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Okt 21, 2021 230 Sister Jane M. Abeln SMIC

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Von Angesicht zu Angesicht mit Ihm

Jeder Moment der Suche ist auch ein Moment der Begegnung. Halte Ausschau nach diesen lebensver?ndernden Momenten!

Mit diesem Satz er?ffnet Papst Franziskus seine erste Enzyklika: ?Die Freude des Evangeliums erf?llt die Herzen und das Leben aller, die Jesus begegnen„. Dann l?dt er k?hn ?alle Christen, ?berall, in diesem Augenblick zu einer neuen pers?nlichen Begegnung mit Jesus Christus ein, oder zumindest zu einer Offenheit, sich von ihm begegnen zu lassen.“ ?Begegnung?, ein Schl?sselwort von Papst Franziskus, kam mir als Antwort des Herrn auf ein Thema f?r meine bevorstehenden Exerzitien. Mir wurde klar, dass ich diese Qualit?t in meinem eigenen Leben entwickeln muss ? ich muss mich bem?hen, in meinem Gebet wirklich tief auf Jesus zu h?ren und dann auf die Menschen, die er sendet.

Oberfl?chlich

In unserer Gesellschaft werden echte Begegnungen nicht gepflegt. Die Vertiefung in bildschirmbasierte Aktivit?ten und triviale Gespr?che und T?tigkeiten behindern unseren Umgang miteinander. Wir urteilen oft nach ?u?erlichkeiten, ohne uns die Zeit zu nehmen, den Menschen von innen zu sehen. W?hrend meiner f?nft?gigen Exerzitien w?hlte ich f?r jeden Tag ein freudenreiches Geheimnis als Schwerpunkt. Beim morgendlichen Joggen betrachtete ich jedes Geheimnis und benannte es um:
– Die Begegnung des Erzengels Gabriel mit Maria.

– Die Begegnung von Maria mit Elisabeth und von Jesus mit Johannes.
– Die erste Begegnung Jesu mit Maria und Josef von Angesicht zu Angesicht.
– Die Begegnung von Simeon, dann Anna, mit Jesus, als er im Tempel vorgestellt wurde.
– Die Begegnung von Maria und Josef mit dem Verlieren und Finden von Jesus.

Wenn meine Gedanken abschweiften, lenkte ich meine Aufmerksamkeit zur?ck auf die Schl?sselbegegnung.

In meiner Seele

Wenn ich mich gelegentlich dabei ertappe, dass ich die Psalmen, Gebete und Lesungen aus dem Brevier bete, ohne mich ganz darauf einzulassen, versuche ich, sie als Begegnung mit dem Vater, mit Jesus, mit dem Heiligen Geist, mit Maria oder mit den Heiligen neu zu gestalten. Manchmal lenkt mich etwas stark davon ab. Wenn ich zum Beispiel an eine Person denke, die mich verletzt hat, und diesen Groll in mich eindringen lasse, muss ich der Heilung durch den Herrn begegnen. Oft genug spiegelt das, was uns an jemand anderem st?rt, eigentlich etwas ?ber uns selbst wider. Wir m?ssen uns also fragen: Was sagt mein ?rger oder Groll gegen?ber dieser Person ?ber mich selbst aus?

Freundschaft genie?en

In meinem st?ndigen Bem?hen, aufzur?umen und Ordnung zu schaffen, habe ich es als hilfreich empfunden, mich zu fragen: ?Ist dieses Buch, dieses Papier, diese CD, dieses Foto wirklich etwas sehr Hilfreiches, oder habe ich es nur mit mir herumgetragen, ohne es sinnvoll zu nutzen? Wenn ich keine Begegnung damit hatte, kann ich es dann loslassen, wegwerfen oder etwas Besseres damit machen??

Mein t?gliches Gebet ist es, Jesus wirklich tief zu begegnen und dann hinauszugehen, um anderen zu begegnen, in denen er wirklich gegenw?rtig ist. Wie Papst Franziskus sagt, m?ssen wir ?von unserer eigenen, st?ndig erneuerten Erfahrung der Freude an der Freundschaft Christi und seiner Botschaft getragen werden, … aus pers?nlicher Erfahrung ?berzeugt, dass es nicht dasselbe ist, Jesus gekannt zu haben, wie ihn nicht gekannt zu haben ?? Wir beten, dass die Gottesmutter uns hilft, es ihr gleich zu tun: ?Maria, hilf uns, unser eigenes ‚Ja‘ zur Verk?ndigung der Frohen Botschaft und zur Begegnung mit Gott im Dienst an den anderen zu sagen.“

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Sister Jane M. Abeln SMIC

Sister Jane M. Abeln SMIC ist seit 61 Jahren Missionsschwester von der Unbefleckten Empfängnis. Schwester Jane wohnt im Kloster Our Lady of Sorrows in Denville, NJ.

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