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Sep 12, 2019 473 Msgr. C.J. Varkey

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Begegnung

Kennst du das Ziel deiner Reise?

Es ist ganz leicht, in den Himmel zu kommen. Der Pass und das Visum sind schon im Voraus vorbereitet worden. Du musst dich nur noch danach sehnen und den Antrag stellen. ?brigens wirst du dort nichtals Fremder leben m?ssen, denn Jesus hat sogar schon die Dauer-Staatsb?rger- schaft f?r dich bereit gelegt.

Eines m?chten wir alle n?mlich in den Himmel kommen, wenn wir aus dieser Welt scheiden m?ssen. Wir alle glauben und hoffen, dass der Himmel unser wirkliches Zuhause ist. Aber?es ist uns nicht gegeben, zu Lebzeiten wenigstens einen Blick in den Himmel zu werfen. Wenn wir doch nur einmal den Himmel sehen k?nnten! Es gibt Menschen, die veranstalten ein Picknick mal hier mal dort. Aber es ist noch niemandem gelungen, eine Zeitreise oder Pilgerreise in den Himmel zu organisieren. Wenn es schon unm?glich ist, vor dem Tod in den Himmel einzutreten, w?re es doch sch?n, wenigstens das irdische Paradies zu besuchen! Aber nicht einmal das ist m?glich, denn ?Gott, der Herr, schickte ihn aus dem Garten von Eden weg… Er vertrieb den Menschen und stellte ?stlich des Gartens von Eden die Kerubim aufund das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens?bewachten.? (Gen 3,24)
Wir sind nicht sicher, ob dieser W?chtermit dem Schwert immer noch dort steht,nachdem so eine lange Zeit verstrichen ist. Aber selbst, wenn der W?chter nicht mehr da ist, kennt doch keiner von unsden Weg dorthin. Dar?ber hinaus w?rdenwir sicherlich alle Anstrengungen un ternehmen, dass wir das Paradies oder den Himmel nie wieder verlassen m?ssen, wenn wir wenigstens einmal einen Blick hineinwerfen d?rften.
Und der Himmel ist tats?chlich ein wundersch?ner Ort. Im Buch der Offen barung beschreibt der heilige Johannes das himmlische Jerusalem, welches er in einer Vision gesehen hat (Offb 21,9;
22,5). Johannes stellt diesen Ort als au?ergew?hnlich sch?n dar. Sogar sein Fundament ist mit Diamanten ausgelegt. Auf Erden ben?tzen wir nicht einmal ganz glatt gemei?elte Steine f?r das Fundament, sondern wir verwenden grobe Granitbl?cke, wenn wir das Fundament?legen, da diese f?r den Betrachter ohnehin nicht sichtbar sind.
Das himmlische Jerusalem hat zw?lf Grundsteine. Normalerweise legen wir nicht mehrere Fundamente. Dort dr?ben sind die Stra?en aus purem Gold. Die Stadt ist sehr gro?. 2400km lang und
2400 km breit. Um genau zu sein, ist die Stadt gr??er als Indien. Der Herr selbst sagt uns: ?Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen? (Joh 14,2). Es braucht keine eigene Beleuchtung im Himmel. Es gibt dort auch keine Stromausf?lle. Der g?ttliche Glanz leuchtet dort ewiglich. ?Es wird dort keine Nacht mehr geben?. Gott, unser liebender Vater, m?chte, dass wir mit IHM im Himmel sein werden. Jesus, unser Herr, ging aus dieser Welt, um uns einen Platz im Himmel zu bereiten. Er sagte: ?Es gibt viele Wohnr?ume im Haus meines Vaters und ich gehe, um f?r euch
einen Platz dort vorzubereiten. ?Und Er wartet jetzt auf uns, nachdem Er f?r uns einen Platz vorbereitet hat.
Wie erreichen wir jenen Ort? Auf jeden Fall schulden wir dem heiligen Thomas Dank, der Jesus nach diesem Weg gefragt hat. Jesus sagte zu ihm ?Ichbin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater au?er durch mich? (Joh 14,6). Und folglich wird es auch kein Problem werden, den Weg zu finden, wenn wir uns mit Jesus an freunden. ?Ich komme wieder und werde euch zu mir holen? (Joh 14,3). Aber um dort eingelassen zu werden, m?ssen wir unsere Namen im Lebensbuch des Lammes eintragen lassen (Offb 21,27). Da Jesus selbst das Lamm ist, k?nnen wir unsere Namen eingeschrieben bekommen, indem wir uns Jesus ann?hern.
Wenn wir in den Himmel kommen, werden wir auch unsere Bekannten dort wiedertreffen? Oder werden nur die, die ausdr?cklich heiliggesprochen wurden, dort sein? Nein, sie werden dort nicht die einzigen sein ? sie wurden zwar offiziell heiliggesprochen, aber vor allem auch deswegen, damit wir ihr Beispiel und Lebenszeugnis nachahmen. Tats?chlich werden wir viele unserer Bekannten und Verwandten im Himmel treffen. Zum Beispiel werden all die kleinen Kinder aus unseren Familien, die gestorben sind, nachdem sie die Heilige Taufe empfangen haben, im Himmel sein. Aber werden sie uns wiedererkennen? Gott selbst wird daf?r sorgen. Diese Kinder und viele andere, die wir kennen, werden dort sein. Angesichts der Tatsache, dass sogar

Kriminelle wie der ?gute Sch?cher? in den Himmel eingehen, k?nnen wir uns vorstel len, was f?r eine gro?e Menschenmenge wir dort vorfinden werden!! Es ist leicht, in den Himmel zu kommen. ?Wer glaubt und sich taufen l?sst, wird gerettet? (Mk 16,16). Wir alle sind getauft und wir alle sind Gl?ubige. Und Jesus wiederholt es noch einmal ?Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letz ten Tag? (Joh 6,54). Wir alle empfangen h?ufig die Heilige Kommunion. Im Gleichnis vom Hochzeitsmahl sprach Jesus davon, wie der K?nig seinen Dienern Anweisung gab, auf die Stra?en zu gehen und alle Leute zusammenzurufen, die sie nur finden konnten, ?B?se und Gute? gleicherma?en, und wie der K?nig hinzutrat, um sich die G?ste anzusehen. Der riesige Hochzeitssaal war mit Leuten gef?llt. Am Eingang zum Saal wurden Ho chzeitsgew?nder f?r jene bereitgehalten, die daran teilnehmen sollten. Die Leute mussten also solch ein Hochzeitsgewand entgegennehmen und dann mit diesem bekleidet in den Hochzeitssaal eintreten und an der Hochzeit teilnehmen. Aber in diesem bef?llten Saal hielt sich ein Mann auf, der kein Hochzeitsgewand? angezogen hatte. Da befahl der K?nig seinen Dienern: Bindet ihm H?nde und F??e und werft ihn hinaus in die ?u?erste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Z?hnen knirschen. Beachtenswert dabei ist, dass unter solch einer gro?en Menschenmenge nur ein Mann bestraft wurde.

Und so k?nnen wir darauf vertrauen, dass die meisten unter uns in den Him mel gehen werden. Nachdem Gottes eingeborener Mensch auf diese Erde gekommen war und f?r die Welt die Er
l?sung erwirkt hat, indem Er durch sein Leiden und seinen Tod am Kreuz f?r die S?nden der ganzen Menschheit ges?hnt hat, w?re dies als ?verlorene Liebesm?he? anzusehen, wenn Jesus dies getan h?tte, um nur einige wenige zu retten. So kann es sich nicht verhalten. Wenn nur ein paar Leute in dieses ungeheuer gro?e und ausgedehnte Himmelsreich eintre ten, dann w?rden doch viele Orte dort unbewohnt und leer bleiben. Das kann nicht sein. Also wird es eher so sein, dass alle, die ernsthaft den Wunsch haben, in den Himmel zu kommen, auch dorthin gelangen werden.

Ich habe ein Buch gelesen ?ber die Nahtod-Erfahrungen von ?ber 200 Per?sonen, die schon an den Pforten des Himmels gestanden und zum Thema ?Tod? befragt worden sind. Alle ? au?er
dreien ? beschrieben ihre Erfahrungen als erfreulich. Manche von ihnen haben ein helles Licht gesehen. Andere haben Jesus getroffen. Im Gro?en und Ganzen waren es positive Erfahrungen. Nur drei von ihnen beschrieben eine Finsternis.

Dieses Leben ist eine Pr?fung. Wenn wir die Pr?fung bestehen, werden wir als Belohnung den Himmel bekommen. Wie gewissenhaft bereiten wir uns auf unsere irdischen Pr?fungen vor! Durch solche Pr?fungen, auf die wir uns akribisch vorbereitet haben, sind wir immer zum Erfolg gekommen. Und wenn wir jene letzte Pr?fung bestehen, wird unser Lohn nichts Geringeres als der Himmel selbst sein! Also lasst uns hart daf?r arbeiten!

Spiele und Sport haben heutzutage gro?e Bedeutung. Jene Spieler, welche an nationalen Spielen oder beispielsweise den Olympischen Spielen teilnehmen, trainieren jeden Tag sehr hart. Wenn schon so diszipliniert f?r irdische Preise trainiert wird, um wieviel mehr sollten wir dann f?r die ewige Belohnung trainieren
und diese erstreben!
Wir sollen nicht blo? w?nschen, den Himmel irgendwie zu erreichen. Erinnere dich daran, dass der Herr gesagt hat, dass es dort viele Wohnungen gibt. Wir sollten nicht nur auf irgendeine kleine
H?tte im Himmel hoffen. Viel eher sollen wir zielstrebig auf eine dieser wunder sch?nen Prachtvillen im Himmel hoffen, und daf?r beginnen hart zu arbeiten ? hier und jetzt!

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Msgr. C.J. Varkey

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