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Kannst du dir eine Zeit vorstellen, in der sich die Christen heimlich in unterirdischen Katakomben treffen mussten, um die Messe zu h?ren und die heilige Kommunion zu empfangen? So erging es den Christen im dritten Jahrhundert, als sie f?r ihren Glauben in Gef?ngnisse gesteckt und gemartert wurden.
Eines Tages, als der Bischof gerade die Heilige Messe in einer der Katakomben feiern wollte, erhielt er einen Brief von den Gefangenen mit der Bitte, ihnen die heilige Kommunion zu bringen. Sobald die Messe zu Ende war, fragte der Bischof, wer bereit w?re, diese mutige Aufgabe zu ?bernehmen.
Der kleine Junge Tarcisius – ein Messdiener – stand auf und sagte: ?Schickt mich.?? Der Bischof dachte, der Junge sei zu jung, aber Tarcisius ?berzeugte ihn, dass niemand ihn verd?chtigen w?rde, nur weil er so jung war. Alle Christen wussten um die tiefe Liebe, die Tarcisius f?r Jesus in der Eucharistie empfand, und so nahm der Bischof schlie?lich das Angebot des Jungen an.
Tarcisius erhielt einige Hostien, die sorgf?ltig in ein Leinentuch eingewickelt und in ein kleines K?stchen gelegt wurden, das er in seine Tunika ?ber seinem Herzen einwickelte. Als er unterwegs an einer Gruppe seiner Schulkameraden vorbeikam, riefen sie ihn zu einem Spiel auf, aber Tarcisius lehnte ab, weil er es eilig hatte. Als sie sahen, dass er etwas an seine Brust gepresst hielt, wurden sie neugierig und versuchten gemeinsam, ihm die H?nde wegzuziehen.
Einer der Jungen h?rte, wie er ?Jesus? fl?sterte, und er rief den anderen zu: ?Er ist ein Christ!? Er verbirgt dort ein christliches Geheimnis!?
Sie schlugen und traten ihn und begannen, ihn zu Tode zu steinigen, damit er seinen Griff l?se. Als ein vorbeigehender Mann h?rte, dass der Junge ein Christ war, versetzte er ihm einen grausamen Schlag, der ihn zu Boden warf. In diesem Moment zerstreute ein Soldat den Tumult, nahm Tarcisius auf seine Arme und eilte in eine ruhige Gasse.
Tarcisius ?ffnete die Augen und erkannte den Soldaten als einen Christen, den er schon oft in den Katakomben getroffen hatte.
?Ich sterbe?, sagte er, ?aber ich habe meinen Gott vor ihnen bewahrt.?? Und er reichte dem Soldaten seinen kostbaren Schatz, der ihn ehrf?rchtig in seinen Waffenrock steckte. ?Tragt ihn f?r mich ins Gef?ngnis?, sagte Tarcisius, und mit einem leisen Seufzer sank er in die Arme des Soldaten zur?ck.? Seine kleine Seele war bereits bei Gott, f?r den er so bereitwillig sein Leben gegeben hatte. Jesus selbst sagte: ?Niemand hat eine gr??ere Liebe als der, der sein Leben f?r seine Freunde hingibt.?
Der kleine Tarcisius gab sein Leben f?r den Freund der Freunde, Jesus Christus.
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Im 14. Jahrhundert wurden in Siena zwei Schwerverbrecher zu einem brutalen ?ffentlichen Tod verurteilt. Sie wurden in einem Karren durch die Stadt gefahren w?hrend Henker mit gl?henden Zangen an ihren K?rpern rissen. Die Verurteilten zeigten keine Spur von Reue f?r ihre Verbrechen und bespuckten die Menschen, die die Stra?en s?umten, stie?en Fl?che und L?sterungen aus. Sie hatten sich geweigert, mit den Priestern zu sprechen, die angeboten hatten, sie auf den Tod vorzubereiten.
Katharina von Siena besuchte zuf?llige eine Freundin, die an einer der Stra?en wohnte, an der der Karren vorbei fahren musste. W?hrend sie am Fenster stand und die schreckliche Szene beobachtete, war Katharina von Mitgef?hl bewegt. Vor ihrem geistigen Auge sah sie eine Menge D?monen, die darauf warteten, die Verurteilten noch sadistischer in der H?lle zu bestrafen.
Sofort begann sie, f?r die zwei Ungl?cklichen zu beten. ?Mein gn?digster Gott?, sagte sie in ihrer charakteristischen Offenheit. ?Warum verachtest du deine eigenen Gesch?pfe so sehr? Warum l?sst du sie jetzt eine solche Folter erleiden? Und noch schlimmere Folter durch diese h?llischen Geister??
Katharina redete nie um den hei?en Brei herum, auch nicht in Gespr?chen mit Gott.
Zum Erstaunen aller h?rten beide Verurteilten pl?tzlich auf, Fl?che zu schreien und riefen nach einem Priester. Sie weinten und bekannten ihm ihre S?nden. Der gekreuzigte Jesus, behaupteten sie, sei ihnen erschienen, dr?ngte sie zur Bu?e und bot ihnen Vergebung an. Sie erz?hlten der Menge, dass sie erwarteten, mit Christus im Himmel zu sein und dann ergaben sie sich friedlich ihrer Hinrichtung. Diese wundersame Wendung der Ereignisse verwirrte die ganze Stadt, aber Katharinas gute Freundin wusste, dass sie irgendwie eingegriffen hatte. F?r viele Tage nach dieser dramatischen Wendung h?rte man die heilige Katharina von Siena sagen: ?Danke Herr, dass du sie vor einem zweiten Gef?ngnis bewahrt hast.?
Gottes barmherzige Liebe wartet darauf, dass wir uns ihm zuwenden. Egal wie schwer unsere S?nden sind, er sehnt sich danach, uns zu umarmen und uns in seinen ewigen Frieden zu ziehen. Wirst du heute JA zu seinem Ruf sagen, indem du eine gute Beichte mit einem wirklich reuevollen Herzen machst? Gewiss, dir geh?rt das Reich Gottes!
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Hanna Alice Simon wurde blind geboren, doch sie kann mehr sehen als wir. Hier ist eine Geschichte aus ihrem Leben, die dich sicher ber?hren wird
Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und breche bei jeder Kleinigkeit in Tr?nen aus, bis zu dem Tag vor zwei Jahren, als ich in eine Kirche eingeladen wurde, um zu einer Gruppe von Kindern zu sprechen. Ich freute mich ?ber die Gelegenheit, sie zu treffen, und machte mich zuversichtlich auf den Weg. Ich ahnte nicht, was mich erwartete.
Bei meiner Ankunft wurde ich in die Kirche gef?hrt, und ich wartete darauf, dass die Kinder nach dem Mittagessen hereinkamen. Langsam, einer nach dem anderen, kamen sie herein und dr?ngten sich um mich herum. Sie sprachen dar?ber, wie seltsam ich sei, und einige von ihnen nannten mich einen Geist. Es schien, als h?tten sie mir Dinge mit ihren H?nden gezeigt, aber ich wusste nicht, was los war. Als ihre grausamen Worte in mir ankamen, sp?rte ich, dass ich kurz davor war, zusammenzubrechen und zu weinen. Als mir die Tr?nen in den Augen standen, begann ich leise zu beten, aber alles, was ich wollte, war, von diesem Ort wegzulaufen. Ich betete immer noch in meinem Herzen zu Gott: ?Oh Gott… bitte… ich will nicht vor ihnen weinen… bitte hilf mir, stark zu sein…?
Meine Mutter, die das alles beobachtete, sagte mir: ?Hannah… das ist nicht der richtige Zeitpunkt, um zu weinen, und obwohl es nicht der richtige Zeitpunkt ist, w?tend zu werden, solltest du ihnen sagen, dass das, was sie getan haben, falsch ist. Sie sollten das keinem anderen Menschen antun. Du solltest ihnen das sagen.?
?ngstlich stand ich den Kindern gegen?ber, die mich beleidigt hatten, und pl?tzlich legte Gott mir die richtigen Worte auf die Lippen. Ich sagte ihnen: ?Ihr k?nnt mich seltsam nennen, aber ich bin es nicht. Ich bin etwas Besonderes. Ich bin etwas Besonderes f?r Gott. Ich bin von ihm geliebt. Wenn ihr das n?chste Mal einen Menschen seht, den ihr f?r anders oder seltsam haltet, geht auf ihn zu und sagt ihm: Du bist etwas Besonderes, und daf?r liebe ich dich.?
An diesem Tag wirkte Gott ein Wunder an mir und an dieser Gruppe von Kindern. Nachdem ich meine Rede beendet hatte, kamen alle auf mich zu, und die Kinder, die mich beleidigt hatten, entschuldigten sich, aber das war noch nicht das Beste. Mitten in der Menge stand ein anderes M?dchen, j?nger als ich, das auch eine Behinderung hatte. Sie kam auf mich zu und sagte: ?Obwohl ich in der Schule oft geh?nselt werde, hat mich das, was Sie heute gesagt haben, gest?rkt. Ich habe erkannt, dass auch ich etwas Besonderes bin.“ Da wurde mir klar, warum Gott es zugelassen hatte, dass ich all diese Beleidigungen ertragen musste. Meine Bestimmung war es, dieser einen Person in der Menge, die es ben?tigte, Kraft zu geben.
Im Buch Genesis 12,2 hei?t es: ?Ich werde dich zu einem gro?en Volk machen, dich segnen und deinen Namen gro? machen. Ein Segen sollst du sein.? Wirf also deinen Kummer und deine ?ngste auf Gott. Auch wenn die ganze Welt gegen dich ist und es keinen einzigen Menschen gibt, der dich liebt… auch wenn dein Tag so dunkel wie die Nacht ist, sei gewiss, dass es einen Gott gibt, der sich um dich k?mmert… der dich mehr liebt als alles und jeden auf der Welt. Sei dir bewusst, dass du von Gott gewollt bist, dass du f?r ihn wertvoll bist. Du bist ein Segen!
AUSZUG aus dem Vortrag von Hanna Alice Simon f?r das Shalom World Programm „Triumph“. Um die Episode zu sehen, besuchen Sie: shalomworld.org/episode/triumph
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Ein Exklusivinterview mit Antonia Salzano, der Mutter des seligen Carlo Acutis, von Graziano Marcheschi, dem Redakteur von Shalom Tidings
Im zarten Alter von sieben Jahren schrieb er: ?Mein Lebensplan ist es, immer in der N?he von Jesus zu sein.?
Dann, mit nur 15 Jahren, ging er heim zum Herrn, den er sein ganzes kurzes Leben lang geliebt hatte. Dazwischen liegt die erstaunliche Geschichte eines ganz gew?hnlichen Jungen.
Gew?hnlich deshalb, weil er weder ein herausragender Sportler noch ein gutaussehender Filmstar war, nicht einmal ein Wunderkind, das mehrere Klassen ?bersprang. Sondern er war ein nettes Kind, ein gutes Kind. Gewiss, sehr intelligent: Mit neun Jahren las er Hochschullehrb?cher, um sich das Programmieren von Computern selbst beizubringen. Aber er gewann weder Preise noch war er ein Influencer auf Twitter. Nur wenige au?erhalb seines Umfelds kannten ihn – ein Einzelkind, das mit seinen Eltern in Norditalien lebte, zur Schule ging, Sport trieb, seine Freunde traf und wusste, wie man mit einem Joystick umgeht.
Unauff?llig, aber au?ergew?hnlich
Schon als kleines Kind verliebte er sich in Gott, und von da an lebte er zielgerichtet und mit einem Hunger nach Gott, wie ihn nur wenige versp?ren. Als er diese Welt verlie?, hatte er ihr einen unausl?schlichen Stempel aufgedr?ckt. Er war immer ein Junge auf Mission und verschwendete keine Zeit. Wenn Menschen nicht sehen konnten, was er sah, half er ihnen die Augen zu ?ffnen, selbst seiner eigenen Mutter.
?ber Zoom f?hrte ich dieses Interview mit seiner Mutter Antonia Salzano und bat sie, seinen Hunger nach Gott zu erkl?ren, den sogar Papst Franziskus als ?fr?hreifen Hunger? bezeichnete:
?Das ist ein Geheimnis f?r mich?, sagt sie. ?Aber viele Heilige hatten von klein auf eine besondere Beziehung zu Gott, auch wenn ihre Familie nicht gl?ubig war.? Carlos Mutter spricht offen dar?ber, dass sie in ihrem Leben erst dreimal in der Messe gewesen war, bevor Carlo sie dorthin schleppte, als er dreieinhalb Jahre alt war. Als Tochter eines Verlegers war sie von K?nstlern, Schriftstellern und Journalisten gepr?gt, nicht von P?psten oder Heiligen. Sie hatte kein Interesse an Glaubensfragen und sagt heute, dass sie dazu bestimmt war, eher ein ?Bock? als ein ?Schaf? zu werden. Aber dann kam dieser wunderbare Junge, der ?immer vorauseilte – er sprach sein erstes Wort mit drei Monaten, begann mit f?nf Monaten zu sprechen und mit vier Jahren zu schreiben.? Und in Glaubensfragen war er sogar den meisten Erwachsenen voraus.
Mit drei Jahren begann er, Fragen zu stellen, die seine Mutter nicht beantworten konnte – viele Fragen ?ber die Sakramente, die Heilige Dreifaltigkeit, die Erbs?nde und die Auferstehung. ?Das hat mir zu schaffen gemacht?, sagt Antonia, ?denn ich war selbst so unwissend wie ein dreij?hriges Kind.? Sein polnisches Kinderm?dchen war besser in der Lage, Carlos Fragen zu beantworten und sprach mit ihm oft ?ber den Glauben. Aber die Unf?higkeit und Unwissenheit seiner Mutter, so Antonia, ?hat meine Autorit?t als Elternteil in Frage gestellt.? Carlo wollte sich an Andachten beteiligen, die sie nie praktiziert hatte – die Heiligen verehren, Blumen vor der Heiligen Jungfrau niederlegen, Stunden in der Kirche vor dem Kreuz und dem Tabernakel verbringen. Sie war ratlos, wie sie mit der fr?hreifen Spiritualit?t ihres Sohnes umgehen sollte.
Der Beginn einer Reise
Der pl?tzliche Tod ihres Vaters an einem Herzinfarkt veranlasste Antonia, sich selbst mit Fragen ?ber das Leben nach dem Tod zu besch?ftigen. Pater Ilio, ein alter heiligm??iger Priester, der als Pater Pio von Bologna bekannt ist und den sie durch einen Freund kennenlernte, brachte sie auf einen Glaubensweg, auf dem Carlo ihr wichtigster F?hrer werden sollte. Nachdem er ihr in einer Beichte alle S?nden ihres Lebens aufgez?hlt hatte, prophezeite Pater Ilio, dass Carlo eine besondere Mission habe, die f?r die Kirche von gro?er Bedeutung sein w?rde.
Schlie?lich begann sie ein Theologiestudium, aber es war Carlo, dem sie ihre ?Bekehrung? zuschreibt und den sie ihren ?Lebensretter? nennt. Durch Carlo erkannte sie das Wunder, das bei jeder Heiligen Messe geschieht. ?Durch Carlo habe ich verstanden, dass das Brot und der Wein die wirkliche Gegenwart Gottes unter uns sind. Das war eine fantastische Entdeckung f?r mich?, sagt sie. Seine Liebe zu Gott und seine Wertsch?tzung f?r die Eucharistie waren offensichtlich. ?Das Besondere an Carlo war, dass er Zeugnis gab?, sagt sie, ?…immer gl?cklich, immer l?chelnd, nie traurig. `Traurigkeit bedeutet, nach innen auf sich selbst zu schauen?, w?rde Carlo sagen, `Gl?ck ist, nach au?en auf Gott zu schauen?.? Carlo erkannte Gott in seinen Klassenkameraden und in jedem, den er traf. ?Weil er sich dieser Gegenwart bewusst war, gab er Zeugnis von dieser Gegenwart?, sagt sie.
T?glich von der Eucharistie und der Anbetung gen?hrt, suchte Carlo die Obdachlosen auf und brachte ihnen Decken und Essen. Er verteidigte Mitsch?ler, die schikaniert wurden, und half denen, die Hilfe bei den Hausaufgaben brauchten. Sein einziges Ziel war es, ??ber Gott zu sprechen und anderen zu helfen, Gott n?her zu kommen.?
Nutze den Tag!
Vielleicht weil er wusste, dass sein Leben kurz war, nutzte Carlo die Zeit gut. ?Als Jesus kam?, so Antonia, ?hat er uns gezeigt, wie man die Zeit nicht verschwendet. Jede Sekunde seines Lebens diente der Verherrlichung Gottes.? Carlo verstand das gut und betonte, wie wichtig es sei, im Jetzt zu leben. ?Carpe diem!? (Nutze den Tag!) dr?ngte er, ?Denn jede verschwendete Minute ist eine Minute weniger, um Gott zu verherrlichen.? Aus diesem Grund beschr?nkte sich dieser Teenager auf eine Stunde Videospiele pro Woche!
Die Anziehungskraft, die viele, die ?ber ihn lesen, sofort f?r Carlo empfinden, pr?gte sein ganzes Leben. ?Seit er ein kleiner Junge war, f?hlten sich die Menschen zu ihm hingezogen – nicht, weil er ein niedliches Aussehen hatte, sondern wegen dem, was in ihm steckte?, sagt seine Mutter. ?Er hatte eine au?ergew?hnliche Art, mit Menschen eine Beziehung herzustellen.?
Auch in der Schule war er beliebt. ?Den Jesuitenpatres ist das aufgefallen?, sagt sie. Seine Klassenkameraden waren wettbewerbsorientierte Kinder aus der Oberschicht, die auf Leistung und Erfolg aus waren. ?Nat?rlich gab es viel Eifersucht unter den Klassenkameraden, aber bei Carlo war das nicht der Fall. Mit seinem L?cheln und der Reinheit seines Herzens eroberte er alle. Er hatte die F?higkeit, die Herzen der Menschen zu entflammen, ihre kalten Herzen warm zu machen.?
?Sein Geheimnis war Jesus. Er war so sehr erf?llt von Jesus – t?gliche Messe, Anbetung vor oder nach der Messe, Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens – dass er sein Leben mit Jesus, f?r Jesus und in Jesus lebte.
Ein Vorgeschmack des Himmels
?Carlo sp?rte wirklich die Gegenwart Gottes in seinem Leben?, sagt seine Mutter, ?und das ver?nderte die Art und Weise, wie die Menschen ihn ansahen, v?llig. Sie verstanden, dass er etwas Besonderes war.?
Fremde, Lehrer, Klassenkameraden, ein heiliger Priester – sie alle erkannten etwas Einzigartiges in diesem Jungen. Und diese Einzigartigkeit zeigte sich vor allem in seiner Liebe zur Eucharistie. ?Je mehr wir die Eucharistie empfangen?, sagte er, ?desto mehr werden wir Jesus ?hnlich, so dass wir auf der Erde einen Vorgeschmack auf den Himmel haben werden.? Sein ganzes Leben lang blickte er Richtung Himmel, und die Eucharistie war seine ?Autobahn zum Himmel… das ?bernat?rlichste, was wir haben?, wie er sagte. Von Carlo lernte Antonia, dass die Eucharistie eine geistliche Nahrung ist, die unsere F?higkeit zur Gottes- und N?chstenliebe f?rdert, und uns hilft, in der Heiligkeit zu wachsen. Carlo pflegte zu sagen: ?Wenn wir in die Sonne schauen, werden wir braun, aber wenn wir vor Jesus in der Eucharistie stehen, werden wir heilig.?
Eine von Carlos bekanntesten Errungenschaften ist seine Website, die eucharistische Wunder im Laufe der Geschichte dokumentiert. Eine Ausstellung, die auf der Grundlage dieser Website entwickelt wurde, reist weiterhin durch die Welt, von Europa bis Japan, von den USA bis China. Neben der erstaunlichen Anzahl von Besuchern wurden zahlreiche Wunder dokumentiert, das Bedeutendste davon ist, dass durch die Ausstellung viele Menschen zu den Sakramenten und zur Eucharistie zur?ckgefunden haben.
Prozess der Subtraktion
Carlo wird seliggesprochen und seine Heiligsprechung ist gesichert, wenn ein zweites Wunder nachgewiesen werden kann. Antonia weist jedoch darauf hin, dass Carlo nicht aufgrund von Wundern heiliggesprochen wird, sondern aufgrund seines heiligen Lebens. Die Heiligkeit wird durch das Zeugnis seines Lebens bestimmt, dadurch, wie gut er die Tugenden gelebt hat – Glaube, Hoffnung, N?chstenliebe, Klugheit, Gerechtigkeit, M??igung und Tapferkeit. Die Tugenden heroisch zu leben – was der Katechismus der Katholischen Kirche als ?eine gewohnheitsm??ige und feste Bereitschaft, das Gute zu tun? definiert – macht einen Menschen zu einem Heiligen.
Und genau das war es, was Carlo anstrebte. Er neigte dazu, zu viel zu reden, also bem?hte er sich, weniger zu reden. Wenn er merkte, dass er zu viel a?, bem?hte er sich, weniger zu essen. Jeden Abend pr?fte er sein Gewissen, wie er Freunde, Lehrer und Eltern behandelt hatte. ?Er verstand?, so seine Mutter, ?dass Umkehr nicht ein Prozess der Addition, sondern der Subtraktion ist.? Eine tiefe Einsicht f?r einen so jungen Menschen. Und so arbeitete Carlo sogar daran, jede Spur einer l?sslichen S?nde aus seinem Leben zu tilgen. ?Nicht ich, sondern Gott?, w?rde er sagen. ?Es muss weniger von mir da sein, damit ich mehr Platz f?r Gott habe.?
Dieses Bem?hen machte ihm bewusst, dass der gr??te Kampf mit uns selbst gef?hrt werden muss. Eines seiner bekanntesten Zitate lautet: ?Was n?tzt es, wenn du tausend Schlachten gewinnst, wenn du nicht gegen deine eigenen verdorbenen Leidenschaften gewinnen kannst?? Dieses Bem?hen, ?die Fehler zu ?berwinden, die uns geistig schw?chen?, so Antonia, ?ist das Herz der Heiligkeit.? So jung er auch war, Carlo wusste, dass die Heiligkeit ?in unserem Bem?hen liegt, den verdorbenen Instinkten zu widerstehen, die wir aufgrund der Erbs?nde in uns tragen.?
Eine ersch?tternde Einsicht
Nat?rlich war der Verlust ihres einzigen Kindes ein gro?es Kreuz f?r Antonia. Aber gl?cklicherweise hatte sie zum Zeitpunkt seines Todes bereits zu ihrem Glauben zur?ckgefunden und gelernt, dass ?der Tod ein ?bergang zum wahren Leben ist?. Trotz des Schocks, dass sie wusste, dass sie Carlo verlieren w?rde, waren es Worte aus dem Buch Hiob, die w?hrend seiner Zeit im Krankenhaus in ihr widerhallten: ?Der Herr hat gegeben und der Herr hat genommen. Gepriesen sei der Name des Herrn.? (Hiob 1,21)
Nach seinem Tod entdeckte Antonia ein Video, das Carlo von sich selbst auf seinem Computer gemacht hatte. Obwohl er damals nichts von seiner Leuk?mie wusste, sagte er in dem Video, dass er sterben wird, wenn sein Gewicht auf siebzig Kilo sinkt. Irgendwie wusste er das. Dennoch l?chelt er und blickt mit erhobenen Armen in den Himmel. Im Krankenhaus offenbarte sich hinter seiner Freude und Friedlichkeit eine erschreckende Erkenntnis: ?Denkt daran?, sagte er zu seiner Mutter, ?ich werde dieses Krankenhaus nicht lebend verlassen, aber ich werde euch viele, viele Zeichen schicken.?
Und Zeichen hat er gegeben – eine Frau, die bei seiner Beerdigung zu Carlo gebetet hatte, wurde ohne Chemotherapie von Brustkrebs geheilt. Eine 44-j?hrige Frau, die nie ein Kind bekommen hatte, betete bei der Beerdigung und war einen Monat sp?ter schwanger. Es hat viele Bekehrungen gegeben, aber das vielleicht bemerkenswerteste Wunder ?ist das f?r die Mutter?, sagt Antonia. Jahrelang hatte Antonia nach Carlos Geburt versucht, weitere Kinder zu bekommen, aber ohne Erfolg. Nach seinem Tod erschien ihr Carlo in einem Traum und sagte ihr, dass sie wieder schwanger werden w?rde. Im Alter von 44 Jahren, am vierten Jahrestag seines Todes, brachte sie Zwillinge zur Welt – Francesca und Michele. Wie ihr Bruder besuchen beide t?glich die Messe, beten den Rosenkranz und hoffen, eines Tages die Mission ihres Bruders fortzusetzen.
Als seine ?rzte ihn fragten, ob er Schmerzen habe, antwortete Carlo: ?Es gibt Menschen, die viel mehr leiden als ich. Ich opfere mein Leiden f?r den Herrn, den Papst (Benedikt XVI.) und die Kirche auf?. Carlo starb nur drei Tage nach seiner Diagnose. Mit seinen letzten Worten erkl?rte Carlo, dass ?ich gl?cklich sterbe, weil ich keine Minute meines Lebens mit Dingen vergeudet habe, die Gott nicht gefallen.?
Nat?rlich vermisst Antonia ihren Sohn. ?Die L?cke, die er hinterlassen hat, tut weh?, sagte sie, ?aber in gewisser Weise f?hle ich Carlo viel n?her als fr?her. Ich sp?re ihn auf eine besondere Weise – spirituell. Und ich sp?re auch seine Inspiration. Ich sehe die Fr?chte, die sein Beispiel bei jungen Menschen tr?gt. Das ist ein gro?er Trost f?r mich. Durch Carlo schafft Gott ein Meisterwerk, und das ist sehr wichtig, besonders in diesen dunklen Zeiten, in denen der Glaube der Menschen so schwach ist und Gott in unserem Leben ?berfl?ssig zu sein scheint. Ich denke, Carlo macht einen sehr guten Job.?
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Dieselbe Sache, die mich von der Kirche abgebracht hat, hat mich auch wieder zu ihr zur?ckgef?hrt!
Geboren und aufgewachsen in Philadelphia, besuchte ich wie die meisten meiner Freunde eine katholische Schule. Unsere Familie besuchte die Messe nur an Weihnachten und Ostern. In der Schule lernte ich etwas ?ber die Sakramente, aber meistens lernte ich die richtigen Antworten f?r den Test nur auswendig. Ich war ein gutes Kind. Ich hatte mit keinen schweren S?nden zu k?mpfen. Meine Freunde machten sich dar?ber lustig, dass ich wahrscheinlich Nonne werde, weil ich so ein Tugendbold war. Aber ich hatte keinen guten Draht zu meinem Glauben. Und nach einer schlimmen Erfahrung bei der Beichte in der vierten Klasse beschloss ich, nie wieder hinzugehen.
Nach der Schule arbeitete ich als Kellnerin im Olive Garden. Einer meiner Kollegen war ein unglaublich gut aussehender Mann namens Keith. Keith, ein talentierter Musiker und ?berzeugter Christ, lud mich in seine nicht konfessionelle Kirche ein, und ich war begeistert. Wir gingen oft zusammen hin, aber schon bald nahm Keith eine Stelle als Jugendpastor in seinem Heimatstaat Iowa an. Wir vermissten uns schrecklich, also folgte ich ihm. Wir heirateten 1996, und alles war perfekt: Keith liebte seine Arbeit in der Kirche, die Gemeinde k?mmerte sich wunderbar um uns, wir hatten drei wunderbare Kinder, und ich liebte es, dass wir eine Pastorenfamilie waren. Wir dienten dort und in einer Handvoll anderer Kirchen zwei Jahrzehnte lang. Der Dienst hatte seine H?hen und Tiefen, aber wir liebten ihn.
Der Wendepunkt
Dann, nach 22 Jahren als Pastor, verk?ndete Keith eines Tages: ?Ich glaube Gott ruft mich, meinen Job zu k?ndigen und zum Katholizismus zu konvertieren.? Ich war schockiert, auch als ich erfuhr, dass er insgeheim schon lange ?ber den Katholizismus nachdachte. Er hatte B?cher dar?ber gelesen und mit Priestern und katholischen Freunden ?ber den Glauben diskutiert. Was er ?ber die Kirchenv?ter, die Sakramente und das Papsttum herausgefunden hatte, hatte ihn bis ins Mark ersch?ttert, aber er hatte weitergemacht. Ich mochte seine neue Begeisterung, doch ich war nicht interessiert und glaubte nicht, dass er es durchziehen w?rde. Der Keith, den ich kannte, w?rde auf keinen Fall zu der stumpfen und leblosen Religion konvertieren, mit der ich aufgewachsen war. Je mehr ich bemerkte, wie Keith strahlte, wenn er von Konvertierung sprach, desto mehr geriet ich in Panik. Die Kinder wurden ?lter und waren in Kirchen aufgewachsen, die sie liebten; selbst wenn wir es wollten, konnten wir sie nicht zur Konversion zwingen. ?Es kann nicht Gottes Wille sein, dass sich unsere Familie spaltet?, dachte ich…
Wie k?nnte ich zu dem zur?ckkehren, was mir als Kind so wenig bedeutet hatte, zumal mein neuer protestantischer Glaube mich erf?llte. Ich w?rde mich mit Dingen wie der Beichte auseinandersetzen m?ssen – etwas, das ich nie wieder tun wollte. Insgeheim hoffte ich, dass es nur eine Phase war, die Keith bald ?berstanden h?tte. Der Wendepunkt kam f?r Keith nach einem katholischen Apologetik-Vortrag, bei dem er sp?rte, dass Gott direkt zu ihm sprach. Er kam nach Hause und sagte: ?Das war’s, ich mache es. Ich konvertiere. Ich wei? nicht, wovon wir leben werden, aber ich bin sicher, dass Gott mich dazu beruft; wir werden es herausfinden?. Am n?chsten Tag teilte er seiner Kirche den Austritt mit. Nun musste ich entscheiden, was ich tun sollte.
Nach monatelangem Gebet folgte ich Keith schlie?lich in die katholische Kirche. Ich hatte das Gef?hl, dass es f?r unsere Kinder das Beste w?re, wenn ihre Mutter dem Glauben ihres Vaters folgte, aber sie entschieden sich, in ihren protestantischen Kirchen zu bleiben. Es war aufregend zu sehen, wie leidenschaftlich Keith seinen ?bertritt vollzog, f?r mich hingegen war es schwieriger als gedacht. Etwa drei Monate lang weinte ich bei jeder Messe. Unsere Familie hatte in den letzten 22 Jahren gemeinsam Gottesdienst gefeiert. Jetzt waren wir schmerzhaft getrennt. Au?erdem ?rgerte ich mich dar?ber, dass Keith seine Gaben nicht f?r den Dienst in der katholischen Kirche einsetzte. Da Gott ihm aufgetragen hatte seinen Job zu k?ndigen, erwartete ich mir, dass dort ein unglaublicher Dienst auf ihn warten w?rde. Ich glaubte, dass Gott einen Plan f?r Keith hatte, aber was war das? Keith war zufrieden damit, die Messe zu besuchen und alles in sich aufzusaugen, aber ich wollte sehen, wie Gott ihn auf eine neue Weise gebrauchen w?rde.
Eine wunderbare Reise
Nach ein paar Monaten des Gottesdienstbesuchs wurde ich offener f?r den Glauben. Ich begann Fragen zu stellen und zu lernen, warum wir tun, was wir tun. Ich begann, mein Herz f?r die Messe zu ?ffnen und sie zu lieben. Die Menschen in unserer Gemeinde waren wunderbare Beispiele daf?r, was es hei?t, katholisch zu sein. Ich liebte die vom Wort Gottes erf?llte Messe, den Weihrauch, das Weihwasser und die Sakramente. Ich liebte die Andachten und nat?rlich die Eucharistie. H?tte ich als Kind mehr ?ber die Eucharistie gelernt, w?re ich nicht so leicht davongekommen.
Im Sommer nach unserer Bekehrung lud uns ein Freund ein, nach Medjugorje zu fahren. Keith war Jahre zuvor dort gewesen und hatte eine wunderbare Erfahrung gemacht. Wir freuten uns beide darauf, vor allem als wir merkten, dass wir am ersten Jahrestag von Keiths Eintritt in die katholische Kirche dort sein w?rden. Was f?r eine gro?artige Art zu feiern. Mir wurde klar, dass wir so sehr mit dem Leben, der Arbeit und der Familie besch?ftigt waren, dass wir vielleicht nichts von Gott ?ber die Zukunft geh?rt hatten, weil wir uns nicht die Zeit genommen hatten, innezuhalten und zuzuh?ren. ?Vielleicht wird Gott in Medjugorje zu uns ?ber seinen Plan f?r unser Leben sprechen?, dachte ich. Die Wallfahrt war eine starke Erfahrung, aber ich h?rte nicht, dass Gott zu mir ?ber unsere Zukunft sprach. Ich begann ungeduldig und frustriert zu werden.
Bevor es zu sp?t ist
Am letzten Tag gingen wir zur Messe, zum Rosenkranz, zur Anbetung und zu allem, was sonst noch angeboten wurde. Wir wollten nichts verpassen. W?hrend der Anbetung betete ich: ?Gott, bitte sprich zu mir.? Ich sp?rte, dass Gott sagte: ?Geh zur Beichte.? ?Nein, Gott, bitte sprich direkt zu mir. Es ist unsere letzte Nacht. Bitte sag mir, was ich tun soll.? Er antwortete: ?Geh zur Beichte.? Ich diskutierte mit Gott: ?Wei?t du, wie viele Leute f?r die Beichte anstehen? Ich werde nie drankommen!?
In Medjugorje ist die Beichte eine gro?e Sache. Auch wenn es Dutzende von Priestern gibt, die die Beichte in vielen Sprachen abnehmen, k?nnen die Schlangen sehr lang sein. Jedes Mal, wenn wir vorbeikamen, wimmelte es auf dem Beichtplatz im Freien von Menschen. ?Tut mir Leid, Gott, wenn du mir das fr?her in der Woche gesagt h?ttest, w?re ich hingegangen, aber ich m?chte an unserem letzten Abend hier nichts verpassen?, schloss ich. Im Nachhinein k?nnte ich schw?ren, dass Gott mit den Augen gerollt hat.
Nach der Anbetung, w?hrend wir auf unsere Freunde warteten, schaute ich auf die Beichtschlange und versuchte zu entscheiden, was ich tun sollte. Ein Freund aus unserer Gruppe kam her?ber, sah mich an und sagte nur ein Wort: ?Pizza.? Ich sprang auf und rief: ?Ja, lasst uns gehen.? Wir am?sierten uns pr?chtig, und nachdem ich mich vollgestopft hatte, fiel mir ein, dass ich vielleicht einen gro?en Fehler gemacht hatte. ?Vielleicht h?tte ich versuchen sollen, zur Beichte zu gehen?, dachte ich. ?Ich glaube, Gott hat zu mir gesprochen, und ich war ungehorsam. Was soll ich jetzt tun? Es k?nnte zu sp?t sein.? Ich begann mich schuldig zu f?hlen.
Ich fragte Greg nach meinen Chancen, zur Beichte zu gehen. ?Es ist schon nach 21 Uhr?, sagte er, ?es wird nicht leicht sein, einen Priester zu finden, der noch da ist (vor allem einen englischsprachigen).? Ich beschloss, es zu versuchen. Wir gingen einen Block zum Beichtstuhl im Freien und fanden ihn leer und dunkel vor. Als wir um die Ecke bogen, sahen wir in der Ferne einen Priester neben einem Schild mit der Aufschrift ?English? sitzen. Ich konnte es nicht glauben. Als ich mich ihm n?herte, sagte er: ?Ich habe auf dich gewartet.?
Eine Botschaft von Gott
Ich setzte mich hin und begann mit meiner Beichte. ?Ich sollte Ihnen sagen?, begann ich, ?dass ich Probleme mit der Beichte hatte. Alle meine anderen Beichten waren halbherzig und nur aus Pflichtgef?hl gemacht. Ich habe das Gef?hl, dass Gott mir gesagt hat, ich solle heute Abend hierher kommen, also betrachte ich dies als meine erste Beichte.? Dann habe ich mein Herz ausgesch?ttet. Es dauerte sehr lange. Ich weinte, und obwohl ich das Gef?hl hatte, dass ich Jesus meine S?nden im Laufe der Jahre gebeichtet hatte, war es doch etwas Besonderes, sie laut vor einem Priester auszusprechen. Ich hatte M?he, manche Worte herauszubekommen, aber ich tat mein Bestes.
Als ich fertig war, sagte er: ?Deine S?nden sind dir vergeben.? Dann sagte er: ?Ich kann sehen, dass du deine S?nden aufrichtig bereust, aber das ist nicht der einzige Grund, warum du hier bist. Du bist hier, weil es dein letzter Abend in Medjugorje ist (das habe ich ihm nicht gesagt!) und du schon lange von Gott frustriert bist. Du wolltest, dass Er auf dieser Reise zu dir spricht, und du hast das Gef?hl, dass Er es nicht getan hat. (Auch das habe ich ihm nicht gesagt!)?
?Hier ist die Botschaft Gottes an dich?, sagte der Priester. ?Sei geduldig, mach weiter mit dem, was du tust, und vertraue auf mich.? Ich fing an zu weinen und dann zu lachen, weil ich so von Freude erf?llt war. Ich umarmte ihn und dankte ihm, dass er auf mich gewartet hatte. Ich konnte es kaum erwarten, Keith zu erz?hlen, was der Priester mir gesagt hatte. Uns wurde klar, dass es einen Grund gab, warum wir an Keiths Jahrestag, an dem er katholisch wurde, in Medjugorje waren. Es gab einen Grund daf?r, dass Gott Keith in diesem ersten Jahr nicht allzu viel tun lie?. Wir mussten geduldig und treu sein lernen. Und kurz nach seiner R?ckkehr begannen sich f?r Keith T?ren zu ?ffnen, um seinen Weg zum katholischen Glauben mit anderen teilen zu k?nnen.
Zum Beispiel hat Keith seit Beginn der Pandemie jeden Nachmittag einen Rosenkranz live auf YouTube gestreamt. Das macht er jetzt seit fast zwei Jahren jeden Tag, wobei ?ber 70 L?nder vertreten sind. Man nennt sie jetzt die Rosenkranz-Crew. Menschen aus der ganzen Welt erz?hlen Keith, dass sein Dienst ihnen geholfen hat. Wir sind sehr dankbar daf?r. Ich habe gelernt, dass wir Gott zwar oft darum bitten, zu uns zu sprechen, aber allzu oft haben wir schon entschieden, was wir von ihm h?ren wollen. Aber Gott liebt es, uns zu ?berraschen. Ist es nicht verr?ckt, dass es die Beichte war, die mich damals von der Kirche abgehalten hat, und durch die mich Jesus jetzt mit ganzem Herzen zur?ckgeholt hat?
Bittest du Gott um Rat, willst aber nicht h?ren, was er sagt? Hast du Probleme mit der Kirche, die du l?sen willst? Musst du jemanden um Vergebung bitten? Willst du dich Jesus hingeben und dein Leben ?ndern? Was auch immer dein Problem ist, versuche, deine Erwartungen loszulassen und einfach zuzuh?ren! Warte nicht l?nger. Gott spricht zu dir. H?r zu!
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Angst kann uns l?hmen. Angst vor Familienangelegenheiten. Angst um die Gesundheit. Angst um die Karriere. Angst vor der Zukunft. Viele von uns tragen solche ?ngste mit sich herum. Eines Tages f?hlte ich mich so voll von ?ngsten, dass ich sp?rte, wie sie mich niederdr?ckten. Mein Kiefer war angespannt, meine Kehle f?hlte sich trocken an, und ich sp?rte, wie sich mein ganzer K?rper verkrampfte. Ich f?hlte mich hilflos, als w?ren die Herausforderungen, die vor mir lagen, ein riesiger Berg, der mir den Weg versperrte.
?HERR, HILF MIR!? rief ich aus tiefstem Herzen. In meiner Verzweiflung schluchzte ich dem Herrn all meine ?ngste entgegen. Als Antwort hallte das Wort ?Erinnere dich“ in mir. Ich suchte nach einem Stift und Papier, um die Worte aufzuschreiben, die aus mir heraussprudelten, eines nach dem anderen: Erinnere dich an die wunderbare Art und Weise, wie der allm?chtige Gott dir deinen ersten Job gegeben hat.
Erinnere dich an die Zeit, als du den Herrn um Hilfe riefst und er dir sofort antwortete.
Erinnere dich an die Sch?nheit seiner Sch?pfung, die dich ?berall umgibt. Die Schleusen ?ffneten sich. Jede Erinnerung brannte die Dankbarkeit gegen?ber dem Herrn f?r seine unendliche Treue und G?te tiefer in mein Herz. Und ich fuhr fort zu schreiben. Erinnere dich daran, wie der Herr deine Gebete erh?rt und dir tugendhafte Freundschaften geschenkt hat.
Erinnere dich, wie er die richtigen Menschen in dein Leben gebracht hat, als du sie am meisten brauchtest.
Erinnere dich. Erinnere dich. Erinnere dich an die Treue des Herrn, Sherin! Je mehr ich schrieb, desto mehr erinnerte ich mich an seine Treue und Gegenwart in meinem Leben. Nachdem ich drei Seiten mit diesen Erinnerungen beschrieben hatte, hielt ich inne und las alles, was ich geschrieben hatte, noch einmal durch. Dabei wurde mir klar, wie schnell ich seine unersch?tterliche Liebe zu mir vergessen hatte, als ich mit neuen Herausforderungen konfrontiert war.
Erf?llt von tiefer Dankbarkeit wollte ich diese Erinnerungen an seine Treue festhalten. Also schnappte ich mir mein Handy und fotografierte die niedergeschriebenen Seiten ab und legte sie als Startbildschirm auf meinem Handy ab. Jedes Mal, wenn ich im Laufe des Tages mein Handy in die Hand nahm, wurde ich erneut an Gottes Treue erinnert. Das gab mir ein Gef?hl des Friedens und die Gewissheit, dass f?r meinen Herrn und Gott kein Problem zu gro? ist. Dieses gr??ere Vertrauen auf den Herrn bewirkte einen Zustand der Ruhe und Stille in meinem Alltag.
Die Sprachnachricht
Zwei oder drei Tage sp?ter erhielt ich unerwartet eine Sprachnachricht von einem guten Freund, der keine Ahnung von meinem j?ngsten Gebetserlebnis hatte. Er erw?hnte eine alte Weihnachtskarte, die ich ihm vor sechs Jahren geschrieben hatte, und wies mich auf einen Satz hin, den ich auf diese Karte geschrieben hatte. ?Der Herr erinnert sich.? (Dan 14,38) Der Herr erinnert sich? Wovon redet mein Freund? Ich war ahnungslos. Ich ging direkt zur Quelle – meiner Bibel – und bl?tterte schnell zu Daniel 14,38: ?Da sagte Daniel: Gott, du hast also an mich gedacht; du l?sst die nicht im Stich, die dich lieben.?
Der Zeitpunkt und der Inhalt der Botschaft meines Freundes machten mich sprachlos. In der Tiefe meines Herzens hatte ich das Gef?hl, dass der Herr mir durch die Sprachnachricht meines Freundes geantwortet hatte. Die Botschaft war klar. Mein Herr erinnert sich auch an mich, so wie ich mein Bestes tue, um mich an ihn und seine Treue zu erinnern.
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Es war ein kalter und verschneiter Nachmittag vor einigen Jahren, als es mich zur eucharistischen Anbetung zog. In meiner Gemeinde gab es noch keine st?ndige Anbetung, also fuhr ich zu einer anderen Gemeinde. Dort gab es eine kleine, private Kapelle, in der ich gerne Zeit mit Jesus verbrachte und ihm mein Herz aussch?ttete.
Meine Stunde war fast vorbei, als ich zwei Leute im hinteren Teil der Kapelle reden h?rte. Ich war beunruhigt und abgelenkt wegen ihrer Mitleidlosigkeit gegen?ber einem Obdachlosen in der Vorhalle und beschloss, zu gehen. Meine Zeit war ohnehin um.
Als ich ging, ging ich durch die Vorhalle, vorbei an einem Mann, der so tief schlief, dass er nicht einmal mitbekam wie ich innehielt, um f?r ihn zu beten. Ich war froh, dass die T?ren der Kapelle nicht verschlossen waren, sodass er hier ein Dach ?ber dem Kopf hatte. Er schien obdachlos zu sein, aber ich wusste es nicht genau.
Ich wusste nur, dass mich meine Sorge um diesen Mann zu Tr?nen r?hrte. Ich konnte mich kaum zur?ckhalten, als ich nach drau?en ging, wo eine Herz-Jesu-Statue mich an die liebevolle F?rsorge Christi f?r jeden Menschen und an seine ?berschw?ngliche Barmherzigkeit erinnerte. Ich bat den Herrn, mir zu sagen, was ich tun sollte. In meinem Herzen versp?rte ich, dass ich in den nahe gelegenen Laden gehen und ein paar Dinge f?r diesen Mann besorgen sollte. Ich dankte Gott und kaufte sofort ein paar Dinge, von denen ich dachte, dass der Mann sie brauchen k?nnte.
Auf dem Weg zur?ck zur Kapelle hoffte ich, dass der Mann noch da sein w?rde. Ich wollte ihm unbedingt geben, was ich gekauft hatte. Als ich ankam, schlief er noch. Ich stellte die Taschen leise neben ihm ab, betete kurz und wollte gerade gehen. Ich war schon fast beim Ausgang, als ich jemanden rufen h?rte: ?Lady, Lady!? Ich drehte mich um und antwortete: ?Ja?. Der Mann war erwacht, kam auf mich zu und fragte mich, ob ich die Taschen f?r ihn abgestellt h?tte. Ich antwortete: ?Ja, das habe ich.? Er bedankte sich bei mir f?r meine Aufmerksamkeit. Das w?re ihm noch nie passiert. Ich l?chelte und sagte: ?Nichts zu danken?. Der Mann kam n?her und ich f?hlte mich, als w?re ich in der Gegenwart Jesu. Ich sp?rte so viel Liebe in meinem Herzen. Dann sagte er: ?Lady, ich werde Sie im Himmel sehen.? Ich dachte, ich w?rde in Tr?nen ausbrechen. Seine Stimme war so freundlich und liebevoll. Ich war gezwungen, ihm einen Kuss auf die Wange zu geben. Wir verabschiedeten uns voneinander und gingen getrennte Wege.
Drau?en konnte ich nicht aufh?ren zu weinen. Ich weinte den ganzen Weg nach Hause. Noch heute r?hrt es mich zu Tr?nen, wenn ich an diesen Nachmittag denke. An diesem kalten, verschneiten Nachmittag wurde mir klar, dass ich in diesem wunderbaren Mann tats?chlich Jesus begegnet war. Wenn ich jetzt zur?ckblicke, stelle ich mir vor, wie Jesus mit einem breiten L?cheln im Gesicht zu mir sagt: ?Ich bin es! Jesus!?
Danke, Jesus, dass du mich daran erinnerst, dass ich dir in jedem Menschen, dem ich begegne, begegnen kann.
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Die Schmerzen wurden unertr?glich – doch ich gab die Hoffnung nicht auf und erlebte ein Wunder!
Mit 40 Jahren wurde bei mir das Charcot-Marie-Tooth-Hoffmann-Syndrom (CMT) diagnostiziert. Es ist eine vererbbare progressive periphere Neuropathie (Sch?digung des peripheren Nervensystems). Endlich wusste ich, warum ich mich immer vor dem Sportunterricht in der Schule gef?rchtet hatte, warum ich so oft hinfiel und warum ich so langsam war. Ich hatte schon immer CMT, ich wusste es nur nicht. Als ich zu einem Neurologen ?berwiesen wurde, hatten die Muskeln in meinen Beinen bereits zu verk?mmern begonnen, und ich konnte keine Treppen mehr steigen, ich musste mich hochziehen.
Die Erleichterung ?ber eine Gewissheit einerseits stand der Sorge ?ber die Zukunft andererseits gegen?ber. W?rde ich im Rollstuhl enden? W?rden meine H?nde den Dienst versagen? W?rde ich in der Lage sein, f?r mich selbst zu sorgen? Die Diagnose st?rzte mich in ein tiefes Loch. Sie sagten mir, dass es keine Behandlung und keine Heilung gab. Zwischen den Zeilen h?rte ich: ?Es ist hoffnungslos.? Aber nach und nach gewann ich Hoffnung zur?ck ? wie die Morgensonne, die durch die Jalousien lugt, holte auch mich ein Hoffnungsschimmer aus meinem Kummer heraus. Es war mein Wunder der Hoffnung. Ich erkannte, dass sich nichts ge?ndert hatte: Ich war immer noch dieselbe. Ich klammerte mich an die Hoffnung, dass der Krankheitsverlauf langsam war, und dass ich Zeit hatte, mich damit abzufinden. Und so war es auch? eine Zeit lang.
Vier Jahre lang erlebte ich ein langsames, allm?hliches Fortschreiten der Krankheit, doch dann, eines Sommers, wurde es pl?tzlich schlimmer. Tests best?tigten, dass sich mein Zustand auf unerkl?rliche Weise verschlechtert hatte. Wenn wir ausgingen, musste ich im Rollstuhl sitzen. Auch zu Hause konnte ich kaum noch etwas tun. Ich konnte nicht l?nger als ein paar Minuten am St?ck aufstehen. Ich konnte meine H?nde nicht benutzen, um Gl?ser zu ?ffnen, zu schneiden oder zu hacken. Selbst das Sitzen f?r mehr als ein paar Minuten fiel mir schwer. Das Ausma? der Schmerzen und der Schw?che zwang mich, die meiste Zeit im Bett zu verbringen. Dass ich nicht mehr f?r mich und meine Familie sorgen konnte, machte mich sehr traurig. Doch ich hatte in dieser Zeit eine au?ergew?hnliche Gnade.
Es war mir m?glich, die t?gliche Messe zu besuchen. W?hrend dieser Fahrten begann ich eine neue Gewohnheit: Ich betete den Rosenkranz im Auto. Schon seit einiger Zeit wollte ich t?glich den Rosenkranz beten, aber ich konnte nicht in eine Routine hineinfinden und es durchhalten. Diese t?glichen Fahrten l?sten das Problem. Es war eine Zeit gro?er K?mpfe und Schmerzen, aber auch eine Zeit gro?er Gnade. Ich fing an, katholische B?cher und Geschichten ?ber das Leben der Heiligen zu lesen.
Eines Tages, als ich f?r einen Vortrag ?ber den Rosenkranz recherchierte, stie? ich auf die Geschichte des ehrw?rdigen Pater Patrick Peyton C.S.C., der von Tuberkulose geheilt wurde, nachdem er Maria um ihre F?rsprache gebeten hatte. Er verbrachte den Rest seines Lebens damit, das Familiengebet und den Rosenkranz zu f?rdern. Ich sah mir auf YouTube Clips ?ber diese gro?en Rosenkranzversammlungen an, die er abhielt… manchmal kamen ?ber eine Million Menschen, um zu beten. Ich war tief bewegt von dem, was ich sah, und in einem Moment des Eifers bat ich Maria, auch mich zu heilen. Ich versprach ihr, f?r den Rosenkranz zu werben und Kundgebungen und Marathons zu veranstalten, wie Pater Peyton es tat. Ich verga? dieses Gebet bis ein paar Tage nach meinem Vortrag.
Es war ein Montagmorgen, und ich ging wie ?blich zur Messe, aber etwas war anders, als ich nach Hause kam. Anstatt mich wieder ins Bett zu legen, ging ich ins Wohnzimmer und begann aufzur?umen. Erst als mein verbl?ffter Mann mich fragte, was ich da tat, bemerkte ich, dass alle meine Schmerzen verschwunden waren. Ich erinnerte mich sofort an einen Traum, den ich in der Nacht zuvor hatte: Ein in Licht gekleideter Priester kam zu mir und spendete mir die Krankensalbung. Als er mit dem ?l das Kreuzzeichen in meine H?nde zeichnete, wurde ich von W?rme und einem tiefen Gef?hl des Friedens umh?llt. Und dann erinnerte ich mich… ich hatte Maria gebeten, mich zu heilen. Das Wunder der Hoffnung war geschehen, und nach f?nf Monaten im Bett waren alle meine Schmerzen verschwunden. Ich hatte immer noch CMT, aber ich war wieder da, wo ich vor f?nf Monaten gewesen war.
Seitdem verbringe ich meine Zeit mit Danksagungen, bete den Rosenkranz und erz?hle allen von der Liebe Gottes. Ich glaube, dass Maria diesen Priester geschickt hat, um mich zu salben und zu heilen, wenn auch auf eine andere Weise, als ich dachte. Damals war es mir nicht bewusst, aber als ich mich an die Hoffnung klammerte, hielt ich mich in Wirklichkeit an Gott fest. Er hat meinen K?rper geheilt, aber er hat auch meine Seele geheilt. Ich wei?, dass er mich h?rt, ich wei?, dass er mich sieht, ich wei?, dass er mich liebt, und ich bin nicht allein. Bitte ihn um das, was du brauchst. Er liebt dich, er sieht dich… Du bist nicht allein.
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Trinken, rauchen und tun was ich wollte, machte mich innerlich leer
?Mein ganzes Leben lang hat Gott mich mit Gnade ?berh?uft, obwohl ich es nicht verdient hatte. Ich habe mich immer gefragt: ?Warum, Herr? Ich bin ein so unvollkommener S?nder.“ Ohne zu z?gern, kam immer eine Antwort, die mich seiner Liebe zu mir versicherte.
Das Tagebuch der heiligen Faustina beschreibt seine Barmherzigkeit so sch?n: ?Obgleich die S?nde ein Abgrund der Boshaftigkeit und Undankbarkeit darstellt, ist der f?r uns entrichtete Preis unvergleichlich – deshalb m?ge jede Seele im Leiden des Herrn Vertrauen finden und Hoffnung in seiner Barmherzigkeit. Gott verweigert niemandem seine Barmherzigkeit. Himmel und Erde k?nnen sich ver?ndern, doch Gottes Barmherzigkeit wird sich nicht ersch?pfen.“ (Tagebuch der heiligen Maria Faustina Kowalska, 72).
Unz?hlige Erfahrungen aus erster Hand mit der Gnade und Barmherzigkeit unseres Herrn haben meinen Glauben verwandelt und mich in eine tiefere Vertrautheit mit ihm hineinwachsen lassen.
Weltliche Wege
In der heutigen Gesellschaft ist es schwer, junge Erwachsene oder Teenager zu finden, die ihren Glauben t?glich praktizieren. Die Verlockung der materiellen Welt ist gro?. Als 24-j?hrige habe ich das selbst erlebt. Fast 8 Jahre lang war mir als Teenager und junge Erwachsene die Meinung der Welt wichtiger als Gott. Ich war als Partygirl bekannt – ich trank, rauchte und tat, was immer ich wollte. Alle um mich herum sa?en im selben Boot, und wir genossen, was wir taten, auch wenn es schlussendlich keine Erf?llung gab.
In dieser Zeit ging ich zwar sonntags in die Kirche, aber ich verstand meinen Glauben nicht ganz. Als ich aufwuchs, schickten mich meine Eltern zu vielen Exerzitien. Obwohl ich immer wieder ?bernat?rliche Erlebnisse und Begegnungen mit Jesus hatte, war ich immer noch in den Gewohnheiten der Welt gefangen. Die Erfahrungen bei den Exerzitien machten mich neugierig auf den Glauben, aber das hielt nicht lange an. Schon bald kehrte ich zum Feiern und Trinken mit meinen Freunden zur?ck und verga? alle meine guten Vors?tze. Ich glaube, viele Menschen in meinem Alter haben eine ?hnliche Geschichte.
Ich brauchte etwa 8 Jahre, um zu erkennen, dass es im Leben mehr gibt als materielle Vergn?gungen, und durch die Gnade und Hilfe Gottes konnte ich mich von den Wegen der Welt abwenden und ihn in allem suchen. Ich fand schlie?lich Erf?llung in ihm, weil er eine Freude schenkt, die ewig ist und nicht verg?nglich. Bevor ich mich jedoch vollst?ndig von den weltlichen Vergn?gungen abwenden konnte, versuchte ich, mit einem Fu? in der Welt zu bleiben, w?hrend ich versuchte, auf dem Weg zu bleiben, den der Herr f?r mich vorgegeben hatte. Ich entdeckte, dass es ein Balanceakt war, den ich nicht bew?ltigen konnte.
Heilung
Anfangs dachte ich, dass ich auf meinem Glaubensweg gut vorank?me und studierte sogar Theologie. Obwohl ich mich immer mehr auf mich selbst als auf Beziehungen mit M?nnern konzentriert hatte, versuchte ich, meine Beziehung zu Gott zu meiner obersten Priorit?t zu machen. Allerdings hatte ich meine Neigung zu Alkohol, Drogen und dem Partyleben noch nicht aufgegeben. Eine neue Beziehung mit einem Mann begann schnell zu eskalieren, und wir begannen, sexuell intim zu werden, obwohl ich wusste, dass Gott mich bat, mich davon abzuwenden. Alkohol und Drogen halfen mir, die Tatsache zu verdr?ngen, dass ich immer noch in S?nde lebte und bei der ?berwindung meiner Versuchungen kl?glich versagte.
Aber in seiner Barmherzigkeit gab mir der Herr einen Weckruf. Bei der zweiten Gelegenheit, bei der ich mit diesem Mann sexuell intim war, wurde ich pl?tzlich von einem schrecklichen Schmerz durchbohrt. Obwohl es Heiligabend war, ging ich in die Notaufnahme, wo man feststellte, dass eine Zyste w?hrend der sexuellen Intimit?t geplatzt war. Man empfahl mir, so schnell wie m?glich zu meinem Gyn?kologen zu gehen, aber wegen der Weihnachtsfeiertage und des Wochenendes hatte ich mehrere Tage lang Schmerzen, bevor ich einen Termin bekommen konnte. Sie f?hrte weitere Tests durch, um herauszufinden, warum ich immer noch so starke Schmerzen hatte, und sagte mir, sie w?rde mich anrufen, sobald die Ergebnisse vorl?gen.
In der Silvesternacht verbrachte ich viel Zeit in der Kirche, ging zur Heiligen Messe und betete vor unserem Herrn im Tabernakel. Ich f?hlte mich so besch?mt und unw?rdig, und der Schmerz h?rte nicht auf. Ich war innerlich und ?u?erlich verletzt. Ich holte mein Handy heraus, um einen Abschnitt aus der Bibel zu lesen, und sah, dass ich einen Anruf aus der Arztpraxis verpasst hatte, also ging ich hinaus, um zur?ckzurufen. Die Krankenschwester teilte mir mit, dass der Test auf sexuell ?bertragbare Krankheiten ein positives Ergebnis f?r Gonorrhoe ergeben hatte. Ich stand schockiert und sprachlos da und wusste nicht, was ich sagen sollte, also bat ich die Schwester, zu wiederholen, was sie gerade gesagt hatte. Es schien immer noch nicht real zu sein, aber sie sagte mir, dass alles in Ordnung w?re, wenn ich nur eine Spritze bek?me. Es w?rde alles verschwinden. Ich sackte zur?ck in die Kirchenbank und weinte bitterlich und brachte vor Gott mein Bedauern ?ber mein Handeln, meine Trauer ?ber die Folgen und meine Erleichterung dar?ber, dass es geheilt werden konnte. Ich dankte ihm immer wieder und versprach, dass ich es wieder gutmachen w?rde.
Nachdem ich die Spritze bekommen hatte, war ich entt?uscht, dass ich immer noch so starke Schmerzen hatte. Wann w?rden sie endlich verschwinden? Nach einem weiteren Tag, an dem ich mit Schmerzen zu Hause hockte und ungeduldig auf ein Ende dieser Qualen wartete, sp?rte ich, wie der Heilige Geist mich ermutigte, um Heilung zu beten, als ich das Lied ?House of Miracles“ von Brandon Lake h?rte.
W?hrend des Teils des Liedes, in dem das Heilungsgebet beginnt, f?hlte ich mich vom Heiligen Geist ?berw?ltigt, der sich in mir bewegte. Meine H?nde, die in die Luft erhoben waren, um den Herrn zu loben, begannen sich auf Befehl des Herrn langsam ?ber meinen Unterleib zu bewegen. W?hrend meine H?nde dort ruhten, betete ich immer wieder um Heilung und flehte Gott an, mich von diesen Schmerzen zu befreien. Spontan begann ich in Zungen zu beten. Gerade als das Gebet endete und das Lied zu Ende war, sp?rte ich, wie etwas meinen K?rper verlie?. Ich kann es nicht ganz erkl?ren, aber ich sp?rte, dass etwas ?bernat?rliches aus meinem K?rper gereinigt wurde. Ich dr?ckte auf meinen Unterleib, wo all die Schmerzen gewesen waren, aber es war kein einziges Stechen mehr zu sp?ren. Ich war fassungslos, dass ich innerhalb eines Liedes von unertr?glichen Schmerzen vollkommen befreit worden war. Ich war so dankbar f?r das, was Jesus f?r mich getan hatte. Ich erwartete, dass der Schmerz eventuell zur?ckkehren w?rde, aber das tat er nicht. An diesem Tag und in den Tagen danach hatte ich keine Schmerzen mehr, und ich wusste, dass Jesus mich in diesem Moment geheilt hatte. Ich hatte schon fr?her in meinem Leben Heilung erfahren, k?rperlich und innerlich, aber das war anders. Obwohl ich mich so unw?rdig f?hlte, seine Heilung zu empfangen, weil ich mir die Krankheit selbst zugezogen hatte, lobte und dankte ich Gott daf?r, dass er mir diese Gnade erwiesen hatte. In diesem Moment f?hlte ich mich wieder von Gottes barmherziger Liebe umh?llt.
Verwandlung
Wir leben in einer gefallenen Welt und werden alle irgendwann und auf unterschiedliche Weise hinter seinem Plan f?r unser Leben zur?ckbleiben. Doch Gott verurteilt uns nicht dazu, in unserer S?nde gefangen zu bleiben. Stattdessen wartet er mit Gnade und Barmherzigkeit darauf, uns wieder aufzurichten und uns zu ihm zur?ckzuf?hren. Er wartet geduldig mit offenen Armen. Ich habe das schon viele Male erlebt. Wenn ich ihn einlade, in meinem Schmerz und meiner Zerrissenheit gegenw?rtig zu sein, verwandelt er mich, n?hrt meinen Glauben und hilft mir, ihn tiefer zu verstehen. Die Welt hat viele Ablenkungen, in denen wir vor?bergehendes Vergn?gen finden k?nnen, aber Jesus ist der Einzige, der vollkommen und unendlich befriedigen kann. Keine Menge an Partys, Alkohol, Drogen, Geld oder Sex kann dem gleichkommen, was er jedem von uns bieten kann. Ich habe durch bittere Erfahrung gelernt, dass man wahre Freude nur dann finden kann, wenn man sich ihm v?llig hingibt und ihm in allem vertraut. Wenn ich meine Vorhaben durch die Linse seiner Liebe betrachte, finde ich wahres Gl?ck und gebe Gott die Ehre, indem ich seine Liebe teile.
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Nach fast zehneinhalb Jahren Ehe wurde das Gebet von Susan Skinner endlich erh?rt. Lese, wie sie Zeuge eines wahren Wunders wurde!
Als mein Mann und ich heirateten, war er nicht katholisch. Er war in baptistischen und presbyterianischen Kirchen aufgewachsen, aber seine Liebe zu Jesus und zu mir und die Art und Weise, wie wir uns als Paar erg?nzten, zogen uns zusammen. Kurz nach unserer Heirat konvertierte er zum Katholizismus. Er sagte mir, er wisse, dass ich nie in eine andere Kirche eintreten w?rde, aber wir m?ssten zusammen zur Kirche gehen, und so machte es f?r ihn Sinn, dass er sich mir in der katholischen Kirche anschloss. Er glaubte an die Eucharistie, und gemeinsam zogen wir unsere Familie katholisch auf.
Seine Geschichte
W?hrend dieser Zeit bezeichnete ich ihn allerdings manchmal als ?Baplisch? (halb baptistisch, halb katholisch), weil er einige Probleme mit der katholischen Lehre hatte und unsere Verehrung Marias nicht wirklich verstand. Ich betrachtete mich als das geistige Oberhaupt unserer Familie, da ich alle zur Messe weckte und meistens den Kindern alles beibrachte. Ich f?hlte mich gesegnet, dass wir alle zusammen in die Kirche gingen und dass er die katholische Erziehung unserer Kinder unterst?tzte, aber ich sehnte mich danach, dass er der Anf?hrer war, und ich bat Maria um F?rsprache. Eines Tages, als wir uns ?ber geistliche Dinge unterhielten, kam das Thema Maria zur Sprache. Ich hatte M?he, ihm etwas ?ber Maria zu erkl?ren, da fiel mir ein Video von Pater Stephen Scheier ein, das mir ein Freund empfohlen hatte. Er erz?hlt von seiner Nahtoderfahrung und wie er das Gef?hl hatte, dass Maria ihn gerettet hat. Dieses Video hatte einen starken Einfluss auf meinen Mann und ?ffnete seinen Geist f?r die Idee, dass Maria viel mehr ist, als er je gedacht hatte. Was dann geschah, war so etwas wie ein kleines Wunder. Er hat beschlossen, seine Geschichte in seinen eigenen Worten zu erz?hlen:
Ich bin im Allgemeinen ein zur?ckhaltender Mensch und neige nicht dazu, private Angelegenheiten au?erhalb eines sehr kleinen Freundeskreises zu teilen. Aber ich habe das Gef?hl, dass meine Geschichte andere inspirieren k?nnte, und wenn eine Seele dadurch bewegt wird, den Rosenkranz zu beten oder mehr zu beten, dann ist das die M?he wert.
Im Januar 2011 beschloss ich zu lernen, wie man den Rosenkranz betet. Mithilfe eines Spickzettels mit allen Geheimnissen und Gebeten betete ich meinen ersten F?nf-Dekaden-Rosenkranz.
Eines Abends erw?hnte Susan, dass vielen Menschen, die neu im Rosenkranzgebet sind, h?ufig eine ihrer Bitten gew?hrt wird und man keine Angst haben sollte, um etwas Gro?es zu bitten. Ich war am?siert, aber ehrlich gesagt habe ich nicht viel dar?ber nachgedacht. Jedenfalls betrafen die meisten meiner Bitten keine spezifischen Dinge, die sp?rbar gew?hrt werden k?nnten. Sie betrafen eher allgemeine Dinge, wie den Schutz meiner Familie vor Unheil und B?sem, die Unterst?tzung der Kinder in der Schule usw.
Ein paar Tage sp?ter erfuhr ich, dass mein Arbeitgeber unter den gl?cklichen Mitarbeitern Eintrittskarten f?r den Zirkus Ringling Brothers verloste. Da ich dachte, dass dies eine gro?e Freude f?r meine Jungs sein w?rde, meldete ich mich an und konkurrierte mit vielen anderen Bewerbern f?r die Veranstaltungen am Freitag und Samstag.
An diesem Abend betete ich wie ?blich den Rosenkranz, und Susan betete ihren. Nach dem Kreuzzeichen legten wir unsere Rosenkr?nze weg und machten uns zum Gehen bereit, als ich innehielt und sagte: ?Ach ja, noch etwas… es w?re wirklich sch?n, wenn ich diese Eintrittskarten f?r den Zirkus gewinnen k?nnte. Die Samstagsvorstellung w?re toll. Amen? Am n?chsten Nachmittag erhielt ich eine E-Mail, in der mir mitgeteilt wurde, dass ich vier Eintrittskarten f?r die Zirkusvorstellung am Samstag gewonnen hatte. Ich sa? ein paar Augenblicke ungl?ubig da und las die Nachricht noch einmal. Es f?hlte sich an, als w?rde Maria sagen: ?Hast du um etwas gebeten? Bumm! Hier hast du es.? Ich war verbl?fft und begeistert zugleich. Ich bin ein logisch denkender Finanzmann und dachte mir, dass so etwas passieren kann. Meine Chancen lagen vielleicht bei 1-2 %, und irgendjemand musste ja gewinnen. Es war ja nicht wie im Lotto. Aber ich hatte nicht nur gewonnen, sondern auch noch die Samstagsvorstellung, die ich mir gew?nscht hatte. F?r mich war das mehr als nur eine Chance. Maria hatte meine Aufmerksamkeit.
Selige Vision
Bevor ich die Lose gewann, betete ich fast jeden Tag den Rosenkranz, aber nicht jeden Tag. Danach verpflichtete ich mich, t?glich f?nf Ges?tzchen zu beten und weiterhin ?ber Maria und den Rosenkranz zu lesen und zu lernen, vor allem vom Heiligen Ludwig Maria von Montfort. Ich beschloss auch, die f?nf ersten Samstage zu begehen, die von Unserer Lieben Frau von Fatima empfohlen wurden.
Bei dieser Andacht geht es darum, die S?nden gegen das Unbefleckte Herz Mariens wiedergutzumachen, indem man den Rosenkranz betet, zur Beichte geht, die Kommunion in der Messe empf?ngt und jeden ersten Samstag im Monat f?nf Monate lang mindestens 15 Minuten lang in der Gegenwart Jesu betet.
Am ersten Samstag ging ich in die Kirche, um vor der Messe zu beichten. Das war zwar erst meine dritte Beichte, aber ich bin dieses Mal mit viel mehr Bedacht und Ernsthaftigkeit an die Sache herangegangen. Ich habe wirklich tief gegraben und unter Schmerzen S?nden gebeichtet, auch und gerade aus meiner fernen Vergangenheit. Nachdem ich die Absolution f?r meine S?nden erhalten hatte, sp?rte ich, wie eine gro?e Last von meiner Seele genommen wurde. Als Wiedergutmachung f?r die S?nden gegen Marias Unbeflecktes Herz st?rzte ich mich mit ganzem Herzen in die Erf?llung aller Verpflichtungen. Es war schwierig gewesen – vor allem die Beichte ? aber es f?hlte sich gut an.
In dieser Nacht wurde ich pl?tzlich aus dem Schlaf durch eine intensive W?rme geweckt, die sich wie eine Welle durch meinen ganzen K?rper bewegte. Dann erschien in dem stockdunklen Raum, noch bevor ich ?berhaupt versuchen konnte, das Geschehen zu verarbeiten, ein Bild vor meinen geschlossenen Augen – ?hnlich wie man kurz auf einen hell erleuchteten Gegenstand starrt und dann die Form des Gegenstandes im Licht unter den Augenlidern eingepr?gt sieht. Es begann als ein Lichtpunkt, der sich schnell zur Form einer Rose ausdehnte. Das Bild blieb etwa 3 Sekunden lang bestehen und dehnte sich sofort wieder zu einem neuen Bild vieler kleinerer Rosen aus, wie ein Strau? in Form eines Herzens, und dehnte sich dann zu dem endg?ltigen Bild von Rosen aus, die zu einer Krone zusammengebunden waren.
Als es vorbei war, ?ffnete ich meine Augen in dem dunklen Raum und setzte mich auf, erstaunt, und versuchte zu verarbeiten, was gerade geschehen war. Ein Teil meines logischen Gehirns m?chte dies als ein nat?rliches, durch einen Traum hervorgerufenes Ereignis erkl?ren. Aber so etwas habe ich in meinem Leben noch nie erlebt, und es geschah nach dem ersten der f?nf Samstage. So wie ich es sehe, war dies eine besondere Anerkennung und Ermutigung Marias, weiterzumachen. Die erste Rose stand eindeutig f?r den Rosenkranz. Die volle Bedeutung der letzten beiden Bilder habe ich damals nicht verstanden, aber wenn ich sp?ter dar?ber nachdenke, beziehen sie sich auf Ihr Unbeflecktes Herz.
Dies ist die Geschichte meines Mannes. Und einfach so, nach zehneinhalb Jahren Ehe, war mein Gebet erh?rt worden. Mein Mann wurde das geistliche Oberhaupt in meinem Haushalt. Das war wirklich ein Wunder in meinem Leben. Menschlich gesehen war ich sehr dankbar, aber auch ein wenig eifers?chtig. Ich hatte jahrelang immer wieder den Rosenkranz gebetet, aber er war derjenige, der eine ?Vision? bekam. Ich wusste, dass das egoistisch war, also ?berwand ich das schnell und sah zu, wie er sich in einen neuen Menschen verwandelte. Er ist immer noch derselbe Mann, den ich geheiratet habe, aber er ist ein weicherer, sanfterer, gro?z?gigerer Mensch, dessen Herz sich ver?nderte, als er sich in die Aktivit?ten der Kirche einbrachte. Wir sind immer noch gemeinsam auf dem Weg und haben noch einen langen Weg vor uns, aber ich bin Maria, der Muttergottes, f?r immer dankbar, dass sie in unserem Leben F?rsprache gehalten hat.
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