Startseite/Engagieren/Artikel

Mrz 27, 2021 518 Ellen Hogarty, USA

Aktuell Artikel

Engagieren

Lass dich vom Guten Hirten f?hren

Was tust du in Zeiten der Unsicherheit?

Vor einigen Jahren pilgerte ich mit einer Freundin auf dem Camino de Santiago in Spanien. An einem der Tage, an dem sie und ich wanderten, begegneten wir einer Gruppe von Pilgern, zu der auch ein blinder Mann geh?rte. Er war etwa 25 Jahre alt und ging mit der Hilfe seiner Mutter. Was mir sofort auffiel, war, dass sie an den Handgelenken mit einem Gummiband verbunden waren – eine Schlaufe war um ihr Handgelenk, die andere um seins. In der anderen Hand hielt er einen wei?en Blindenstock, der von Sehbehinderten benutzt wird.

Meine Freundin und ich gingen eine ganze Weile in leichtem Abstand hinter dieser Gruppe her und beobachteten sie schweigend. Sie waren eine lebhafte Gruppe und unterhielten sich angeregt miteinander. Der junge Mann ging sehr selbstbewusst, nur durch das d?nne Gummiband mit seiner Mutter verbunden. Obwohl wir durch ein bewaldetes Gebiet mit Senken und Kurven auf dem Weg und kleinen B?chen, die es zu ?berqueren galt, gingen, schien sie ihn m?helos zu f?hren, ohne ?berm??ige Sorge. Sie drehte sich nicht zu ihm um oder schaute ?ngstlich darauf, wo er seine F??e hinsetzte, noch bewegte er sich z?gerlich oder vorsichtig, sondern hielt m?helos mit der Gruppe mit, die in einem guten Tempo vorankam. Es sah so nat?rlich aus, dass man sagen konnte, dass sie ihn schon sein ganzes Leben lang gef?hrt hatte und er ihr vertraute.

Wenn wir auf einen Abschnitt des Weges kamen, der besonders steinig war oder unebenes Gel?nde aufwies, dann hielt sie an, nahm seinen Arm und f?hrte ihn dar?ber. Aber die meiste Zeit ?ber unterhielt sie sich und interagierte mit der Gruppe auf eine unbeschwerte Art und Weise, genau wie er. Mutter und Sohn nahmen alles ganz locker.

Ich habe viel ?ber dieses Gleichnis aus dem wahren Leben nachgedacht, das ich an diesem Tag erlebt habe. Ich dachte daran, wie der Herr uns auf unserem Lebensweg f?hren will, so wie diese Mutter ihren blinden Sohn gef?hrt hat. Jesus nennt sich selbst den Guten Hirten, und gute Hirten f?hren und besch?tzen ihre Schafe mit Geschick. Wie lassen wir uns also vom Herrn leiten?

Die Art und Weise, wie wir gut gef?hrt werden und sicher auf unserem Weg sein k?nnen, ist, mit dem Herrn verbunden zu bleiben und darauf zu vertrauen, dass er wei?, was er tut. Wie diese Mutter und dieser Sohn, die miteinander verbunden waren, m?chte Gott, dass wir mit ihm verbunden sind. Er hat versprochen, dass er uns niemals verlassen wird, wie Hebr?er 13,5 sagt: ?Denn Gott hat versprochen: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.? und darauf k?nnen wir uns verlassen. Aber wir m?ssen unseren Teil dazu beitragen.

Was ist unser Teil? Es ist, mit ihm verbunden zu bleiben, so wie dieser junge Mann mit seiner Mutter verbunden war. Wir tun das durch ein ernsthaftes Gebetsleben. Wir m?ssen den besten Teil unseres Tages daf?r einplanen, Zeit mit dem Herrn zu verbringen – ihn kennen zu lernen, auf seine leise, sanfte Stimme zu h?ren; zu lernen, diese leichten Stupse und Hinweise darauf wahrzunehmen, wohin er uns an diesem Tag f?hrt. Wenn wir durch Gebet fest mit dem Herrn verbunden bleiben, werden wir wissen, wann wir uns einer gef?hrlichen Stelle oder einem t?ckischen Gebiet n?hern, und wir werden im Vertrauen wachsen, dass der Herr uns hindurchf?hren wird – durch jede Krise, jede Gefahr, jede Schwierigkeit. Der Herr wird uns Einsicht und Weisheit geben, wie wir in jeder Situation man?vrieren k?nnen. Das Gebet ist das ?Gummiband?, das uns mit unserem Guten Hirten verbindet.

Eine Sache, die uns diese weltweite Pandemie gelehrt haben sollte, ist, dass wir nicht die Kontrolle haben. Aber wir haben einen Gott, der sie hat und der uns so sehr liebt, dass er seinen Sohn sandte, um f?r uns zu sterben. Es gibt nichts, was Gott nicht tun w?rde, um uns auf unserem Weg zum ewigen Leben zu begleiten. Selbst inmitten von so viel Ungewissheit k?nnen wir dem Herrn vertrauen. Bleib mit ihm verbunden, wie dieser junge blinde Mann, der nie die Verbindung zu seiner Mutter verlor. Er erreichte sein Ziel sicher und gesund und genoss die Reise auf dem Weg. So werden auch wir es tun, wenn wir Hand in Hand mit unserem Guten Hirten gehen.

Teilen:

Ellen Hogarty

Ellen Hogarty ist geistliche Leiterin, Autorin und Vollzeitmissionarin bei der Lord's Ranch Gemeinschaft. Erfahre mehr über ihre Arbeit mit den Armen unter: www.thelordsranchcommunity.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Neueste Artikel

This site is registered on wpml.org as a development site.