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Okt 21, 2021 353 Ellen Hogarty, USA

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Besteht eine versteckte Gefahr darin, zu gro? zu tr?umen? Nein! Es sei denn, wir ?bersehen die stille, subtile und heldenhafte Pflicht des gegenw?rtigen Augenblicks.

Oft erkennen wir Gottes Willen f?r uns nicht, da er uns zu gew?hnlich erscheint. Diese Wahrheit wurde mir vor ein paar Wochen wieder bewusst.

Ich bin die Hauptpflegeperson meiner Mutter. Letztes Jahr zog sie zu mir, als klar wurde, dass sie nicht mehr in der Lage war, allein zu leben. Meine Mutter ist sehr zart besaitet, nicht nur k?rperlich, sondern auch seelisch. Jede Ver?nderung ihrer Gewohnheiten konnte sie in einen emotionalen Strudel st?rzen.

Um bei mir leben zu k?nnen, musste sie in einen anderen Bundesstaat ziehen, und es dauerte Wochen, bis sie sich endlich eingelebt hatte und sich zu Hause f?hlte. Einige Monate sp?ter ergab es sich, dass wir in ein anderes Haus ziehen mussten. Ich f?rchtete mich davor, diese Nachricht meiner Mutter mitzuteilen, da ich wusste, dass es ihr Angst und Kummer bereiten w?rde und sie dies wieder als Entwurzelung erleben w?rde. Ich schob es so lange wie m?glich hinaus, ihr dies mitzuteilen, aber irgendwann musste ich es ihr sagen.

Wie erwartet warf sie dies v?llig aus der Bahn. Sie war weinerlich, ?ngstlich und verunsichert. Ich versuchte, sie mit den ?blichen Taktiken abzulenken und aufzumuntern, aber nichts funktionierte. Einige Tage vor dem eigentlichen Umzug nahm ich sie mit, um ihr das neue Haus zu zeigen. Es gefiel ihr zwar, aber sie war immer noch beunruhigt und aufgebracht wegen der Ver?nderung.

Als wir von der Hausbesichtigung nach Hause kamen, sp?rte ich, dass sie es brauchte, dass ich f?r den Rest des Tages Zeit mit ihr verbrachte. Sie liebt es, fernzusehen, aber wir haben einen unterschiedlichen Geschmack, was Filme angeht, also schalte ich normalerweise ein und lasse sie dann alleine fernsehen. Aber diesmal habe ich mich bewusst neben sie gesetzt, weil ich wusste, dass sie das inmitten ihrer turbulenten Gef?hle tr?sten w?rde.

Und tats?chlich: obwohl ich den Film banal und uninteressant fand, wusste ich, dass meine k?rperliche N?he ihr Trost spendete. Es gab viele andere Dinge, die ich h?tte erledigen k?nnen und die ich lieber getan h?tte, aber ich wusste in meinem Herzen, dass es der Wille Gottes f?r mich war, in diesem Moment bei meiner Mutter zu sitzen. Also versuchte ich, mich mit ganzem Herzen darauf einzulassen und es dem Herrn im Gebet aufzuopfern. Ich betete f?r diejenigen, die darum rangen, Gottes Willen f?r ihr Leben zu erkennen; f?r diejenigen, die sich einsam oder verlassen f?hlten; f?r diejenigen, die Gottes Liebe noch nicht kannten; f?r das gro?e Leid so vieler Menschen in unserer Welt. Anstatt ungeduldig und unruhig zu werden, w?hrend der Film weiterlief, war ich ruhig und friedlich, weil ich wusste, dass ich in diesem Moment Gottes Willen erf?llte.

Als ich sp?ter dar?ber nachdachte, wurde mir wieder einmal klar, dass Gottes Wille f?r uns oft die Form von ganz gew?hnlichen, allt?glichen Aufgaben annimmt. Die Dienerin Gottes Catherine Doherty, die Gr?nderin von Madonna-Haus, nannte es die ?Pflicht des Augenblicks?. Sie sagte: ?W?hrend meiner ganzen Kindheit und fr?hen Jugend wurde mir eingefl??t, dass die Pflicht des Augenblicks die Pflicht Gottes ist… Auch sp?ter habe ich daran festgehalten, dass die Pflicht des Augenblicks jene Pflicht ist, die Gott mir gegeben hat. Gott spricht also zu uns in der Pflicht eines jeden Augenblicks. Da diese Pflicht des Augenblicks der Wille des Vaters ist, m?ssen wir uns ihr ganz hingeben. Wenn wir das tun, k?nnen wir sicher sein, dass wir in der Wahrheit und damit in der Liebe und damit in Christus leben…? (?Grace in Every Season? von Madonna House Publications, 2001).

Meine Mutter war an diesem Tag getr?stet und beruhigt, als ich meine gesch?ftige To-Do-Liste weglegte und etwas tat, was ihr Spa? machte. Ich sp?rte, dass auch Gott sich ?ber mein kleines Opfer freute.

Wenn du deinen Tag und die vor dir liegenden Aufgaben in Angriff nimmst, selbst wenn dir diese langweilig erscheinen oder sie sich wiederholen, entscheide dich daf?r, dein Herz mit Gott zu vereinen und diese Aufgaben als Opfer f?r jemanden anzubieten, der an diesem Tag Hilfe braucht. Dann mach damit weiter, wozu du in diesem Moment berufen bist, in dem Wissen, dass Gott unsere ganz gew?hnlichen, allt?glichen Aufgaben annehmen und sie in au?ergew?hnliche Quellen der Gnade und Neugestaltung f?r die Welt verwandeln kann.

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Ellen Hogarty

Ellen Hogarty ist geistliche Leiterin, Autorin und Vollzeitmissionarin bei der Lord's Ranch Gemeinschaft. Erfahre mehr über ihre Arbeit mit den Armen unter: www.thelordsranchcommunity.com

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