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Jan 15, 2020 510 Jeannie Ewing

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Das Heilmittel f?r Einsamkeit

Vor sechs Jahren wurde unsere mittlere Tochter geboren ? ?berraschenderweise mit einer seltenen Erkrankung des Gesichtssch?dels, dem Apert-Syndrom, welches 20 bis 60 Operationen w?hrend des Lebens notwendig macht. Bis zu diesem Tag waren mein Ehemann Ben und ich sehr aktiv in unserer Pfarrgemeinde und waren in verschiedenen sozialen Kreisen unterwegs. Nach diesem Tag jedoch, h?rten die meisten Leute auf, uns zu Events und Versammlungen einzuladen. Das tat weh. Ich f?hlte mich verlassen. Ich realisierte diese abgrundtiefe Leere einer dunklen Einsamkeit.

Es war nicht so, dass ich mich nicht an meinem Glauben festgehalten h?tte, im Gegenteil: ich weinte umso mehr vor Gott. Noch immer hatte ich das Gef?hl, dass die Menschen, die uns am n?chsten standen, eigentlich jetzt an unserer Seite stehen sollten, als wir sie am meisten brauchten. Aber sie verlie?en uns, ohne nachzufragen, oder vorbeizuschauen oder wenigstens eine Nachricht zu schicken.

Von dieser Zeit an begann ich, ?ber die Allgemeing?ltigkeit der Einsamkeit nachzugr?beln und warum sie in unserer Welt so verbreitet ist. Nahezu t?glich las ich von irgendwelchen Selbstmorden, manchmal von jungen Kindern, nicht ?lter als meine Zweitklasslerin, oder von irgendeiner anderen Person, die in den Abgrund der Hoffnungslosigkeit gefallen war. Es sieht so aus, als ob wir heute mehr denn je nach zwischenmenschlichen Kontakten suchen, dies aber ?ber schwierige Wege wie Social Media oder andere digitale Wege tun.

Die hl. Theresa von Kalkutta machte einmal den bekannten Ausspruch, dass die gr??te Armut die Einsamkeit sei. Was kann so eine verheerende Leere heilen? Ich denke oft an Jesus im Garten Gethsemane, wo alle Seine geliebten Freunde eingeschlafen sind, als Er sie am meisten gebraucht h?tte. Er betete, wie auch wir es oft tun, dass Sein himmlischer Vater den Kelch des Leidens von Ihm wegnehmen m?ge. Der Vater erh?rte Sein Gebet, aber nicht so, wie Er es anf?nglich erbeten hatte. Anstatt das Leiden der Einsamkeit wegzunehmen, sandte Gott Ihm einen Engel des Trostes, welcher Jesus in Seinem Leiden beistand.

Auch meine dunkelsten Stunden der Einsamkeit sind begleitet von t?glichen, kleinen Tr?stungen. Diese sind manchmal nicht so leicht zu erkennen, besonders dann, wenn ich schwer entmutigt bin von der t?glichen Last der Arzttermine oder vom Umgang mit Sarahs Gef?hlsausbr?chen und Entwicklungsverz?gerungen, oder wenn ich Streitereien unserer Kinder schlichten muss; aber es gibt diese Tr?stungen reichlich. Unl?ngst stand ich wieder im Kampf mit der Einsamkeit, f?hlte mich von allen missverstanden und wusste nicht, an wen ich mich h?tte wenden k?nnen. Es war wieder ein Arzttermin ausst?ndig und diesmal musste ich alle meine Kinder mitnehmen. Es graute mir davor, verzweifelt rief ich die Muttergottes an, mich und meine M?dels zu begleiten, damit alles reibungslos abl?uft ? nicht so wie letztes Mal, als Veronica im Wartezimmer einen zwanzigmin?tigen Wutanfall bekam. Sie erh?rte mein Gebet. Ich ging heim, machte paar tiefe Atemz?ge und atmetet diese mit einem Lobpreis an Gott durch ? f?r all die kleinen und scheinbar unbedeutenden Hilfen.

Einsamkeit wird nicht notwendigerweise mit dem Balsam der Gesch?ftigkeit geheilt, wie wir vielleicht denken. Ja, wir sind f?r Gemeinschaft gemacht und wir brauchen menschliche Beziehungen. Was zuerst den Schmerz und die Schwere der Einsamkeit niederschl?gt, ist die Abgeschiedenheit mit Gott. Ich denke oft dar?ber nach, wie es im Alten Testament hei?t, dass Gott nicht im Donner oder am Berg oder im Sturm ist, sondern in der Stille, im S?useln. Wir k?nnen Ihn nicht h?ren, wenn wir zu eingenommen sind vom L?rm und dem Wirrwarr um uns herum.

Abgeschiedenheit bedeutet nicht, dass wir allein sind; es bedeutet, dass wir einen geheiligten Raum und Zeit suchen, um mit dem Einen zusammen zu sein, der uns wahren und andauernden inneren Frieden schenken kann.

Abgeschiedenheit heilt Einsamkeit. Ich habe erkannt, dass ich am einsamsten bin, wenn ich weit entfernt von Gott bin. Wenn ich zu Ihm zur?ckkehre im Gebet und in der Stille, wenn ich Ihn mit meinem ganzen Herzen suche, dann entdecke ich, dass Er mich mit Seinem Trost und Seiner Liebe erf?llt. Ich bin nicht mehr l?nger leer, ich verlange nicht mehr danach, dass mein Herz mit menschlichem Trost und Worten der Ermutigung erleichtert wird. Stattdessen heilt Gott liebend und z?rtlich mein Herz und erneuert meinen Geist, sodass ich mit gr??erer St?rke und Hoffnung das Kreuz tragen kann, das Er mir gegeben hat.

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Jeannie Ewing

Jeannie Ewing is a spiritual writer and inspirational speaker. She writes about the hidden value of suffering and even discovering joy in the midst of grief. Jeannie shares her heart as a mom of two girls with special needs in ?Navigating Deep Waters: Meditations for Caregivers? and is the author of ?From Grief to Grace: The Journey from Tragedy to Triumph.? Jeannie was featured on National Public Radio?s Weekend Edition and dozens of other radio shows and podcasts. To know more about her, visit lovealonecreates.com or fromgrief2grace.com . Originally published at www.catholicexchange.com. Reprinted with permission.

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