschung hat erkannt, was die Heilige Schrift schon vor sehr langer Zeit lehrte ? die Notwendigkeit des Vergebens!

Vergebung verringert Wut, Schmerzen, Depression und Stress und verst?rkt das Gef?hl von Optimismus, Hoffnung und Mitgef?hl. Vergebung reduziert Bluthochdruck. Menschen, die vergeben, haben nicht nur weniger Stress, sondern auch bessere Beziehungen, weniger allgemeine Gesundheitsprobleme und geringeres Vorkommen der schwersten Krankheiten ? einschlie?lich Depressionen, Herzkrankheiten, Schlaganf?lle und Krebs.

Hier liegt mein Fokus auf meinem eigenen Wohlbefinden. Das Leben ist ein Geschenk des Sch?pfers, und es liegt in meiner Verantwortung, ein gutes Leben zu f?hren. Unvers?hnlichkeit hindert mich daran, ein qualitativ hochwertiges Leben zu genie?en. Also muss ich vergeben.

Antwort 2: Weil Gott will, dass ich vergebe.

Christ zu sein bedeutet, das Unverzeihliche zu verzeihen, weil Gott das Unverzeihliche in dir vergeben hat. (- C. S. Lewis)

Das ist eine unkomplizierte Sache. Ich entscheide mich f?r die Vergebung, weil Gott sie von mir erwartet. Mein Fokus liegt auf dem Gehorsam gegen?ber Gott. Ich verlasse mich auf seine Gnade, wenn ich versuche, zu vergeben.

Antwort 3: Weil ich nicht besser bin.

Es gibt keinen, der gerecht ist, auch nicht einen. (R?m 3,10)

Bei diesem Ansatz liegt der Schwerpunkt auf meiner s?ndigen Natur. Ich versuche, mich in die Lage des anderen zu versetzen. Was w?re meine Antwort, wenn ich an seiner Stelle w?re? Oft, wenn wir unsere selbstgerechten Gedanken loslassen und ?ber Gelegenheiten nachdenken, bei denen wir andere verletzt haben, erkennen wir, dass wir nicht besser sind als andere. Diese Erkenntnis wird uns die Arbeit erleichtern.

Antwort 4: Weil Gott diese verletzenden Situationen zu meinem Wohl benutzt hat.

Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten f?hrt, bei denen, die nach seinem ewigen Plan berufen sind. (R?m 8,28)

In der Apostelgeschichte lesen wir ?ber die Hinrichtung des Heiligen Stephanus. Kurz vor der Hinrichtung sah Stephanus die Herrlichkeit Gottes und Jesus stand zur Rechten Gottes! W?hrend der Mob ihn steinigte, betete Stephanus f?r seine Verfolger und bat Gott, ihnen ihre S?nde nicht anzurechnen. Hier sehen wir ein weiteres Schl?sselelement, das uns helfen k?nnte, anderen zu vergeben ? das Wissen um die Belohnung! Stephanus sah die Herrlichkeit Gottes. Nachdem er das erlebt hatte, glaube ich, dass Stephanus den Wunsch hatte, bei Gott zu sein, zum fr?hestm?glichen Zeitpunkt. So war es f?r ihn vielleicht einfacher, seinen Verfolgern zu vergeben, denn er erkannte, dass diese Menschen ihm geholfen haben, sein endg?ltiges Ziel fr?her zu erreichen.

Es ist eine menschliche Neigung, nur an die negativen Folgen eines verletzenden Vorfalls zu denken. Wir w?ren ?berrascht, wenn wir bewusst aufh?rten, so zu denken, und anfingen, die Vorteile zu z?hlen, die wir aufgrund dieser Vorf?lle erhalten haben. Zum Beispiel k?nnte ich meinen Job wegen der schlechten Nachrede eines Arbeitskollegen verloren haben, aber genau das hat dazu gef?hrt, dass ich mich erfolgreich um eine bessere Stelle beworben habe! Ich kann auch nicht-materielle Vorteile z?hlen. Diese Vorf?lle haben mir geholfen, geistig zu wachsen und mich zu einer st?rkeren Person gemacht, und so weiter. Sobald wir anfangen, uns darauf zu konzentrieren, wird es f?r uns viel leichter sein, denen zu vergeben, die uns verletzt haben.

Antwort 5: Ihm verzeihen? Wof?r? Was hat er getan?

Denn ich verzeihe ihnen ihre Schuld und an ihre S?nden denke ich nicht mehr. (Hebr 8,12)

Ein Grund zur Vergebung ist nur dann erforderlich, wenn ich das Gef?hl habe, dass die andere Person mich absichtlich verletzt hat! Wenn ihre Handlung mir nicht wehgetan hat, wird die Frage irrelevant.

Hier ist ein Vorfall aus dem Leben meines Freundes. Einmal wollte er zu einer wichtigen Verabredung sorgf?ltig ausgew?hlte, gut geb?gelte Kleidung tragen. Kurz bevor er das Haus verlie?, krabbelte sein Baby mit einem sch?nen L?cheln auf ihn zu. Er nahm es sofort in seine Arme und knuddelte es kurz. Sofort sp?rte er N?sse auf seinem Hemd und stellte entsetzt fest, dass das Baby keine Windel trug. Er wurde w?tend und machte seinem ?rger bei seiner Frau Luft.

Er zog sich um und eilte hinaus. Unterwegs begann der Herr mit ihm zu sprechen.

„Hast du ihr vergeben?“

„Es war ihre Schuld … sie h?tte verantwortungsbewusster sein sollen“, grummelte er.

Der Herr wiederholte die Frage: ?Ich meinte, hast du deinem Kind vergeben??

?Meinem Kind vergeben? Wof?r? Was wei? sie denn schon??

An diesem Tag ?ffnete der Herr sein Herz und lie? ihn verstehen, was ?Vergebung? im G?ttlichen W?rterbuch bedeutet.

Erinnere dich an das Gebet, das Jesus am Kreuz sprach: ?Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.? (Lk 23,34)

Im Idealfall m?ssen wir vergeben, wie Jesus vergeben hat, aber das k?nnen wir nur mit reichlich Gnade schaffen. Was wir tun k?nnen, ist uns f?r die Vergebung zu entscheiden, und unser aufrichtiges Vorhaben zum Himmel zu erheben. Wir haben mehr als genug Gr?nde, um zu verzeihen. Lasst uns diese kleinen Schritte machen und den Herrn bitten, uns zu helfen.

 

Lieber Gott, ich erkenne, wie sehr dein geliebter Sohn mich liebte, dass er auf die Erde kam und f?r mich durch unvorstellbare Schmerzen ging, damit mir vergeben werden konnte. Deine Barmherzigkeit flie?t zu mir durch Seine Wunden, trotz all meiner Fehler und Schw?chen. Hilf mir, wie Jesus zu werden, indem ich bedingungslos auch diejenigen liebe, die mich verletzt haben. Und dass ich das Mitgef?hl empfinden kann, das durch wahre Vergebung entsteht. Amen.

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Antony Kalapurackal

Antony Kalapurackal serves in the Editorial Council of Shalom Tidings. Antony lives in Brisbane with his wife Vinita and children Abiel, Ashish, and Lucina.

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