Begegnung
Ich bin blind, aber dennoch sehe ich
?Ich wandle im Glauben, nicht im Sehen“ kichert Mario Forte als er ein erstaunliches Lebenszeugnis teilt.
Ich wurde mit einem Glaukom geboren, sodass ich am Anfang meines Lebens nur ein Teil-
Sehverm?gen in meinem linken und gar keines im rechten Auge hatte. Im Laufe der Jahre habe ich mich mehr als 30 Operationen unterzogen – die erste als ich gerade einmal drei Monate alt war? Im Alter von sieben Jahren entfernten die ?rzte mein rechtes Auge in der Hoffnung, Sehverm?gen meines linken Auges zu erhalten. Als ich zw?lf Jahre alt war, wurde ich von einem Auto angefahren, als ich auf meinem Heimweg von der Schule die Stra?e ?berquerte. Als ich durch die Luft flog, dachte ich kurzfristig, dass ich Superman war. Ich schlug mit einem heftigen dumpfen Schlag auf und erlitt eine Netzhautabl?sung. Unter anderem bekam ich drei Monate schulfrei, um zu genesen und mich weiterer Operationen zu unterziehen, sodass ich die siebte Klasse wiederholen musste.
Alles ist m?glich
Als Kind war Blindheit normal f?r mich, denn ich kannte es nicht anders. Aber Gott gab mir Erhellung. Von einem sehr fr?hen Alter an, bevor ich irgendwelche Anleitungen bekam, sprach ich zu Gott wie mit jeder anderen Person, denn ich war so sehr daran gew?hnt mit Personen, die ich nicht sehen konnte, zu sprechen.
Ich kannte nur den Unterschied zwischen hell und dunkel, aber eines Tages wurde schlagartig alles schwarz ? als ob man das Licht ausschaltet. Obwohl ich seit ?ber drei?ig Jahren in totaler Dunkelheit lebe, gibt mir die Gnade Gottes den Mut, weiterzumachen. Nun ist es nicht das physikalische Licht, das ich sehe, sondern Gottes Licht in mir drin. Ohne ihn w?re ich nicht besser als ein St?ck Holz. Der Heilige Geist macht alles m?glich.
Manchmal vergessen Menschen sogar, dass ich blind bin, da ich mich im Haus herumbewegen kann, einen Computer bedienen und mich selbst versorgen kann. Das verdanke ich meinen Eltern, die mich stets ermutigt haben, Dinge selbstst?ndig in Angriff zu nehmen. Mein Vater war ein Elektriker, der mich mit zur Arbeit nahm, um mir zu helfen, sein Gewerbe zu verstehen. Er brachte mich sogar dazu, Steckdosen und Schalter zu installieren. Er lehrte mich, logisch zu denken, sodass ich mich anpassen und improvisieren konnte, wenn Dinge schief liefen. Meine Mutter s?te mit ihrer warmherzigen und liebevollen Art die Basis f?r meinen Glauben. Sie stellte sicher, dass wir jeden Tag? gemeinsam den Rosenkranz und den Barmherzigkeitsrosenkranz beteten, so verankerten sich diese Gebete in meinem Ged?chtnis.
Meine Eltern erm?glichten mir, erfolgreich einen IT Studiengang zu absolvieren. Mit ihrer Hilfe konnte ich mit den einzelnen Dozenten in Kontakt treten, um die Kursunterlagen vor Semesterbeginn zu erhalten. Dann konnten wir in die B?cherei gehen, um alle relevanten Materialien zu besorgen, sodass die Royal Blind Society sie f?r mich umschreiben konnte.
Eine h?here Berufung
Als Teenager machte ich bemerkenswerte Erfahrungen, wie Gott mich rief. Zu dieser Zeit hatte ich noch etwas Sehverm?gen in meinem linken Auge. Eines Tages, w?hrend ich in der Kirche
betete, war der Hauptaltar pl?tzlich von einem intensiven Licht erhellt und eine innere Stimme sprach z?rtlich: ?Komm, komm zu mir.? Dies geschah drei Mal. Seitdem sp?re ich seine Hand, die mich mit Liebe und Gnade sch?tzt, was ich nicht verdiene.
Dieser Ruf f?hrte mich zu der ?berlegung, ob es mir m?glich w?re, ein Priester oder Diakon zu werden. Es erwies sich als unrealistisch, aber mein Theologiestudium vertiefte meinen Glauben. Ich begann, eine Andacht zum Barmherzigen Jesus in einer charismatischen Gebetsgruppe zu leiten, mit Unterst?tzung des Pfarrers. Trotz aller R?ckschl?ge, die ich erlitten habe, bin ich dankbar, dass ich dem Herrn dienen kann und f?r die Menschen, die ich durch die Veranstaltungen, die ich organisiere, getroffen habe ? bei den Barmherzigkeitsabenden, der Nachtanbetung und bei 40 Tage f?r das Leben. Sie haben mir auch nach dem Tod meiner Eltern, meiner Schwester und meiner Nichte geholfen. Sie sind meine Familie geworden und helfen mir w?chentlich mit h?uslichen Aufgaben und besonderem Transportbedarf.
Tief in meinem Herzen
Das tragischste Ereignis in meinem Leben war nicht der Mangel meines Sehverm?gens, sondern der Verlust meiner engsten Angeh?rigen, sodass ich besonders dankbar bin, dass diese Freunde mich zum Friedhof begleiten, um ein Mahl an den Grabst?tten meiner Lieben zu haben und den Rosenkranz der G?ttlichen Barmherzigkeit f?r ihre Seelen zu beten. Ich versuche, mich auf das Positive zu konzentrieren – auf das, was ich habe, nicht das, was mir fehlt. Ich bin bestrebt, das Beste was ich kann zu tun, um Gottes Gebot der Liebe auszuf?hren. Jeden Tag bin ich entschlossen, Gottes Willen an erste Stelle zu setzen und das Evangelium in die Tat umzusetzen.
Der Heilige Paulus sagt: ?Denn als Glaubende gehen wir unseren Weg, nicht als Schauende.? (2 Kor 5,7) Ich scherze oft, dass ich das im wahrsten Sinne des Wortes tue. Dieser kleine Vers spricht B?nde. Wir werden die Fr?chte unserer Arbeit in diesem Leben nicht sehen. Es ist solch eine Freude in Gottes Weinberg zu arbeiten. Jesus litt und starb f?r mich. Jeder einzelne kann das sagen. Jeder, der ihn kennenlernen m?chte, kann kommen und den Herrn empfangen. Ich gebe dem Herrn Lob und Preis, dass er uns die M?glichkeit gegeben hat, seine herrliche Pr?senz in unserem Sein zu haben. Sein lebendiges Wort kann uns mit der Hoffnung auf Auferstehung beleben, sodass wir jeden Tag in seiner Gegenwart leben und sein Gebot der N?chstenliebe ausf?hren k?nnen. In meinem Herzen singe ich Halleluja!
O ewiger Gott, dessen Barmherzigkeit unergr?ndlich und dessen Schatz des Erbarmens unersch?pflich ist, schau gn?dig auf uns und vermehre in uns Deine Barmherzigkeit, damit wir in schweren Zeiten nicht verzweifeln und nicht mutlos werden, sondern uns mit gro?em Vertrauen Deinem heiligen Willen ergeben, der die Liebe und das Erbarmen selber ist.
Mario Forte Article is based on the interview given by Mario Forte for the
Shalom World TV program ?Triumph?. To watch the episode visit:
shalomworld.org/episode/mario-forte
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Manchmal sind es die kleinen Wunder, die unseren Glauben st?rken und uns auf die schweren Momente im Leben vorbereiten.
Als meine Frau und ich Mitte zwanzig waren und ?ber einen Ruf Gottes nachdachten, n?mlich von Chicago nach Eureka Springs, Arkansas, zu ziehen ? mit einigen Mitgliedern unserer katholisch-charismatischen Gemeinschaft - beschlossen wir, Eureka zu besuchen, um zu sehen, welche Art von Unterkunft verf?gbar war. Zwei unserer Gemeindemitglieder nahmen uns auf und f?hrten uns herum. Nach einer Woche traten wir die R?ckreise nach Chicago an. Wir waren ganz aufgeregt ?ber unsere Zukunft in dieser malerischen Stadt und wollten noch letzte Vorbereitungen f?r unseren Umzug in die Ozark Mountains treffen.
Drehungen und Wendungen
Nach ein paar Stunden Fahrt zwang uns ein Motorschaden von der Stra?e. Die Werkstatt hatte eine gute Nachricht ? es war kein gr??eres Problem ? und eine schlechte ? sie konnten das Ersatzteil erst am n?chsten Tag besorgen.
Wir mussten uns ein Zimmer in einem nahe gelegenen Motel nehmen. Am n?chsten Tag, als unser Auto wieder funktionst?chtig war, machten wir uns um einiges leichter auf den Weg ?zumindest, was das Geld anging. Das Motelzimmer und die Reparaturarbeiten verbrauchten den Gro?teil unseres Bargeldes. Wir hatten kaum genug f?r Essen, und da Nancy schwanger war, kam es nicht in Frage, eine Mahlzeit auszulassen. Damals hatte ich noch keine Kreditkarten.
Wir fuhren gerade die Stra?e hinunter, als wir von einem Polizisten angehalten wurden. Er hielt uns zusammen mit f?nf anderen Autos an, weil wir zu schnell gefahren waren. Ein Auto nach dem anderen fuhr an den Stra?enrand und wartete auf seinen Strafzettel. Ich wusste nicht, wie man einen Strafzettel au?erhalb des Staates bezahlt, und vor allem nicht, wie man die Geschwindigkeits?berschreitung anfechten kann. Sehr h?flich sagte der Beamte: ?Sie k?nnen zum Gericht gehen, wenn Sie wollen. Fahren Sie an der n?chsten Ausfahrt ab, folgen Sie den Schildern in die Stadt und Sie werden das Gerichtsgeb?ude sehen."
R?ckblick
Im Jahr zuvor machten Nancy und ich eine versp?tete Hochzeitsreise in die italienische Stadt, in der ich geboren wurde. Auf dem Weg dorthin hielten wir in Assisi an, um unsere Lieblingsheiligen, Franziskus und Klara, zu besuchen. In der Basilika Santa Chiara (Klaras italienischer Name) sahen wir ihr tats?chliches goldgelbes Haar in einer Glasvitrine aufbewahrt. Nancy drehte sich zu mir und sagte: ?Wenn wir jemals ein M?dchen bekommen, m?chte ich sie Chiara nennen." Ich stimmte von Herzen zu und freute mich auf den Tag, an dem die Heilige Klara eine Namensvetterin in unserer Familie haben w?rde.
Als wir uns der Ausfahrt n?herten und wussten, dass wir den Strafzettel nicht bezahlen konnten, wandten Nancy und ich uns an Santa Chiara. ?Liebe heilige Klara", beteten wir, ?hilf uns, dass wir den Strafzettel nicht bezahlen m?ssen. Bitte hilf uns." Scherzhaft f?gte ich hinzu: ?Heilige Klara, wir werden unser Baby auf jeden Fall nach dir benennen ... auch wenn es ein Junge wird!"
Sogleich kam das Ortsschild in Sicht. Wir konnten unseren Augen nicht trauen. Der Beamte hatte uns nicht gesagt, dass er uns nach St. Clair, Missouri schickt! Erst vor kurzem erfuhr ich, dass die Stadt nach einem General aus dem Unabh?ngigkeitskrieg benannt war. Aber unsere naiven Augen sahen das "St", gefolgt von "Clair", und St. Clare (Heilige Klara) erf?llte unsere Herzen. Wir bemerkten nicht den Unterschied in der Schreibweise dessen, von dem wir annahmen, es sei der Name unserer geliebten Heiligen. Diese Stadt mit 4.000 Einwohnern im amerikanischen Bibelg?rtel, so dachten wir, war nach der Heiligen von Assisi benannt! ?bergl?cklich waren wir ?berzeugt, eine gute Wahl getroffen zu haben, als wir uns an unsere liebe Chiara wandten.
Ausweichen
Ich eilte auf das Gerichtsgeb?ude zu, in der Hoffnung, die anderen Fahrer zu schlagen, damit ich den Richter um Gnade bitten konnte, aber sofort fuhren die anderen neben uns auf den Parkplatz. Als die Gerichtsschreiberin fragte, wie ich mein Bu?geld bezahlen wolle, sagte ich, dass ich nicht glaube, zu schnell gefahren zu sein, und fragte, ob ich den Richter sprechen k?nne. Obwohl sie ?berrascht war, sagte sie, ich k?nne und nickte einem Mann zu, der an einem Schreibtisch auf der anderen Seite des Raumes sa?. W?hrend er eine lange schwarze Robe von einem nahegelegenen Hutst?nder nahm, winkte die Gerichtsschreiberin uns in Richtung des Gerichtssaals, wo der Mann, den ich gerade gesehen hatte, bereits hinter der Richterbank sa? und die Richterrobe trug.
Er rief die erste ?Raserin? auf. Sie bestand darauf, dass sie nicht zu schnell gefahren war, und zu meiner Freude war der Richter verst?ndnisvoll und stimmte sogar zu, dass Polizisten manchmal Fehler machen und unschuldige Fahrer zu Unrecht einen Strafzettel bekommen. Ich war sehr ermutigt, bis er sagte, dass er trotzdem der Polizeibeamte sei und ich ihm glauben musste. Ihr Bu?geld betrug f?nfundsiebzig Dollar.
Die zweite Angeklagte versuchte den umgekehrten Weg; voll Freundlichkeit erkl?rte sie, der gute Beamte m?sse einen Fehler gemacht haben. Wiederum gab der Richter nach und r?umte ein, dass Polizisten nicht perfekt sind und manchmal sogar die Radarger?te versagen. Aber wieder machte er eine Kehrtwende und erinnerte uns daran, dass der Beamte der ordnungsgem?? ernannte Vertreter des Gesetzes ist. Ihr Strafgeld betrug f?nfundachtzig Dollar.
Ich war der N?chste und begann mit einer Frage. ?Euer Ehren, ist es m?glich, dass ich heute hier f?r nicht schuldig befunden werde." ?Oh nein", sagte er. "Die Gerichtsschreiberin sagte, Sie wollten mit dem Richter sprechen, also h?re ich gerne zu. Aber nein, ich kann Sie nicht f?r nicht schuldig befinden. Daf?r br?uchten wir ein Schwurgerichtsverfahren."
Es stellte sich heraus, dass ich nur die Wahl hatte, auf schuldig zu pl?dieren und meine Geldstrafe zu bezahlen oder auf nicht schuldig zu pl?dieren und meine Geldstrafe zu bezahlen. Ich konnte nicht gehen, ohne die Strafe zu bezahlen. Wenn ich eine Verhandlung wollte, musste ich nach St. Clair zur?ck.
Wenn hoffnungslos verloren
?Meine Frau und ich ziehen im September in diese Gegend", sagte ich ihm. ?Ich bin bereit, f?r eine Gerichtsverhandlung zur?ckzukehren." Sein Gesichtsausdruck verriet mir, dass ich Fortschritte machte. Doch pl?tzlich erhob sich Nancy, w?lbte ihren schwangeren Bauch und rief f?r alle h?rbar: "Oh Schatz, versuch nicht, mit ihm zu argumentieren. Er k?mmert sich nicht um uns. Es ist ihm egal, dass unser Auto eine Panne hatte und wir unser ganzes Geld f?r ein Motelzimmer und die Reparaturkosten ausgegeben haben. Versuche nicht mit ihm zu argumentieren, er will nur unser Geld." So sehr ich auch versuchte, ihr Beklagen zu unterdr?cken, sie fuhr fort.
Als ich mich in der ?berzeugung, die Hoffnung verloren zu haben, wieder dem Richter zuwandte, gab er mir ein Zeichen, mich der Richterbank zu n?hern. Als ich n?her kam, fragte er: ?Sie planen, in diese Gegend zu ziehen?"
?Ja, Euer Ehren. Wir werden im September nach Eureka Springs ziehen."
Er griff unter seine Robe in seine Hosentasche und zog eine Visitenkarte heraus. Er reichte sie mir und sagte: ?Wenn Sie das n?chste Mal an St. Clair vorbeifahren, rufen Sie mich an."
Ich stand da, unsicher, was ich tun sollte. Er gestikulierte, ich solle gehen. Ich verstand immer noch nicht. Er bewegte sich wieder, energischer. Z?gernd verlie?en Nancy und ich langsam den Gerichtssaal.
Als wir uns dem Schalter n?herten, fragte die Gerichtsschreiberin: ?Was hat der Richter gesagt?"
?Er hat mir gesagt, dass ich ihn anrufen soll, wenn wir das n?chste Mal durch die Stadt fahren."
Sie sah ver?rgert aus. ?Wie hoch ist ihr Strafgeld?" fragte sie.
?Er hat mir keins genannt", sagte ich.
Sie sah genauso verwirrt aus, wie ich es gewesen war. ?Das ist noch nie passiert", sagte sie. ?Ich wei? nicht, was ich mit Ihrem Ticket tun soll." Sie schaute uns an: ?Ok, ich denke, Sie k?nnen gehen."
Nancy und ich stiegen ungl?ubig in unser Auto, fassungslos ?ber das, was passiert war.
Aber wir wussten, wem wir zu verdanken hatten. Wenn wir jung und weniger reif im Glauben sind, segnet Gott uns oft mit solch kleinen Zeichen, die unseren Glauben st?rken und uns f?r die Herausforderungen des Lebens bereit machen, die unweigerlich kommen. Nancy und ich empfingen viele kleine Zeichen in diesen fr?hen Tagen mit dem Herrn. Sie ?berzeugten uns, dass Gott sich auch um die kleineren Dinge im Leben k?mmert ? nicht nur um Krebserkrankungen oder Herzinfarkte, nicht nur um die Zwangsversteigerung oder den verlorenen Job. Und Gott gebraucht seine Getreuen, die Heiligen, um Kan?le seiner Gnade zu sein. Wenn wir im Herrn wachsen und unser Glaube reift, sehen wir vielleicht weniger Zeichen, weil diese fr?hen Zeichen ein Fundament soliden Glaubens gelegt haben, das uns bef?higt, "unseren Weg als Glaubende zu gehen, nicht als Schauende (durch Zeichen)? (2. Kor. 5,7).
Aber an jenem Tag vor langer Zeit, in einer Stadt, von der wir sicher waren, dass sie ihren Namen tr?gt, beteten wir, dass Santa Chiara uns helfen w?rde. Und wir haben keinen Zweifel, dass sie es tat. F?nf Monate sp?ter wurde unsere Tochter in einem Krankenhaus in Eureka Springs, Arkansas, geboren. Sie wurde auf den Namen Chiara Faith getauft.
Von: Graziano Marcheschi
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Jun 01, 2021
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Jun 01, 2021
Wer h?tte gedacht, dass eine einfache Familienwanderung mir helfen w?rde, eine lebensver?ndernde Strategie zu entwerfen...
Letztes Jahr wollte mein Sohn, dass wir seinen College-Campus besuchen. Obwohl ich das weitl?ufige Universit?tsgel?nde und die Berge, die es umgeben, schon kannte, hatten sein Vater und seine Geschwister noch nicht das Vergn?gen gehabt. Als Restaurantbetreiber war es f?r uns eine Herausforderung, die f?nfst?ndige Autofahrt und die damit verbundene Abwesenheit zu planen, aber dennoch war ich entschlossen, dies zu erm?glichen. Da wir nicht mehr als eine ?bernachtung einplanen konnten, sagte ich meinem Sohn, er solle das Bestm?gliche aus unserer begrenzten Zeit machen. Er entschied sich f?r eine Familienwanderung.
Wille ?ber K?nnen
Ich gebe zu, dass ich mit 49 Jahren sehr untrainiert bin. Zu meinen regelm??igen ?bungen geh?rt es lediglich, W?schek?rbe zu verschieben, mich zu b?cken, um vereinzelte Socken und vergessene B?cher aufzuheben, und die drei Treppen in unserem Haus zu steigen. Als ich meinen ersten Schritt auf den Pfad setzte, wusste ich, dass es mein Wille sein musste, nicht mein K?nnen, der mich vorw?rts treiben w?rde.
Schnell fiel ich zur?ck, da die anderen eine gr??ere Ausdauer und mehr Puste hatten. Ein paar Meter nach dem Anstieg wurde meine Atmung flach und schwerf?llig, und meine Waden schmerzten von der ungewohnten Beanspruchung der Muskeln. Mir wurde klar, dass ich eine Strategie brauchte, um die Wanderung erfolgreich zu beenden.
Ich beschloss, mich nicht vom gro?en Ganzen einsch?chtern zu lassen und mich stattdessen auf die kleinen Dinge zu konzentrieren. Anstatt an die drei Meilen lange Wanderung zu denken, w?rde ich nur ?ber den n?chsten Schritt nachdenken. Oft macht mich der Gedanke an das gro?e Ganze unruhig, aber die Aufmerksamkeit auf die Details bindet meinen Geist an den gegenw?rtigen Moment. Ich nahm mir vor, jede Beobachtung zu genie?en und nicht in den "Was-w?re-wenn"-Gedanken zu schwelgen. (Was, wenn meine Beine aufgeben? Was, wenn mir die Puste ausgeht? Was, wenn ich nicht mithalten kann? ?)
Die unsichtbare Welt
Bald war mein Geist von der Sch?nheit der Sch?pfung hingerissen ? ich verga? das gro?e Ganze. Ich h?rte das sanfte S?useln des Windes, das Rascheln der Bl?tter und das fr?hliche Geschnatter meiner Kinder. W?hrend ich mich bem?hte, das Tempo zu halten, und meine Lungen sich an die Anstrengung gew?hnten, sp?rte ich die angenehme W?rme auf meiner Haut. Der zarte Gr?nton der noch bl?henden Pflanzen auf den Wiesen fiel mir ins Auge, ebenso wie die kahlen, verdrehten Reben im herbstlichen Bl?tterdach. Mein geistiges Auge ?ffnete sich f?r die unsichtbare Welt ?ber, unter und neben mir. Als ich auf den harten Boden trat, beschwor ich Bilder von Insektenarmeen herauf, die in der N?he marschierten. Ich tr?umte vom Leben der vielen Kreaturen, die unsere Welt bev?lkern: V?gel, die in kahlen B?umen nisten, Nagetiere, die sich unter der Erde vergraben, und unz?hlige K?fer, die klettern, fliegen und krabbeln. Ich dankte dem g?tigen Gott f?r jedes einzelne Lebewesen und jeden Zentimeter der herrlichen Landschaft, in die er mich an diesem Nachmittag gef?hrt hatte.
Strategie gefunden
An einer Stelle hielt ich an, um einen Baumstumpf zu fotografieren, um mich daran zu erinnern, dass der jetzt verfallende Baum Teil von Gottes Plan f?r diesen Berg war. Mit der Zeit wird der Stumpf verschwinden, und seine Spende wird vom Berg selbst absorbiert werden. Als ich meine Kamera auf den sterbenden Baum richtete, bildete sich ein Regenbogen ?ber dem Bild. Ich erinnerte mich an den Bund zwischen Gott und der Menschheit. Ich erinnerte mich daran, dass er bis heute andauert, und ich dankte Gott f?r seine Treue.
Meine Schritte wurden leichter, wenn ich sie nicht z?hlte. Die Reise wurde leicht, als ich das Joch der Was-w?re-wenn-Fragen ablegte und Christus einlud, neben mir zu gehen. Wenn die Versuchung sich aufdr?ngte, zog ich mich n?her an Jesus heran. Anstatt mich von der Herausforderung ?berfordern zu lassen oder sie zu leugnen, sprach ich ein Gebet der Hingabe und vertraute meinen Weg seiner F?rsorge an.
Zu Beginn des Jahres 2021 ist das, was ich auf dieser Bergwanderung gelernt habe, immer noch in vollem Gange. W?hrend sich die Welt von neuem ins Chaos st?rzt, verstehe ich den Wert des gegenw?rtigen Augenblicks. Das Denken in gro?en Zusammenh?ngen ist zwar wichtig, um Richtungen vorzugeben und Ziele zu setzen, aber es kann uns der Sch?nheit, des Friedens und der Gemeinschaft des gegenw?rtigen Augenblicks berauben.
Die Freiheit erwartet uns
H?tte ich mich auf die L?nge der Wanderung und meine unzureichenden F?higkeiten konzentriert, h?tte ich vielleicht ausgesetzt. Stattdessen entdeckte ich eine Schatzkammer der Sch?nheit und des Segens. Anstatt mich mit dem gro?en Ganzen zu besch?ftigen, konzentriere ich mich jetzt auf den gegenw?rtigen Moment. Mit einem geliebten Menschen auf der Couch kuscheln, ein Buch laut lesen, mir eine Tasse Kaffee einschenken und das Aroma einatmen oder einen Freund anrufen und gemeinsam lachen. Ich werde immer aufmerksamer und finde mehr Wege, meine Liebe in die Tat umzusetzen.
Meine einfache Wanderung auf einen Berg f?hrte zu einer neuen Strategie f?r mein Leben: achtsam f?r den gegenw?rtigen Moment zu sein und Dankbarkeit f?r all den Segen, der in ihm liegt, auszudr?cken.
Diese Strategie macht meine Reisen leichter (ob ich nun auf einen Berg wandere, eine t?gliche Aufgabe erledige, ein schweres Kreuz trage oder diese beispiellose Zeit in der Geschichte durchlebe). In der Gegenwart zu leben ist zum Schl?ssel geworden, um die Freiheit zu erschlie?en, eine Freiheit, die niemand unterdr?cken kann. Christus ist im gegenw?rtigen Moment. Lasst uns dort nach ihm suchen, wo wir sicher sind, ihn zu finden.
Von: Tara K. E. Brelinsky
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Mrz 11, 2020
Begegnung
Mrz 11, 2020
Als Katholiken leben wir in schwierigen Zeiten. H?chstwahrscheinlich war es immer schon so. Die Kultur sendet uns Botschaften, die sch?dlich sind f?r unser spirituelles Leben. Wenn wir f?r diese Wahrheit blind geworden sind, jagen wir vermutlich schon diesem weltlichen Erfolg nach, statt jener Heiligkeit nachzujagen, zu welcher uns Gott berufen hat.
Hier sind die weltlichen Ma?st?be f?r Erfolg:
? Ist meine ?u?ere Erscheinung attraktiv?
? Bin ich sexy und modisch gekleidet?
? Esse ich in den vornehmsten Restaurants?
? Wieviel verdiene ich und wie hoch sind meine Ersparnisse?
? Habe ich das beste Haus und den neuesten Luxusschlitten?
? Bin ich in der Arbeit, zu Hause und bei meinen Freunden einflussreich?
? Sind meine Kinder in den besten Schulen eingeschrieben, sodass auch sie leicht zu weltlichem Erfolg gelangen k?nnen?
Gott legt einen anderen Ma?stab vor:
? Liebe ich Gott mit jeder Faser meines K?rpers und meiner Seele?
? Manifestiert sich meine Liebe zu Gott in meiner Liebe zum N?chsten?
? K?mmere ich mich um die spirituellen und materiellen Bed?rfnisse der Anderen und tue ich etwas, um ihnen zu helfen?
? Bin ich zuverl?ssig? Kann man sich auf mich verlassen?
? Bin ich eine rechtschaffene und ehrbare Person? Kann man mir vertrauen und mir glauben?
? Bin ich g?tig und mitf?hlend?
? Bin ich dem?tig und selbstlos oder bin ich stolz und eifers?chtig?
? Vollbringe ich gute Werke und meide ich das B?se?
Im Brief des Apostels Jakobus gibt es eine eindringliche Warnung, die uns daran erinnert, dass, wenn wir den Wegen der Welt folgen ? wenn wir dem materiellen Reichtum nachjagen, ohne R?cksicht auf unsere Verpflichtung, Gott zu lieben und unserem N?chsten zu dienen - dies in unserer Zerst?rung endet. (Jak 5,1-6)
Jesus erinnert uns im Markus-Evangelium, dass sich der Stolz sogar dann einschleichen kann, wenn wir versuchen, Ihm zu dienen. Manchmal versuchen wir, andere davon abzuhalten, Gutes zu tun, damit unsere eigenen Leistungen nicht ?bersehen werden. (Mk 9,38- 41). Er spricht nachdr?cklich ?ber die Notwendigkeit, die Gelegenheit zur S?nde zu meiden:
Wenn dich deine Hand zum B?sen verf?hrt, dann hau sie ab; es ist besser f?r dich, verst?mmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei H?nden in die H?lle zu kommen, in das nie erl?schende Feuer. Und wenn dich dein Fu? zum B?sen verf?hrt, dann hau ihn ab; es ist besser f?r dich, verst?mmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei F??en in die H?lle geworfen zu werden. Und wenn dich dein Auge zum B?sen verf?hrt, dann rei? es aus; es ist besser f?r dich, ein?ugig in das Reich Gottes zu kommen, als mit zwei Augen in die H?lle geworfen zu werden, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt. (Mk 9,43-48)
Praxistipps f?r das Meiden der S?nde und der Jagd nach Heiligkeit
Gott w?nscht sich nur gute Dinge f?r uns. Er hat einen jeden von uns in Seiner G?te erschaffen, um Seine ewige Gl?ckseligkeit in diesem und im kommenden Leben zu genie?en. F?r uns ist es wichtig zu erkennen, von welchen Ma?st?ben unser Benehmen und unsere Handlungen angetrieben werden. Wenn wir nicht ?berpr?fen, wie wir leben und welche Beweggr?nde unserem Handeln zugrunde liegen, werden wir uns sehr wahrscheinlich immer weiter von den Pl?nen Gottes f?r uns entfernen. Hier sind einige einfache, aber hoch effektive Schritte, die uns helfen werden, uns so zu sehen, wie Gott uns sieht und n?tigenfalls korrigierende Ma?nahmen zu setzen, um unsere Umkehr ? weg von der S?nde, hin zu Gott - zu vertiefen.
1. Nimm dir untertags immer wieder Zeit f?rs Gebet
2. Mache eine Gewissensforschung zum Bestandteil deines Abendgebets.
3. Beginne diese Pr?fung deines Gewissen, indem du Gott lobpreist und Ihm f?r Seine G?te dankst. Bitte Gott um die Gabe derWeisheit und um Offenheit f?r das, was Er dir offenbaren m?chte.
4. Stelle fest, auf welche Weise Gott dich seit deiner letzten Gewissenserforschung gesegnet hat.
5. Stelle jene Zeiten und Gelegenheiten seit deiner letzten Gewissenspr?fung fest, in denen du Gottes Willen f?r dein Leben gefolgt bist. Und pr?fe genauso Zeiten und Gelegenheiten, in denen du in deinem Handeln oder Unterlassen gescheitert bist, dem Willen Gottes zu folgen.
6. Identifiziere wiederkehrende Verhaltensmuster. Wo du erfolgreich warst im guten Handeln, dort suche mehr solcher Gelegenheiten, in der Tugend zu leben. Wo du ges?ndigt hast, versuche solche Gelegenheit zu ?ndern oder zu vermeiden.
7. Setze einen Akt der Reue. Beschlie?e, nicht mehr zu s?ndigen. Bitte Gott um die Gnade und die St?rke, dass du dich Ihm ganz ergeben kannst.
Wenn wir so handeln, bauen wir ein ganzes Lager an Reicht?mern f?r das kommende Leben. Jesus hat versprochen, dass Er nicht die kleinste Handlung vergessen wird, die aus Liebe zu Ihm verrichtet worden ist:
?Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr zu Christus geh?rt - amen, ich sage euch: er wird nicht um seinen Lohn kommen.? (Mk 9,41)
M?chtiges Beispiel einer einfachen Heiligen
Die heilige Therese vom Kinde Jesu zeigt uns das st?rkste, aber gleichzeitig einfachste, Beispiel der Nachfolge. Im Karmel von Lisieux gab es eine Nonne, welche die hl.Therese irritierte, und ? wie es auch bei den meisten von uns der Fall w?re ? fand Therese es sehr schwer, zu dieser Nonne liebevoll zu sein. Wo dies m?glich ist, sollen wir die Gelegenheit zur S?nde meiden, aber f?r Therese war es nicht m?glich, diese Nonnen zu meiden ? dies h?tte sie auch nicht mit gutem Gewissen tun k?nnen. W?hrend ihrer t?glichen Gewissenserforschung erkannte sie, dass sie die Dynamik ihrer Begegnungen mit dieser Nonne ?ndern m?sse. Sie l?ste dies so, dass sie begann, wann immer sie dieser Nonne fortan begegnete, diese Nonne unverz?glich und immer so zu behandeln, als ob sie diese mehr als alle anderen Nonnen lieben w?rde.
Ein schlichter und freundlicher Akt und er trug unvorstellbare Fr?chte ? beide Frauen wuchsen in der Liebe und in der Heiligkeit.
Wenn wir nichts f?r unser spirituelles Leben tun, dann werden wir uns ganz leicht der S?nde anschlie?en. Aber wenn wir in Demut anfangen, s?ndige Handlungen durch tugendhafte Handlungen zu ersetzen, werden wir erkennen, dass Heiligkeit viel befriedigender ist als S?nde.
Das ist eine Lektion, die uns alle Heiligen lehren; ein jeder von ihnen lernte es, indem sie Jesus nachfolgten, der den Tod am Kreuz annahm und Sein Leben f?r sie hingab ? genauso wie f?r einen jeden von uns. Wenn wir zum Altar kommen, um unseren Herrn in der Heiligen Kommunion in der Heiligen Messe zu empfangen, k?nnen wir ?ber diese einfachen Wahrheiten nachdenken und Ihn bitten, uns zu helfen, die S?nde zu meiden, indem wir danach streben, nach Seinen Ma?st?ben zu leben und nicht nach den Ma?st?ben dieser Welt.
Von: Diakon Mike Bickerstaff
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