Startseite/Begegnung/Artikel

Apr 24, 2019 474 Gregory Popcak

Aktuell Artikel

Begegnung

Verbitterung ?berwinden

Niemand m?chte verbittert sein. Bitterkeit schleicht sich ein. Bitterkeit ist vergorene Unvers?hntheit. Je mehr wir an alten Verwundungen festhalten, umso schmerztrunkener werden wir und diese Erfahrung der Bitterkeit kann uns die Freude an allem rauben.

Bitterkeit kommt, wenn wir das Gef?hl haben, dass uns jemand etwas weggenommen hat, dass wir aus eigener Kraft nicht wiedererlangen k?nnen. Wir halten am Schmerz fest im Bem?hen, uns und alle anderen an die Ungerechtigkeit zu erinnern, die uns wiederfahren ist, in der Hoffnung, dass jemand kommt und uns rettet und uns wiedergibt, was wir verloren haben. Leider l?sst Verbitterung nur unseren Sinn f?r die Ungerechtigkeit wachsen. Verbitterung heilt die durch die Ungerechtigkeit verursachte Wunde nicht. Vielmehr sorgt die Verbitterung daf?r, dass die Wunde mit Groll infiziert wird.

Verbitterung: die kleine Schwester des Zorns

Groll kann gerecht, ja sogar tugendhaft sein, wenn er uns antreibt, L?sungen zu finden f?r die ?bel, die wir erlebt haben. Zorn hingegen ist eine Tods?nde, denn es handelt sich hierbei um Groll, der sich sozusagen selbst n?hrt und in den Ruin f?hrt, verursacht durch die urspr?ngliche, dem Groll zugrunde liegende Verwundung. Verbitterung tut dies ebenfalls, jedoch ohne gleich das ganze Haus mit Inhalt abzubrennen, sondern vielmehr leise und schleichend, sie vergiftet ganz langsam unser Leben – bis wir eine Freude nach der anderen verlieren. Hier nun einige Ratschl?ge, wie du Bitterkeit ?berwinden kannst:

  1. Vergib

Vergeben bedeutet nicht, dass man vort?uschen soll, dass alles in Ordnung ist. Es hei?t auch nicht, die Wunde zu vergessen. Gem?? dem Hl. Augustinus ist Vergebung der simple Akt, auf Rache oder Vergeltung zu verzichten; also auf den Wunsch, denjenigen zu verletzen oder leiden zu sehen, der uns verletzt hat. Vergebung ist ein Geschenk, das wir uns selbst bereiten, weil wir so aufh?ren, an der Wunde zu kratzen, und f?hig werden, einen Plan der Heilung aufzustellen.

  1. Mach einen Plan

Vergebung setzt jene Energien in uns frei, die wir brauchen, damit die Wunde heilen kann. Wenn die Person, die uns verletzt hat, zur Zusammenarbeit bereit ist, dann kann man gemeinsam ausarbeiten, welche Ver?nderungen oder Anstrengungen es braucht, um erfolgreich den Konflikt beizulegen.

Sind wir mit unserer Wunde allein gelassen, sollten wir unsere Energie darauf konzentrieren einen Plan auszuarbeiten, wie wir soviel als m?glich des Verlorenen oder Weggenommenen wiedererlangen k?nnen. Je mehr Alternativen wir finden, unseren Verlust auszugleichen, umso weniger Bitterkeit empfinden wir, selbst wenn die Wunde fortbesteht. Eine Versuchung k?nnen Gef?hle sein, die einem einreden wollen, dass ?man da gar nichts mehr tun k?nne?, aber widerstehen wir dieser Versuchung! Sollten wir uns trotzdem so f?hlen und uns keine L?sungen ausdenken wollen, ist professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um den Schmerz ?ber den Verlust aufzuarbeiten. Sollten wir nach einer solchen Konsultation zu dem Schluss kommen, dass der Verlust tats?chlich nicht wiedergutzumachen oder zu ersetzen ist, sollten wir unsere Energien in die Entwicklung neuer Ziele setzen, die uns eine vielversprechende Zukunft vor Augen stellen. Mein Buch ?Das Leben, das Gott f?r dich will: Entdecke den G?ttlichen Plan, wenn menschliche Pl?ne fehlschlagen? ?kann eine enorme Hilfe f?r dich sein, um herauszufinden, was Gott im n?chsten Kapitel deines Lebens mit dir vorhat.

  1. H?r auf, dich damit zu befassen und st?ndig davon zu reden

Wir haben, wenn wir verletzt wurden, die Neigung, die schmerzhaften Ereignisse in unseren Gedanken immer wieder revuepassieren zu lassen und jedem, der bereit ist zuzuh?ren, von unserem Schmerz zu erz?hlen ? immer und immer wieder. Es ist gut,mit Leuten dar?ber zu sprechen, die uns helfen k?nnen, die Wunde zur Heilung zu bringen, die uns beim Schlichten helfen oder beim Wiederaufbau unseres Lebens, mit anderen Leuten jedoch, sollten wir nicht mehr dar?ber reden. Wenn wir versucht sind, uns gedanklich wiederholt damit zu befassen oder st?ndig davon zu sprechen, sollten wir uns darauf fokussieren, was wir HEUTE tun k?nnen, um unseren Plan, den wir unter Punkt 2, beschrieben haben, umzusetzen. Je mehr wir uns auf die L?sungen konzentrieren, desto weniger werden wir in uns Machtlosigkeit sp?ren, welche letztlich nur vom Gr?beln ?ber die Wunde kommt.

  1. Suche die Gnade

Manche Wunden zu heilen, kann ohne die Gnade Gottes schier unm?glich sein. Verbitterung kann uns soweit bringen, dass wir Gottes Gnade meiden und uns stattdessen lieber in unsere Wunden hineinsteigern. Wenn du weiter an deiner Bitterkeit festh?ltst, lege ich dir nahe, sie in die Beichte zu bringen. Bitte kr?nke dich nicht wegen diesem Vorschlag. Mir ist bewusst, dass du das Opfer bist und du ein Recht auf deinen Schmerz hast. Trotzdem: wenn du an etwas festh?ltst, das nicht Gottes Liebe, Barmherzigkeit oder Heilungsgnade entspricht, dann wird dich dies von Gott und von dem Leben, das Er sich f?r dich w?nscht, trennen. Die Beichte kann dir helfen, diesen Schmerz und das Gef?hl der Machtlosigkeit zu ?bergeben und neue M?glichkeiten f?r dich zu entdecken. H?re auf, deine Wunde wie einen Schatz zu h?ten! Gib deinem Wunsch nach Heilung einen offiziellen Charakter, indem du deine Neigung, in der Machtlosigkeit zu verharren, dem Beichtpriester ?bergibst und die Gnade in Anspruch nimmst, diese Machtlosigkeit im Beichtstuhl zu lassen. ????????????

  1. Suche professionelle Hilfe

Wenn die Bitterkeit nicht weichen will, obwohl du alles oben Angef?hrte angewendet hast, ist es Zeit, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dadurch k?nnen dir M?glichkeiten aufgezeigt werden, die du in deinem Schmerz nicht mehr wahrnimmst, und Werkzeuge gegeben werden, mit denen du deine Wunden zur Heilung bringst. Wenn du einen gl?ubigen Fachmann in deiner Umgebung hast, dann ist es vielleicht Zeit, Kontakt aufzunehmen.

In Hebr?er 12,15 hei?t es ?Seht zu, dass niemand die Gnade Gottes verscherzt, dass keine bittere Wurzel w?chst und Schaden stiftet und durch sie alle vergiftet werden??

Du sollst nicht bitter sein, oder von Gef?hlen der Machtlosigkeit und Traurigkeit ?berw?ltigt werden. Werde heute aktiv und arbeite mit der Gnade Gottes zusammen, die dich aus den Fesseln der Verbitterung befreien will. Mit Gottes Gnade wirst du feststellen, dass das Leben so viel mehr bereith?lt als nur Schmerz. ???

Teilen:

Gregory Popcak

Gregory Popcak

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Neueste Artikel

This site is registered on wpml.org as a development site.