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Mrz 23, 2022 164 Carol Osburn, USA

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Begegnung

Ich bin es, Jesus!

Es war ein kalter und verschneiter Nachmittag vor einigen Jahren, als es mich zur eucharistischen Anbetung zog. In meiner Gemeinde gab es noch keine st?ndige Anbetung, also fuhr ich zu einer anderen Gemeinde. Dort gab es eine kleine, private Kapelle, in der ich gerne Zeit mit Jesus verbrachte und ihm mein Herz aussch?ttete.

Meine Stunde war fast vorbei, als ich zwei Leute im hinteren Teil der Kapelle reden h?rte. Ich war beunruhigt und abgelenkt wegen ihrer Mitleidlosigkeit gegen?ber einem Obdachlosen in der Vorhalle und beschloss, zu gehen. Meine Zeit war ohnehin um.

Als ich ging, ging ich durch die Vorhalle, vorbei an einem Mann, der so tief schlief, dass er nicht einmal mitbekam wie ich innehielt, um f?r ihn zu beten. Ich war froh, dass die T?ren der Kapelle nicht verschlossen waren, sodass er hier ein Dach ?ber dem Kopf hatte. Er schien obdachlos zu sein, aber ich wusste es nicht genau.

Ich wusste nur, dass mich meine Sorge um diesen Mann zu Tr?nen r?hrte. Ich konnte mich kaum zur?ckhalten, als ich nach drau?en ging, wo eine Herz-Jesu-Statue mich an die liebevolle F?rsorge Christi f?r jeden Menschen und an seine ?berschw?ngliche Barmherzigkeit erinnerte. Ich bat den Herrn, mir zu sagen, was ich tun sollte. In meinem Herzen versp?rte ich, dass ich in den nahe gelegenen Laden gehen und ein paar Dinge f?r diesen Mann besorgen sollte. Ich dankte Gott und kaufte sofort ein paar Dinge, von denen ich dachte, dass der Mann sie brauchen k?nnte.

Auf dem Weg zur?ck zur Kapelle hoffte ich, dass der Mann noch da sein w?rde. Ich wollte ihm unbedingt geben, was ich gekauft hatte. Als ich ankam, schlief er noch. Ich stellte die Taschen leise neben ihm ab, betete kurz und wollte gerade gehen. Ich war schon fast beim Ausgang, als ich jemanden rufen h?rte: ?Lady, Lady!? Ich drehte mich um und antwortete: ?Ja?. Der Mann war erwacht, kam auf mich zu und fragte mich, ob ich die Taschen f?r ihn abgestellt h?tte. Ich antwortete: ?Ja, das habe ich.? Er bedankte sich bei mir f?r meine Aufmerksamkeit. Das w?re ihm noch nie passiert. Ich l?chelte und sagte: ?Nichts zu danken?. Der Mann kam n?her und ich f?hlte mich, als w?re ich in der Gegenwart Jesu. Ich sp?rte so viel Liebe in meinem Herzen. Dann sagte er: ?Lady, ich werde Sie im Himmel sehen.? Ich dachte, ich w?rde in Tr?nen ausbrechen. Seine Stimme war so freundlich und liebevoll. Ich war gezwungen, ihm einen Kuss auf die Wange zu geben. Wir verabschiedeten uns voneinander und gingen getrennte Wege.

Drau?en konnte ich nicht aufh?ren zu weinen. Ich weinte den ganzen Weg nach Hause. Noch heute r?hrt es mich zu Tr?nen, wenn ich an diesen Nachmittag denke. An diesem kalten, verschneiten Nachmittag wurde mir klar, dass ich in diesem wunderbaren Mann tats?chlich Jesus begegnet war. Wenn ich jetzt zur?ckblicke, stelle ich mir vor, wie Jesus mit einem breiten L?cheln im Gesicht zu mir sagt: ?Ich bin es! Jesus!?

Danke, Jesus, dass du mich daran erinnerst, dass ich dir in jedem Menschen, dem ich begegne, begegnen kann.

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Carol Osburn

Carol Osburn ist geistliche Leiterin und Autorin. Sie ist seit über 44 Jahren verheiratet und lebt mit ihrem Mann in Illinois. Sie haben 3 Kinder und 9 Enkelkinder.

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