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Mrz 27, 2021 284 Sister Josephine Garrett

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Begegnung

Der unbezahlbare Schatz

Beginne heute neu und ver?ndere dein Leben f?r immer!

All diese Jahre

Vor kurzem legte ich meine ewigen Gel?bde als Schwester von der Heiligen Familie von Nazareth ab, nach neun Jahren der Ausbildung. Als ich w?hrend der Feier die Kommunion empfangen hatte, ?berkam mich ein tiefes Gef?hl der R?hrung und Dankbarkeit. In diesem Moment war mir, als w?rde Gott mir das Geschenk machen, dass ich ganz pr?sent sein darf f?r alles, was er in den Jahren in mir gewirkt hatte. Alle Gaben und Gnaden aus jedem Gebet, jeder Beichte, jedem Empfang der Eucharistie standen mir vor Augen. Die best?ndige und beharrliche Liebe Gottes lie?en mich nur staunen. W?hrend ich im Gebet kniete, dachte ich dar?ber nach, dass ich sicher eine der unwahrscheinlichsten Kandidatinnen f?r eine Braut Christi war, aber f?r Gott ist nichts unm?glich.

Ich war in Houston, Texas, im baptistischen Glauben aufgewachsen. Mit acht Jahren verlor ich meinen Vater. Er nahm sich das Leben, nachdem er jahrelang mit seiner Sucht gek?mpft hatte. Weil meine Mutter nicht in der Lage war, sich um uns zu k?mmern, wurden meine Br?der und ich von meiner Tante und meinem Onkel adoptiert. In den n?chsten zehn Jahren schenkten sie uns eine Best?ndigkeit und Stabilit?t, die ich vorher nicht gekannt hatte. Ich ging auf gute Schulen, las B?cher, spielte Fu?ball, sang im Kirchen- und Schulchor und durfte in vielerlei Hinsicht ein normales Kind sein.

Mit achtzehn Jahren brachte mich eine Brosch?re ?ber eine Schule in Dallas, Texas f?r ?unabh?ngige Denker? an die University of Dallas, wobei mir die Tatsache v?llig entging, dass es eine katholische Schule war. Einen gro?en Teil meiner vier Jahre auf dem College habe ich mit s?ndigen Verhaltensweisen verschwendet, weil ich den Schmerz meiner alten Wunden bet?uben wollte. Ich hatte keine Ahnung, wie ich mit dem Schmerz des Verlustes umgehen sollte. Zur gleichen Zeit erhielt ich an der University of Dallas eine Gewissensbildung. Ich verbrachte ein Semester in Rom und begegnete dem heiligen Papst Johannes Paul II, den ich sehr liebte. Wenn er ?ber Gott sprach, fand das bei mir einen tiefen Widerhall. Ich trat einem lateinischen Kirchenchor bei und wurde durch das Singen von Hunderten von Messen mit der Heiligen Messe vertrauter.

Erschaffen f?r eine andere Welt

Nach meinem Abschluss bestand mein Leben haupts?chlich aus Arbeit tags?ber und Abh?ngen in Bars mit Freunden am Abend. Irgendwann merkte ich, dass etwas fehlte, denn ?wenn es in mir ein Verlangen gibt, das keine Erfahrung in dieser Welt stillen kann, ist die wahrscheinlichste Erkl?rung, dass ich f?r eine andere Welt geschaffen bin.“ Also, beschloss ich mich um einen tieferen Glauben zu bem?hen. Ich hatte den Wunsch, mehr wie die frommen Frauen zu sein, die mich erzogen hatten. Als es an der Zeit war zu w?hlen, in welche Kirche ich gehen wollte, fand ich zu meiner ?berraschung, dass ich gro?en Hunger nach der Messe hatte. Ich z?gerte jedoch, katholisch zu werden, da es so wenige schwarze Amerikaner in der Kirche gab. Letztendlich brachte mich der Wunsch, Jesus in der Eucharistie zu empfangen, in die Kirche.

Als ich erst einmal katholisch war, war deswegen die Welt noch lange nicht in Ordnung. Ich fr?nte immer noch s?ndigen Verhaltensweisen, mit dem Unterschied, dass ich jetzt st?ndig zur Beichte lief. Ich k?mpfte, sowohl emotional als auch geistlich. Ich brachte mich zwar geistlich fast um (auch k?rperlich, mit einem Gewicht von fast 200 Kilo), erreichte dennoch berufliche H?hen, die ich mir nie ertr?umt hatte. Inmitten meines Schlamassels kehrte ich nach Rom zur?ck und ging zur Beichte und Messe im Petersdom. Der Rat meines Beichtvaters ?einfach anzufangen? hat alles ver?ndert. Innerhalb des Jahres entschied ich mich f?r eine religi?se Berufung, und drei Jahre nach dieser Beichte trat ich als Kandidatin bei den Schwestern von der Heiligen Familie von Nazareth ein.

Eine Liebesaff?re

Elf Jahre nach dieser Beichte sagte ich Ja zu Jesus, auf eine Art, die ich vor elf Jahren nicht f?r m?glich gehalten hatte. Meine Wunden und mein Scham lie?en mich einen allzu h?ufigen Fehler begehen; C.S. Lewis erkl?rt es treffend: ?Wir sind halbherzige Gesch?pfe, die mit Alkohol und Sex und Ehrgeiz herumspielen, w?hrend uns eine grenzenlose Freude angeboten wird; wie ein dummes Kind, das weiterhin Schlammkuchen im Sandkasten backen will, weil es sich nicht vorstellen kann, was ein Urlaub am Meer bedeutet. Wir sind viel zu leicht zufrieden zu stellen.? Ich gab mich nicht nur allzu leicht zufrieden, ich machte auch den Fehler, mein Leben im Licht des Kampfes zu sehen, statt im Licht des Einen, der mich liebt.

W?hrend meines Postulats, gab mir eine Schwester in ihren Siebzigern eine Lektion ?ber das geistliche Leben. Sie sagte: ?Ich liebe mein Alter. Ich m?chte nicht j?nger sein, und ich m?chte nicht zur?ckkehren. Ich habe all diese Jahre mit Jesus. Ich besitze all diese Erfahrungen. Das w?rde ich f?r nichts eintauschen wollen.? Sie hatte sicherlich Verluste und Niederschl?ge erlebt und mit der S?nde gek?mpft. Doch in allem war die best?ndige Liebe zu Jesus zu sehen und das verwandelte ihr Leben in eine Liebesgeschichte mit Jesus, was ein unbezahlbarer Schatz war.

Die Gabe der Tr?nen

Am Tag meiner ewigen Profess hatten meine Tr?nen etwas Trauer in ihnen, vermischt mit einem Gef?hl von Freude und Dankbarkeit. W?hrend meines ganzen Lebens in der ich Verlust, Schmerz, Kampf und S?nde kannte, war auch die Freude unvermeidlich, wegen der aufopfernden Liebe Christi, die heute in der Eucharistie gegenw?rtig ist. Ich habe gelernt, dass das letzte Wort in unseren Geschichten Christus selbst ist. Der heilige Johannes sagt: ?Was von Anfang an war, was wir geh?rt haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere H?nde angefasst haben ? das verk?nden wir?.

Meine Tr?nen an dem Tag meiner ewigen Profess waren ein Zeugnis f?r die best?ndige Liebe Christi, komme was wolle, durch all die Jahre.

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Sister Josephine Garrett

Sister Josephine Garrett is studying to be a Clinical Mental Health Counselor. She served for 10 years as a Vice President in the Home Loans division of Bank of America. In 2005 she entered the Catholic Church, and in 2011 began her formation to be a Religious Sister with the Sisters of the Holy Family of Nazareth. Today Sister Josephine serves in vocations ministry, and also as a speaker for youth and young adult retreats and conferences.

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