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Sep 07, 2020 409 Shalom Tidings

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Die sechste Wunde

?Siehe! Sieh dir die Wunden an! Trete ein in die Wunden! Durch diese Wunden sind wir geheilt. F?hlst du dich verbittert oder traurig, oder sp?rst du, dass das Leben einfach nicht den richtigen Weg geht oder leidest du an einer Krankheit? Schau dorthin! In Stille.?

Mit diesen Worten sagt uns Papst Franziskus, wie tief man durch die f?nf heiligen Wunden Jesu – seine durchbohrten H?nde, F??e und die Seite – geheilt werden kann. Viele Katholiken sind mit der Hingabe an diese f?nf Wunden vertraut. Aber hast du schon von der sechsten Wunde Jesu geh?rt?

Im 12. Jahrhundert fragte ein franz?sischer Abt und Mystiker, der Heilige Bernhard von Clairvaux, Jesus, was sein gr??tes nicht aufgezeichnetes Leiden sei, und der Herr antwortete ihm: ?Ich hatte an meiner Schulter, w?hrend ich mein Kreuz auf dem Leidensweg trug, eine schmerzhafte Wunde, die schmerzhafter war als die anderen und die nicht von den Menschen erw?hnt wird.?

Im 20. Jahrhundert best?tigte ein anderer Heiliger diese sechste Wunde: der Heilige Pio von Pietrelcina. Im Volksmund als lebender Heiliger bekannt, trug er mehr als 50 Jahre lang die Wunden Christi an seinem K?rper. Pater Pio hatte einmal ein interessantes Gespr?ch mit Karol Wojtyla, dem zuk?nftigen hl. Papst Johannes Paul II., bei dem der Priester Wojtyla ihn fragte, welche Wunde seiner Stigmata ihm die gr??ten Schmerzen verursachte, und erwartete, dass Pater Pio sagen w?rde, es sei die Seitenwunde gewesen. Stattdessen antwortete Pater Pio: ?Es ist meine Schulterwunde, von der niemand wei? und die nie geheilt oder behandelt wurde.?

Nach dem Tod von Pater Pio entdeckte Bruder Modestino, der mit der Bestandsaufnahme aller Habseligkeiten des Heiligen beauftragt war, dass eines der Unterhemden von Pater Pio im Bereich der rechten Schulter einen Kreis von Blutflecken aufwies. Noch am selben Abend bat Bruder Modestino Pater Pio im Gebet, ihn ?ber die Bedeutung des blutverschmierten Unterhemdes aufzukl?ren. Er bat um ein Zeichen, dass Pio wirklich die Schulterwunde Christi trug. Bruder Modestino wachte mitten in der Nacht mit einem entsetzlichen Schmerz in der Schulter auf, als w?re er mit einem Messer bis hinein ins Schultergelenk aufgeschnitten worden. Er hatte das Gef?hl, dass er an den Schmerzen sterben w?rde, wenn sie fortbestehen w?rden, aber sie dauerten nur kurze Zeit an. Dann f?llte sich der Raum mit dem Duft eines himmlischen Parf?ms – dem Zeichen der spirituellen Pr?senz von Pater Pio – und er h?rte eine Stimme sagen: ?Das ist es, was ich erleiden musste!?

Bedenken wir dies: Jesus lie? es zu, dass seine F??e an das Kreuz genagelt wurden. Bereitwillig hielt er seine H?nde hin. Und er lie? zu, dass seine Seite aufgerissen wurde. Aber seine Schulter, die das erdr?ckende Gewicht des Kreuzes trug, diese geprellte und blutige Schulter, die nach dem Johannes-Evangelium die Last unserer S?nden ohne jede Hilfe oder Erleichterung trug, diese Schulter blieb w?hrend seines ganzen Todeskampfes bestehen.

Und auch heute ist sie noch verf?gbar, f?r uns und f?r alle, die sie brauchen.

Also: ?Schau dorthin! In Stille?, wie Papst Franziskus vorschl?gt. Schauen wir hin und h?ren wir auf die Stimme Jesu, die uns einl?dt, sich auf seine Schulter zu st?tzen und den Kopf dort ausruhen zu lassen,? um die Liebe zu sp?ren, die es ihm erm?glichte, den entsetzlichsten aller Schmerzen seiner Wunden zu ertragen, um unser aller willen.

Um die Hingabe an die Schulterwunde Christi zu f?rdern, hat der Heilige Bernhard von Clairvaux dieses Gebet an die Schulterwunde Christi verfasst:

O liebreicher Jesus, sanftm?tiges Lamm Gottes!
Ich, ein elender S?nder, gr??e und verehre die Wunde
Deiner Schulter, auf der Du Dein schweres Kreuz getragen hast,
und welches so sehr Dein Fleisch einriss und
Deine Knochen blo?legte, so dass diese Wunde Dir
gr??ere Qualen bereitete als die anderen Wunden
Deines heiligen Leibes. – Ich bete Dich an, oh schmerzen-
beladener Jesus: ich preise und verherrliche Dich und ich
danke Dir f?r diese heilige und so schmerzhafte Wunde,
indem ich Dich bitte, mir armem S?nder durch diesen
qualvollen Schmerz und durch die niederschmetternde
Last Deines schweren Kreuzes gn?dig zu sein und mir all
meine Tods?nden und l?sslichen S?nden zu vergeben und
mich zum Himmel zu f?hren, am Kreuzweg entlang. Amen

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