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Im 5.Jahrhundert lebte ein heiliger Pries- ter in Pal?stina namens Susumus. Eines Tages ?berquerte Susumus den Jordan und ging in die W?ste. Damals gab es in der W?ste viele M?nche. Er wollte dort diese alleinlebenden, betenden und karitativen M?nche besuchen. Als er in die W?ste hinein ging, begegnete er einer dunklen Gestalt. Eine durch die sengende Sonne verbrannte menschliche Gestalt. Sogleich versuchte diese Gestalt, vor ihm wegzulaufen. Nach l?ngerer Flucht blieb sie stehen und sagte:
„Von allen respektierter Susumus, wieso verfolgst du mich? Ich bin eine nackte Frau. Meine Kleidung ist bereits so alt, dass sie sich zersetzt hat, wirf mir deinen ?berwurf her. Erst dann kann ich ohne Scham mit dir reden.“
Susumus erschrak „Woher wei? sie meinen Namen?“ Voller Verwunderung und Neugierde warf er ihr seinen ?berwurf zu. So bekleidet wandte sie sich zu ihm. Als er sie zwang, ihre Identit?t preiszugeben, sagte sie:
?Ich bin in einer reichen Familie in Alex- andria geboren und aufgewachsen. Meine Familie war stolz auf meine Sch?nheit und meinen Flei?, aber schon im jugendlichen Alter ?berkam mich die Versuchung der Un- zucht. Um alleine leben zu k?nnen, verlie? ich mein Elternhaus. Um meine sexuellen Bed?rfnisse zu befriedigen, lebte ich 17 Jahre lang wie eine Prostituierte. Einmal habe ich mich auf ein Schiff mit Reisenden eingeschlichen, welches von Alexandria nach Jerusalem unterwegs war. Mein Ziel war es, so viele Reisende wie m?glich zu verf?hren. In Jerusalem ging ich mit den Reisenden in die Kirche auf den Berg Kalmar. An diesem Tag war das Fest der Kreuzerh?hung. Am Tor angekom- men ?berkam mich das Gef?hl, dass mich jemand aufhielt. Ich probierte mehrmals, durch die Menschenmenge hindurch hin- einzukommen, aber ich konnte nicht. Da?wurde ich ganz traurig. Mir kam der Gedanke, dass ich wegen meinen s?ndhaften Taten und meinem s?ndhaften Leben nicht hin- eingehen konnte bzw. durfte. Zum ersten Mal weinte ich ?ber mein verschwendetes Leben. Vor der Statue Mutter Gottes, die nebenan war, kniete ich mich nieder und weinte lautstark. Ich versprach der hei- ligen Maria, nie wieder zu s?ndigen und mein restliches Leben keusch zu bleiben. Anschlie?end konnte ich ohne Umst?nde in die Kirche hineingehen und das Kreuz Gottes, welches von der K?nigin Helena gefunden worden ist, anbeten. Als ich aus der Kirche hinauskam, h?rte ich eine innere Stimme „Rette dich an das Ufer des Jordan!“
So gelangte ich hierher. In dieser Zeit waren B?sche und Beeren meine Nahrung. Die brennende Hitze und der Hunger f?h- rten mich immer wieder in Versuchung, in das Land zur?ckzukehren. Da flehte ich immer wieder um die Hilfe der Heiligen Jungfrau. Mit der Zeit erf?llte mich das Licht Gottes. Durch die innerliche Ruhe und Gottes N?he gelangte ich zur vollkom- menen Zufriedenheit.
Hl. Susumus, komm bitte n?chsten Donnerstag mit der heiligen Kommunion zu mir, denn ich hab die letzten 17 Jahre weder Menschen gesehen noch die heilige Kommunion empfangen.?
Wie verlangt kam der heilige Susumus am folgenden Donnerstag mit der heiligen Kommunion an das Ufer des Jordan. Da trat Maria ans andere Ufer. Sie zeichnete ein Kreuz auf das Wasser und ging anschlie?end ?ber das Wasser zum Hl. Susumus und empfing die heilige Kommunion. Als sie Gott dankte und pries, schwebte sie zwei Fu? ?ber dem Boden. Ganz verbl?fft kniete sich Susumus nieder und betete, aber Maria sagte:“ Knie nicht vor mir nieder, denn du bist ein Priester, ein Auserw?hlter Gottes. Komm n?chstes Jahr zur gleichen Zeit wieder.“ Wieder zeichnete sie ein Kreuz auf das Wasser und ging ?ber das Wasser. Nach einem Jahr kehrte Susumus suchend an dieselbe Stelle wieder zur?ck. Er sah aber nur ihren leblosen K?rper. Neben ihr lag ein Schreiben. Darin stand geschrieben: Bete f?r mich S?nderin und bitte beerdige mich hier an dieser Stelle. Susumus dachte verzweifelt nach, wie er das anstellen sollte, da er nichts bei sich hatte, um ein Loch zu graben. Pl?tzlich stand ein L?we neben ihm. Dieser hatte ein Loch gegraben und sich darin ausgeruht. Der L?we kam aus dem Loch heraus und stellte sich beiseite. So konnte der heilige Susumus den Leichnam beerdigen. Danach ging der L?we fort.
Der heilige Susumus ver?ffentlichte die Geschichte von seiner Begegnung mit Maria. Sie ist die Zuflucht all jener, die sexuellen Versuchungen erlegen sind, sich aber nach Gottes Erbarmen sehnen.
Shalom Tidings
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