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Jul 28, 2021 348 Craig Robinson, Australia

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Begegnung

Vollst?ndig wiederhergestellt

Ich bin nicht mit dem Glauben aufgewachsen. Obwohl meine Gro?eltern gl?ubige Anglikaner waren, geh?rte meine Familie nicht zu den Kirchg?ngern. Ich ging auf eine anglikanische Highschool, aber das bedeutete mir nicht viel. In meinen Teenagerjahren dachte ich kurz ?ber die Existenz Gottes nach, tat es aber schnell als l?cherlich ab. Ich erinnere mich, wie ich eines Tages auf meinem Surfbrett sa?, umgeben von kleinen Wellen, und betete: ?Bitte schick mir ein paar Wellen.? Dann dachte ich: ?Wie kann ich beten, wenn ich nicht an Gott glaube??

Ich hatte keine Ahnung, dass tief in meinem Herzen eine echte Leere herrschte. Dieses spontane Gebet war ein Zeichen daf?r, dass mir etwas Wesentliches fehlte. Nach der Schule trat ich in die Armee ein, um an der australischen Verteidigungsakademie zu studieren. Dies fiel jedoch mit meiner Phase der Teenager-Rebellion zusammen. Ich ging aus und trank, vernachl?ssigte die Hausaufgaben und fiel bei fast jeder Pr?fung durch. Ich weigerte mich sogar, meine Haare zu schneiden, was in der Armee nicht gut aussah.

So war es nicht verwunderlich, dass ich bald wieder auf dem Weg nach Hause war. Aber meine Mutter wollte diese schlechten Angewohnheiten nicht tolerieren. Nachdem ich lange ausblieb und trank, sagte sie mir, dass mein Verhalten inakzeptabel sei. Als ich versuchte zu argumentieren, sagte sie mir, dass ich anfangen m?sse, Kostgeld zu zahlen, wenn ich meine Zeiten selbst bestimmen wolle. Ich war so stur, dass ich anfing, genau das zu tun, aber es war das Beste, was meine Mutter je zu mir sagte.

Das veranlasste mich, Vermessungstechnik zu studieren und drei Teilzeitjobs anzunehmen.? Doch in meiner Freizeit trank ich mindestens drei N?chte pro Woche und experimentierte mit anderen Drogen. Nur das Eingreifen meines Schutzengels bewahrte mich davor, mich selbst oder jemand anderen durch meine R?cksichtslosigkeit umzubringen, vor allem, wenn ich im betrunkenen Zustand Auto fuhr.

Manchmal hatte ich Erinnerungsl?cken ?ber mehrere Stunden. Ich hatte v?llige Blackouts. Ich glaube nicht, dass irgendjemand mitbekam, was ich mir da antat. Auch meine Sexualmoral war sehr zweifelhaft. Die Verf?gbarkeit von Pornografie in einem fr?hen Alter beeinflusste, wie ich Frauen behandelte. Das erschreckt mich jetzt zutiefst und es betr?bt mich, ?ber mein damaliges Verhalten nachzudenken. Ich w?nschte, ich k?nnte zur?ckgehen und den Schaden reparieren, den ich verursacht habe.

Entscheidungen, die wir treffen

Nach der Universit?t bekam ich einen Job im Bergbau, der es mir erm?glichte, eine Menge zu sparen, da es da drau?en nicht viel gibt, wof?r man es ausgeben kann. Also machte ich mich auf, um in Europa Urlaub zu machen. Meine Wahl des Lesestoffs – ein New-Age-Buch – war ein guter Hinweis auf den Zustand meiner Spiritualit?t. Es war an der Zeit, den Sinn des Lebens zu erforschen. Ich erinnere mich, dass ich dachte: ?Ich mag diesen Typen wirklich, Jesus Christus. Er liebt die Armen. Er ist nicht materialistisch. Er hat den Finger am Puls der Zeit, was den Frieden angeht, aber diese Sache, dass er der Sohn Gottes ist – das ist unm?glich. Er ist nur eine dieser gro?en Figuren in der Geschichte, wie Gandhi oder Buddha.“

Um meinen Aufenthalt in Europa zu verl?ngern, fand ich einen Job, bei dem ich Schiffe und ?lplattformen in der Nordsee navigierte. Von einem St?tzpunkt in Schottland aus flog mich ein Hubschrauber zu den ?ber die Nordsee verstreuten Bohrinseln bis hin zum Polarkreis. Nach zwei oder drei Tagen Arbeit kehrte ich zur?ck und hatte zwei oder drei Tage frei. Der Freund meiner Vermieterin war ein wiedergeborener Christ, der mir ein Buch zu lesen gab, ?The Late, Great Planet Earth? ?ber die Endzeit. (Deutsch: Der alte, gro?e Planet Erde. Scott Hahn hat das gleiche Buch vor seiner anf?nglichen Bekehrung zum Christentum gelesen.) Ich las etwa zehn Seiten, bevor ich beschloss, dass es nicht mein Fall war.

Eines Tages wurde ich unerwartet zu einem dringenden Auftrag gerufen. Um mir die Zeit auf Fl?gen zu vertreiben, habe ich normalerweise ein Buch zum Lesen mitgenommen, aber ich hatte nichts au?er diesem einen dabei, also schnappte ich es mir aus Mangel an Alternativen, als ich aus der T?r ging. Ich war in die Lekt?re vertieft, und so verging der Flug wie im Nu. Da der Auftrag nicht lange dauerte, hatte ich viel Zeit zum Ausruhen und Nachdenken, w?hrend ich auf den Hubschrauber wartete. Dann kreuzte fast unbemerkt eine Reihe von Gedanken meinen Geist, die mich zu der verbl?ffenden Erkenntnis f?hrten, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist.? Ich wusste nicht, woher diese Gedanken gekommen waren.

Alles, was ich ?ber Jesus geh?rt hatte, begann aus irgendeinem Grund einen Sinn zu ergeben. Ich war ein wenig fassungslos und wusste nicht, was ich tun sollte, also sagte ich: ?Jesus, wenn das wahr ist, lass es mich bitte wissen.? In diesem Moment strahlte ein erstaunliches Licht aus meiner Brust, erf?llte die ganze Kabine und erf?llte mich mit ekstatischer Freude. So etwas hatte ich noch nie erlebt und es haute mich aus den Socken. Ich versp?rte ein brennendes Verlangen, die Bibel zu lesen, also besorgte ich mir sofort eine, denn ich konnte nicht warten. Ich verbrachte meine drei Urlaubstage damit, das ganze Neue Testament durchzulesen, von Matth?us bis zur Offenbarung.

In die Tiefe wachsen

Bei meiner R?ckkehr nach Australien freute sich meine Mutter, mich wiederzusehen und stie? auf meine Bibel, als sie mir beim Auspacken half. ?Was ist das??, fragte sie erstaunt, also erz?hlte ich ihr die Neuigkeiten. ?Ich bin ein Christ. Ich habe zum Glauben gefunden.? Ihre Antwort war entmutigend: ?Craig, verliere nicht deine Freunde.? Ich hatte einen wirklich tollen Haufen von Freunden. Durch einen von ihnen wurde ich tats?chlich katholisch. Karl heiratete eine Katholikin, deren Familie stark in einer charismatischen Gemeinschaft engagiert war. Als sie mich zu einem Gebetstreffen einluden, war das eine v?llig neue Erfahrung f?r mich, aber ich liebte es. Sie hatten einen zehnw?chigen Kurs, der in dieser Woche begann, und fragten mich, ob ich daran teilnehmen k?nnte.

Der Herr schien mich wirklich nach Hause zu bringen. Einer von ihnen fragte mich eines Tages: ?Warum denkst du nicht dar?ber nach, katholisch zu werden?? Ohne zu z?gern, antwortete ich: ?Ja, daf?r bin ich wirklich offen.? Also begann ich ein pers?nliches Katechuminat mit ihrem Kaplan, Pater Chris. Er gab mir einen Katechismus, in dem alle katholischen Lehren erkl?rt wurden, die wir studieren w?rden. Ich las ihn durch und sagte ihm, dass ich mit nichts davon ein Problem h?tte. Ich glaubte es alles, ohne Zweifel. Nichts, was die Kirche lehrte, war ein Hindernis f?r mich. So wie alles f?r mich einen Sinn ergab, als ich das Neue Testament zum ersten Mal las, konnte ich sofort erkennen, dass die Lehren der katholischen Kirche wahr waren. Ich hatte ?berhaupt keine Zweifel.

Eine h?here Berufung?

In den n?chsten zwei Jahren wurde ich katholisch, besuchte t?glich die Messe und wuchs weiter in meinem Glauben. Als ich ?ber die Zukunft nachdachte, ?berlegte ich, ob Gott mich zu einer religi?sen Berufung oder zur Ehe berufen w?rde. Pater Chris war im Servitenorden, und so entschied ich mich, ihnen beizutreten, um herauszufinden, ob ich dazu bestimmt war, Priester zu werden. Sie schickten mich zur Ausbildung nach Melbourne, aber schon bald merkte ich, dass dies nicht das war, wozu Gott mich rief. Aber es war alles Teil seines Plans, denn in Melbourne traf ich Lucy wieder, eine reizende junge Frau, die zwei Jahre sp?ter meine Frau werden sollte.

Meine Glaubensreise war ein solches Geschenk f?r mich. Ich war nicht einmal daran interessiert, Katholik oder gar Christ zu werden. Ich habe nicht einmal versucht zu verstehen, wer Gott ist. Ich habe nicht einmal die Fragen gestellt. Gott hat in seiner unendlichen Barmherzigkeit einfach entschieden zu sagen: ?Nun, es ist jetzt an der Zeit f?r ihn.? Er gab mir diese Erfahrung auf der Bohrinsel und machte sie so dramatisch, weil er wusste, dass ich das brauchte. Wenn es eine subtilere Erfahrung gewesen w?re, w?re ich heute wahrscheinlich nicht einmal ein Christ. Ich brauchte einfach einen Schlag zwischen die Augen. Aber, mit der Hand auf dem Herzen, kann ich ehrlich sagen, dass ich seitdem nicht eine Sekunde daran gezweifelt habe, dass Gott existiert, oder dass Jesus Christus der Sohn Gottes und mein Retter ist, durch seinen Tod am Kreuz f?r meine S?nden.

Anbruch der Wunder

Die Gr?ndung einer Schule – Angelorum College in Brisbane – ist jetzt das gro?e Projekt unserer Familie. Lucy m?chte Familien helfen, in der Heiligkeit zu wachsen. Das ist das prim?re Ziel der Schule, und alles, was wir tun, ist darauf ausgerichtet, das zu unterst?tzen. Da es vorher keine katholische Fernschule in Australien gab, unterst?tzen wir auch Familien, die zu Hause unterrichten, mit Lehrpl?nen und anderer praktischer Hilfe.

Am Anfang habe ich fast daf?r gebetet, dass es nichts wird, denn es schien verr?ckt zu sein, zu denken, dass wir eine Schule gr?nden k?nnten, und es gab so viele Hindernisse zu ?berwinden. Das erste Wunder war, dass die Schule genehmigt wurde. Das zweite Wunder war, einen Ort zu finden, an dem wir die Schule einrichten konnten – danke, Legion Mariens. Seitdem hat es viele Wunder gegeben, und nach f?nf Jahren tr?gt es Fr?chte im Leben all der Familien, die sich uns bei diesem verr?ckten Unterfangen angeschlossen haben. Wir beten jetzt f?r das Wunder, ein gr??eres, dauerhaftes Zuhause zu finden. Es ist so aufregend, unseren Glauben mit der n?chsten Generation zu teilen, zusammen mit solch treuen, gro?z?gigen und liebevollen Familien.

Der Liebe Christi zu begegnen und zu erkennen, was er f?r uns getan hat und immer noch f?r uns tut, ist lebensver?ndernd. Die Ewigkeit hat sich vor mir aufgetan, deshalb m?chte ich diese gute Nachricht weitergeben. Zuvor war ich tot, aber jetzt bin ich lebendig, ich habe die wertvollste Perle gefunden. Jeder von uns ist nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen und wir finden unsere Erf?llung in ihm.

Vor meiner Bekehrung habe ich verzweifelt versucht, die sehns?chtige Leere in mir mit weltlichen Vergn?gungen zu f?llen, die mich niemals befriedigen konnten, aber nach meiner Bekehrung hat er mich vollst?ndig gemacht. So gehe ich jetzt nicht mehr aus, um mich zu betrinken, nicht nur, weil ich nicht den Verstand verlieren will, sondern weil ich kein Bed?rfnis mehr habe, das zu tun, seit ich meine Freude im Herrn gefunden habe. Ich werde endlich zu der Person, die der Herr f?r mich vorgesehen hat, da er mich gerettet hat.

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Craig Robinson

Craig Robinson is the Chairman of the Board of Angelorum College in Brisbane, Queensland, Australia. This article is based on his testimony for the Shalom World program ?Jesus My Savior?. To watch the episode visit: shalomworld.org/show/jesus-my-savior

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