Startseite/Begegnung/Artikel

Jun 01, 2021 302 Mario Forte

Aktuell Artikel

Begegnung

Ich bin blind, aber dennoch sehe ich

?Ich wandle im Glauben, nicht im Sehen“ kichert Mario Forte als er ein erstaunliches Lebenszeugnis teilt.

Ich wurde mit einem Glaukom geboren, sodass ich am Anfang meines Lebens nur ein Teil-

Sehverm?gen in meinem linken und gar keines im rechten Auge hatte. Im Laufe der Jahre habe ich mich mehr als 30 Operationen unterzogen – die erste als ich gerade einmal drei Monate alt war? Im Alter von sieben Jahren entfernten die ?rzte mein rechtes Auge in der Hoffnung, Sehverm?gen meines linken Auges zu erhalten. Als ich zw?lf Jahre alt war, wurde ich von einem Auto angefahren, als ich auf meinem Heimweg von der Schule die Stra?e ?berquerte. Als ich durch die Luft flog, dachte ich kurzfristig, dass ich Superman war. Ich schlug mit einem heftigen dumpfen Schlag auf und erlitt eine Netzhautabl?sung. Unter anderem bekam ich drei Monate schulfrei, um zu genesen und mich weiterer Operationen zu unterziehen, sodass ich die siebte Klasse wiederholen musste.

Alles ist m?glich

Als Kind war Blindheit normal f?r mich, denn ich kannte es nicht anders. Aber Gott gab mir Erhellung. Von einem sehr fr?hen Alter an, bevor ich irgendwelche Anleitungen bekam, sprach ich zu Gott wie mit jeder anderen Person, denn ich war so sehr daran gew?hnt mit Personen, die ich nicht sehen konnte, zu sprechen.

Ich kannte nur den Unterschied zwischen hell und dunkel, aber eines Tages wurde schlagartig alles schwarz ? als ob man das Licht ausschaltet. Obwohl ich seit ?ber drei?ig Jahren in totaler Dunkelheit lebe, gibt mir die Gnade Gottes den Mut, weiterzumachen. Nun ist es nicht das physikalische Licht, das ich sehe, sondern Gottes Licht in mir drin. Ohne ihn w?re ich nicht besser als ein St?ck Holz. Der Heilige Geist macht alles m?glich.

Manchmal vergessen Menschen sogar, dass ich blind bin, da ich mich im Haus herumbewegen kann, einen Computer bedienen und mich selbst versorgen kann. Das verdanke ich meinen Eltern, die mich stets ermutigt haben, Dinge selbstst?ndig in Angriff zu nehmen. Mein Vater war ein Elektriker, der mich mit zur Arbeit nahm, um mir zu helfen, sein Gewerbe zu verstehen. Er brachte mich sogar dazu, Steckdosen und Schalter zu installieren. Er lehrte mich, logisch zu denken, sodass ich mich anpassen und improvisieren konnte, wenn Dinge schief liefen. Meine Mutter s?te mit ihrer warmherzigen und liebevollen Art die Basis f?r meinen Glauben. Sie stellte sicher, dass wir jeden Tag? gemeinsam den Rosenkranz und den Barmherzigkeitsrosenkranz beteten, so verankerten sich diese Gebete in meinem Ged?chtnis.

Meine Eltern erm?glichten mir, erfolgreich einen IT Studiengang zu absolvieren. Mit ihrer Hilfe konnte ich mit den einzelnen Dozenten in Kontakt treten, um die Kursunterlagen vor Semesterbeginn zu erhalten. Dann konnten wir in die B?cherei gehen, um alle relevanten Materialien zu besorgen, sodass die Royal Blind Society sie f?r mich umschreiben konnte.

Eine h?here Berufung

Als Teenager machte ich bemerkenswerte Erfahrungen, wie Gott mich rief. Zu dieser Zeit hatte ich noch etwas Sehverm?gen in meinem linken Auge. Eines Tages, w?hrend ich in der Kirche

betete, war der Hauptaltar pl?tzlich von einem intensiven Licht erhellt und eine innere Stimme sprach z?rtlich: ?Komm, komm zu mir.? Dies geschah drei Mal. Seitdem sp?re ich seine Hand, die mich mit Liebe und Gnade sch?tzt, was ich nicht verdiene.

Dieser Ruf f?hrte mich zu der ?berlegung, ob es mir m?glich w?re, ein Priester oder Diakon zu werden. Es erwies sich als unrealistisch, aber mein Theologiestudium vertiefte meinen Glauben. Ich begann, eine Andacht zum Barmherzigen Jesus in einer charismatischen Gebetsgruppe zu leiten, mit Unterst?tzung des Pfarrers. Trotz aller R?ckschl?ge, die ich erlitten habe, bin ich dankbar, dass ich dem Herrn dienen kann und f?r die Menschen, die ich durch die Veranstaltungen, die ich organisiere, getroffen habe ? bei den Barmherzigkeitsabenden, der Nachtanbetung und bei 40 Tage f?r das Leben. Sie haben mir auch nach dem Tod meiner Eltern, meiner Schwester und meiner Nichte geholfen. Sie sind meine Familie geworden und helfen mir w?chentlich mit h?uslichen Aufgaben und besonderem Transportbedarf.

Tief in meinem Herzen

Das tragischste Ereignis in meinem Leben war nicht der Mangel meines Sehverm?gens, sondern der Verlust meiner engsten Angeh?rigen, sodass ich besonders dankbar bin, dass diese Freunde mich zum Friedhof begleiten, um ein Mahl an den Grabst?tten meiner Lieben zu haben und den Rosenkranz der G?ttlichen Barmherzigkeit f?r ihre Seelen zu beten. Ich versuche, mich auf das Positive zu konzentrieren – auf das, was ich habe, nicht das, was mir fehlt. Ich bin bestrebt, das Beste was ich kann zu tun, um Gottes Gebot der Liebe auszuf?hren. Jeden Tag bin ich entschlossen, Gottes Willen an erste Stelle zu setzen und das Evangelium in die Tat umzusetzen.

Der Heilige Paulus sagt: ?Denn als Glaubende gehen wir unseren Weg, nicht als Schauende.? (2 Kor 5,7) Ich scherze oft, dass ich das im wahrsten Sinne des Wortes tue. Dieser kleine Vers spricht B?nde. Wir werden die Fr?chte unserer Arbeit in diesem Leben nicht sehen. Es ist solch eine Freude in Gottes Weinberg zu arbeiten. Jesus litt und starb f?r mich. Jeder einzelne kann das sagen. Jeder, der ihn kennenlernen m?chte, kann kommen und den Herrn empfangen. Ich gebe dem Herrn Lob und Preis, dass er uns die M?glichkeit gegeben hat, seine herrliche Pr?senz in unserem Sein zu haben. Sein lebendiges Wort kann uns mit der Hoffnung auf Auferstehung beleben, sodass wir jeden Tag in seiner Gegenwart leben und sein Gebot der N?chstenliebe ausf?hren k?nnen. In meinem Herzen singe ich Halleluja!

O ewiger Gott, dessen Barmherzigkeit unergr?ndlich und dessen Schatz des Erbarmens unersch?pflich ist, schau gn?dig auf uns und vermehre in uns Deine Barmherzigkeit, damit wir in schweren Zeiten nicht verzweifeln und nicht mutlos werden, sondern uns mit gro?em Vertrauen Deinem heiligen Willen ergeben, der die Liebe und das Erbarmen selber ist.

Teilen:

Mario Forte

Mario Forte Article is based on the interview given by Mario Forte for the Shalom World TV program ?Triumph?. To watch the episode visit: shalomworld.org/episode/mario-forte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Neueste Artikel

This site is registered on wpml.org as a development site.