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Als sie ?Ja? zum Leben sagte
Ich hatte ihn noch nie getroffen… und doch sagte er, ich h?tte sein Leben gerettet…
Es war der Vorabend des 4. Juli. Bella, meine f?nfzehnj?hrige Tochter, und einige ihrer Freunde waren oben und spielten Videospiele. Sie st?rmten die Treppe hinunter und kamen in die K?che, wo mein Mann und ich uns unterhielten.
?Mama, wir sind alle hungrig. Kannst du uns ein paar getoastete K?sesandwiches machen??, fragte Bella.
?Klar?, sagte ich.
?Randy m?chte dir eine Frage stellen“, sagte Bella.
Randy kam auf den Herd zu.
?Du warst schon einmal hier, nicht wahr?? sagte ich zu ihm, w?hrend ich mir eine Pfanne schnappte und den Herd einschaltete.
?Ja, vor einem Monat oder so?, antwortete er mit einem breiten, warmen L?cheln.
?Stimmt. Und woher kommst du?? fragte ich.
?Nun, meine Familie kommt aus Marokko?, sagte er.
Der Ausl?ser
Randy hatte eine nette, freundliche Ausstrahlung. Ich war mir nicht sicher, ob er mit Bella zur Schule ging oder ob sie sich ?ber die soziale Medien, den Fu?ball oder eine Party kennengelernt hatten.
?Wow, wie exotisch?, sagte ich mit einem breiten Grinsen. ?Gehst du auch auf Bellas Schule??
?Nein?, sagte er. ?Wir haben uns diesen Sommer am Strand kennengelernt.??
?Oh, okay. Was hast du f?r eine Frage, Randy??
?Hast du meiner Mutter eine Abtreibung ausgeredet, als sie mit mir schwanger war??
Ich war v?llig ?berrumpelt. Wer ist er? Wo wohnt er, fragte ich mich, w?hrend ich ihn anstarrte und mir den Kopf zerbrach, um mich zu erinnern, ob ich vor langer Zeit mit seiner Mutter zu tun gehabt hatte.
Ich war mir sicher, dass ich es nicht gewesen sein konnte, bis ich Bella und Randy sah, die nebeneinanderstanden. Pl?tzlich erinnerte ich mich an ein Gespr?ch mit einer jungen Frau, als ich mit Bella schwanger war.
?Wie hei?t deine Mutter?? fragte ich.
?Maryam?, sagte er.
Ein Schauer lief mir ?ber den R?cken. Wie um alles in der Welt war ihr Sohn in meiner K?che gelandet…und befreundet mit Bella? Ich schaute ihm ins Gesicht.
?Ja, das war ich.? sagte ich.
Randy st?rzte auf mich zu und schlang seine Arme um mich. Er dr?ckte mich fest an sich.
?Du hast mir das Leben gerettet. Du hast mir das Leben gerettet. Ich danke dir. Danke?, sagte er immer wieder.
Mehrere Minuten lang standen wir in der K?che und umarmten uns.
Aufholbedarf
Ich wandte mich an meinen Mann: ?Kannst du das glauben??
?Nein, das kann ich nicht?, sagte er und starrte mich ungl?ubig an.
Randy rief seine Mutter an und erz?hlte ihr von unserem Gespr?ch. Dann reichte er mir das Telefon.
?Ich habe Gott gebeten, mir zu helfen, dich wiederzufinden, und er hat es getan! Kannst du glauben, dass Randy und Bella Freunde sind??, sagte Maryam, w?hrend ihre Stimme vor R?hrung ?berquoll.
?Ich kann das alles nicht glauben, Maryam. Ich bin wirklich ?berw?ltigt?, sagte ich.
Bevor wir den H?rer auflegten, machten wir aus, uns zu treffen, um die letzten f?nfzehn Jahre unseres Lebens nachzuholen.
Mein Mann sch?ttelte immer wieder den Kopf.
?Ich wei? noch, wie du an dem Abend nach Hause kamst. Ich habe dir gesagt, dass du verr?ckt bist, weil du ihr auf keinen Fall eine Abtreibung ausreden kannst?, sagte er.
Ich dachte an diesen Abend vor fast sechzehn Jahren zur?ck. Es war ein Samstag, und ich war beim Abendessen mit meinen Schwestern und einigen Freunden. Ich sa? am Kopfende des Tisches, weil wir meine vierte Schwangerschaft feierten.? Unsere Kellnerin war eine sch?ne, elegante, dunkelhaarige junge Frau, die ebenfalls schwanger war.
Ein innerer Schatz
Nach dem Essen reichte mir die Kellnerin meine Reste, hockte sich dann neben mich und fl?sterte: ?Ich w?nschte, ich k?nnte meine Schwangerschaft auch feiern, aber ich kann nicht. Ich habe am kommenden Mittwochmorgen einen Abtreibungstermin.?
Ich war schockiert und traurig.
?Warum hast du einen Abtreibungstermin?? fragte ich.
?Ich bin nicht verheiratet, und in meinem Heimatland werden meine Eltern aus ihrer Stadt verbannt und verlieren ihr Gesch?ft, wenn jemand herausfindet, dass ihre Tochter unverheiratet ist und ein Baby hat.?
?Das ist schrecklich, aber woher sollen sie es erfahren??
?Sie werden es herausfinden. Das verstehst du nicht?, sagte sie.
?Du hast recht, ich kann es nicht verstehen. Aber ich wei?, dass Gott will, dass du dieses Kind bekommst, sonst h?tte er es dir nicht gegeben.?
?Ich bin keine Christin wie du, ich bin Muslimin. Ich habe nicht denselben Gott wie du?, sagte sie.
?Doch, das hast du. Es gibt nur einen Gott?, sagte ich.
?Mein Freund und ich streiten uns; um unsere Beziehung steht es schlecht.?
?Es tut mir leid, dass du Probleme hast. Ich habe noch drei weitere Kinder. Bei meinem ?ltesten wurde fr?h eine seltene und t?dliche Krankheit diagnostiziert, und wir konnten uns nicht vorstellen, dass er heute noch bei uns sein w?rde. Und jetzt, mit 42 Jahren, bin ich mit meinem vierten Kind schwanger und stehe vor meinem vierten Kaiserschnitt. Aber trotzdem kann ich dir sagen, dass, egal was mit deinem Freund passiert, und trotz deiner schwierigen Situation, dieses Kind dein Schatz sein wird, du wirst sehen.?
?Ich habe niemanden, ich kann das nicht tun.?
?Du hast mich. Gib mir deine Nummer und ich rufe dich morgen fr?h an.?
Ich schaute auf ihr Namensschild, als sie schnell ihre Handynummer auf meine Essens-Box schrieb, und wir verabschiedeten uns.
Am n?chsten Morgen rief ich Maryam an. Sie erkl?rte mir ihre finanzielle Situation und erz?hlte mir einige Details ?ber ihre Beziehung zu ihrem Freund. Ich verstand, warum sie den einzigen Ausweg in einer Abtreibung sah. Ich konnte mir nicht vorstellen, in ihrer Lage zu sein. Ich erz?hlte ihr von einem ?rtlichen Schwangerschaftsberatungszentrum und gab ihr dessen Telefonnummer.
Allen Widrigkeiten zum Trotz
Am Tag vor ihrer geplanten Abtreibung rief ich Maryam erneut an. Sie teilte mir die erstaunliche Neuigkeit mit, dass die Schwangerenberatung ihr helfen w?rde und sie ihre Abtreibung abgesagt hatte. Wir sprachen w?hrend unserer Schwangerschaften immer wieder miteinander, aber nach der Geburt unserer Babys verlor sich der Kontakt.
Ich sah Randy an.
?Deine Mutter war eine wundersch?ne junge Frau, die schwanger wurde und sich in einem hoffnungslosen Chaos befand. In der Nacht, in der wir uns trafen, f?hlte sie sich allein, verloren und sie war voller Scham. Ich habe sie nur daran erinnert, dass Gott keine H?user der Schande baut, sondern die Menschen. Er baut H?user der Gnade, und er wollte ihr mit dir einen unwiederholbaren Schatz schenken. Der Mut deiner Mutter, dich trotz aller Widrigkeiten zu bekommen, war heldenhaft. Ich bin dankbar, dass ich eines der kleinen Teile war, die Gott durch eine zuf?llige Begegnung zusammengef?gt hat.?
Ich wandte mich an Bella.
?Und du warst auch ein wichtiger Teil davon, denn Maryam h?tte sich mir nie anvertraut, wenn ich nicht auch schwanger gewesen w?re.?
Bellas sch?ne, mandelf?rmige Augen ?ffneten sich weit und sie l?chelte stolz.
Maryam zu lieben und ihr an diesem Abend zuzuh?ren, verlangte von mir sehr wenig. Schlie?lich war sie ja nicht meine unverheiratete, schwangere Tochter. Ich fragte mich, ob ich auch so reagiert h?tte, wenn es meine Tochter gewesen w?re? Mein Gespr?ch mit Maryam fordert mich heraus, eine Mutter zu sein, die auf die Fehler und Schw?chen ihrer Kinder mit Gnade und dem Glauben an ihr Gutsein reagiert, anstatt mit Scham und Verurteilung. Ich m?chte der Mensch sein, zu dem sie kommen, wenn sie in Schwierigkeiten sind, damit ich sie daran erinnern kann, dass sie nicht ihre Fehler sind. Ich m?chte, dass sie wissen, dass ich in meinem Leben durch meine Fehler, Vers?umnisse und S?nden viel Unheil angerichtet habe, aber dadurch habe ich die erl?sende und verwandelnde Liebe Gottes erfahren. Und das k?nnen auch sie.
Rosanne Pappas ist Künstlerin, Autorin und Rednerin. Sie inspiriert andere, indem sie persönliche Geschichten über Gottes Gnade in ihrem Leben teilt. Seit über fünfunddreißig Jahren verheiratet leben sie und ihr Ehemann in Florida und haben vier Kinder.
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Werden den Menschen mit gleichgeschlechtlicher Orientierung von der Kirche unn?tige moralische Einschr?nkungen auferlegt? Erfahre hier die Fakten.
Im Laufe der Jahre hatte ich sehr gute Sch?ler in meinem Klassenzimmer, die eine gleichgeschlechtliche Orientierung haben, und ich kenne als Diakon der Kirche eine Reihe von praktizierenden Katholiken mit einem Hang zum eigenen Geschlecht. Es ist wichtig, gleich zu Beginn festzuhalten, dass viele Menschen mit gleichgeschlechtlicher Orientierung keinen sexuell aktiven Lebensstil f?hren. Viele haben diesen Weg ausprobiert und festgestellt, dass sie ihn nicht gehen wollen (d.h. nicht alles, was man sich darunter vorstellt). Viele sind der Tugend der Keuschheit verpflichtet - einem Teil der Tugend der M??igung. Mit anderen Worten, viele homosexuelle Katholiken haben verstanden, was viele heterosexuelle Paare noch nicht verstanden haben, n?mlich, dass das Gl?ck nicht aus einer intimen sexuellen Beziehung kommt. Vielmehr kommt das Gl?ck aus einer tiefen Beziehung zu Gott und einem sittlichen Leben, das mit einer solchen Beziehung ?bereinstimmt. Solange ein Mensch keine echte Begegnung mit dem Herrn hatte, erscheinen viele moralische Lehren der Kirche wie eine l?stige B?rde, wie eine unn?tige Einschr?nkung des eigenen Gl?cks.
H?tte doch jemand die Wahrheit gesagt ?
Interessant ist, dass viele gleichgeschlechtlich-orientierte Katholiken betonen, dass der Unwille, klar und direkt zu sprechen, das hei?t, die mangelnde Bereitschaft, offen und ehrlich die Grundlehren der katholischen Sexuallehre zu verk?nden, ihnen wirklich gro?en Schaden zugef?gt hat. W?ren die Kleriker, Katecheten und Lehrer verantwortungsbewusster gewesen, und h?tten aufrichtig und f?rsorglich ?ber sexuelle Ethik und das Wesen der Ehe gelehrt, w?ren diesen Katholiken wahrscheinlich eine Menge Schmerz und vergeudete Jahre erspart geblieben. Mit anderen Worten, die Medien zeichnen oft ein Bild, wo die Personen mit gleichgeschlechtlicher Orientierung alle auf der einen Seite stehen und die Kirche mit ihren ?l?stigen moralischen Einschr?nkungen? auf der anderen Seite. Ein solches Bild entspricht einfach nicht den Tatsachen. Es gibt viele Katholiken mit gleichgeschlechtlicher Orientierung, die sich des Unterschieds zwischen Lust und Freude wohl bewusst sind, die ein sehr frommes, keusches Leben f?hren, dessen Mittelpunkt die Eucharistie ist, und die sich von solchen Priestern und Schwestern inspirieren lassen, die treu ihr Keuschheitsgel?bde bzw. Z?libat leben.
Die Sexualmoral kann man nicht verstehen, wenn man die Natur der Ehe nicht verstanden hat. Ich unterrichte Ehevorbereitungskurse f?r die Erzdi?zese, und ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass die meisten Paare, die heute heiraten, sich nicht vollkommen dar?ber im Klaren sind, was sie eigentlich tun, wenn sie beschlie?en zu heiraten. Mit anderen Worten, sie sind sich nicht ganz im Klaren dar?ber, was die Ehe wirklich ist und wie das mit dem sexuellen Ausdruck zusammenh?ngt. Das ist verst?ndlich, denn wir leben in einer Kultur, die den Sinn f?r die wahre Natur der Ehe verloren hat. Es gibt eine Reihe von m?glichen Erkl?rungen daf?r, beginnend mit der sexuellen Revolution der 60er Jahre, der Einf?hrung der unverschuldeten Scheidung in den sp?ten 60er Jahren, der Einf?hrung der ?Common Law Ehe? (Ehe ohne Trauschein, d.h. ein Paar lebt f?r eine gewisse Zeit zusammen und wird dann vom Staat so behandelt, als w?ren sie verheiratet), der Trennung von Sex und Kinderwunsch (wurde durch die Herstellung und Verbreitung moderner Verh?tungsmittel m?glich) usw.
Aber die Ehe wurde schon immer als eine Institution verstanden. Sie ist mehr als eine Freundschaft - unsere Freundschaften sind privat, sie sind keine Institutionen. Die Ehe ist eine Organisation, die f?r das Gemeinwohl existiert (Institution). So wie eine Zelle die Grundeinheit eines lebenden Organismus bildet, ist die Ehe die Grundeinheit der Gesellschaft. Die Ehe ist ein einzigartiges Ph?nomen.
Bis dass der Tod uns scheidet
Kurz gesagt, sie ist eine Verbindung von zweien zu einem Fleisch, zu einem K?rper. Sie ist eine vollst?ndige (totale) und gegenseitige Hingabe des Selbst an den anderen; und da ?du dein K?rper bist?, bedeutet sich selbst zu geben, deinen K?rper zu geben. Weil es eine vollst?ndige und totale Selbsthingabe ist, ist sie unwiderruflich - ich kann nicht zur?cknehmen, was ich gegeben habe, da ich nicht mehr an dem h?nge, was ich gegeben habe. Da es beidseitig ist, haben sich beide dem anderen ?bergeben, so dass ihr K?rper nun ihm geh?rt und sein K?rper ihr geh?rt. Sie sind eine Einheit im Fleisch geworden. Der nat?rliche Ausdruck dieser Vereinigung ist der Geschlechtsverkehr (der eheliche Akt). In diesem Akt werden Mann und Frau ?zu einem reproduktiven Organismus" (Ein Mann ist reproduktiv unvollst?ndig, und eine Frau ebenso. Aber im ehelichen Akt werden die beiden reproduktiv zu einem K?rper). Im sexuellen Akt werden die beiden Eins im Fleisch, und das ist, was die Ehe ist. Somit ist der sexuelle Akt ein Ausdruck und eine Feier der ehelichen Liebe (der verheirateten Liebe). Es gibt eine zweifache Qualit?t des sexuellen Aktes; er dient zwei Zwecken: 1) die eheliche Liebe auszudr?cken und zu feiern und 2) die Zeugung von neuem Leben.
Deshalb ist eines der Hindernisse, welches eine Ehe ung?ltig (nicht existent) macht, Impotenz, was die Unf?higkeit impliziert, den sexuellen Akt tats?chlich durchzuf?hren (die Unf?higkeit, die Ehe zu vollziehen). Unfruchtbarkeit ist kein Ehehindernis. Es ist nicht notwendig, tats?chlich Kinder zu haben, um g?ltig verheiratet zu sein. Jedoch ist die Offenheit f?r Kinder eine notwendige Voraussetzung f?r eine g?ltige Ehe, und so macht die vors?tzliche Absicht, keine Kinder zu bekommen, eine Ehe ung?ltig (nicht existierend). Andere Hindernisse, die eine Ehe ung?ltig machen, sind N?tigung, Betrug (er ist nicht die Person, die er ihr vorgegaukelt hat), die Bereitschaft zur Scheidung (die Absicht muss sein, ?bis dass der Tod uns scheidet?), psychologische Unreife (die moralischen und psychologischen Voraussetzungen, um tats?chlich verheiratet zu sein, sind bei mindestens einem Partner einfach nicht gegeben - das ist ein ernstes Problem bei vielen Menschen heute, denn die Kultur, in der wir leben, ist nicht dazu angetan, moralisch reife Erwachsene hervorzubringen).
Die Ehe, wie sie von der j?disch-christlichen Tradition verstanden wird, ist eine objektive Institution mit einer genau bestimmten Natur. Sie ist kein soziales Konstrukt, wie die Postmodernisten behaupten. Und weil die Ehe eine Verbindung von zwei K?rpern zu einem, zu einem Fleisch ist, kann sie nur zwischen einem Mann und einer Frau erreicht werden. Es ist nicht m?glich, dass zwei Menschen des gleichen Geschlechts im Akt der sexuellen Vereinigung tats?chlich zu einem K?rper werden; mit anderen Worten, es ist nicht m?glich, eine Ehe zu vollziehen, wenn beide vom gleichen Geschlecht sind.
Sexualethik geht - zumindest f?r uns - immer von einem Verst?ndnis des ehelichen Kontextes aus. Vorehelicher Sex ist im Grunde ein Fall von L?ge mit dem eigenen K?rper - die beiden dr?cken eine Ehe aus und feiern sie, die noch nicht besteht. Aber der sexuelle Akt zwischen einem wirklich verheirateten Paar ist ein heiliger Akt; er ist ein Akt der Gnade. Au?erhalb dieses Kontextes ist der sexuelle Akt meistens und normalerweise eine Angelegenheit zur Beschaffung von sexuellem Vergn?gen. Sex mit einer anderen Person zu haben, und zwar nicht als Ausdruck der totalen Selbsthingabe in der Ehe, sondern lediglich als Mittel zum sexuellen Vergn?gen, bedeutet, den anderen als Mittel zum Zweck zu benutzen; und den anderen als Mittel zum Zweck zu benutzen, ist immer ein Versto? gegen ein grundlegendes moralisches Gebot, andere um ihrer selbst willen zu behandeln, niemals als Mittel zum Zweck.
Die Suche nach dem Gl?ck
Zu diesem philosophisch-theologischen Verst?ndnis der Ehe und der Bedeutung des sexuellen Aktes g?be es noch weit mehr zu sagen, als in einem Artikel Platz hat. Jedenfalls ist Sex f?r einen gro?en Prozentsatz der Bev?lkerung nicht mehr wirklich etwas, das eine gro?e Bedeutung hat. Er ist oft nicht viel bedeutungsvoller als einen Martini zu trinken oder sich einen Eisbecher zu g?nnen, etwas, das man mit fast jedem machen kann. Doch die Entschlossenheit der Kirche, das Wesen und die Heiligkeit des sexuellen Aktes und die wahre Bedeutung der Ehe zu sch?tzen, wurzelt in ihrer ?berzeugung, dass die Ehe/Familie die grundlegende Einheit der Gesellschaft ist und dass alles, was diese Einheit besch?digt, die zivile Gemeinschaft als Ganzes sch?digt.
Und so ruft die Kirche jene Personen mit einer gleichgeschlechtlichen Orientierung zu einem Leben in Keuschheit auf. Nun mag das f?r einige grausam klingen, aber es k?nnte sehr gut sein, dass es der gegenteilige Ansatz ist, der tats?chlich grausam ist. Au?erdem ist der klerikale Z?libat heute wahrscheinlich wichtiger als jemals zuvor. Ein gutaussehender Priester oder Nonne, die ein Keuschheitsgel?bde abgelegt haben und Freude ausstrahlen, geben ein sehr starkes Zeugnis daf?r, dass das Gl?ck (oder die Freude) nicht aus einer intimen sexuellen Beziehung kommt, sondern dass das Gl?ck in Christus zu finden ist. Es ist sogar schwierig, verheirateten Paaren das beizubringen. Sie glauben oft, dass ihr Gl?ck im anderen zu finden ist. Aber der heilige Augustinus hat es schon vor langer Zeit gesagt, auf der ersten Seite seiner Bekenntnisse: ?Geschaffen hast du uns auf Dich hin, oh Herr, und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in Dir.? Mit anderen Worten: Gott hat dich f?r ihn selbst geschaffen, nicht f?r einen anderen. Vollkommenes Gl?ck kann niemals in einem anderen Menschen gefunden werden, sondern nur in Gott. Wenn Gott einen Mann in die Ehe beruft, dann ruft er ihn, seine Frau um ihretwillen zu lieben, nicht um seiner selbst willen oder um seines eigenen Gl?ckes willen. Er ruft diesen Mann auf, Gott zu lieben, indem er diese Frau um ihretwillen und um Gottes Willen liebt. Leider verraten sich viele Menschen durch ihre Worte, indem sie Dinge sagen wie: ?Er f?llt eine Leere in mir aus?, oder ?Ich f?hlte mich einfach nicht mehr erf?llt, also habe ich mich getrennt.? Als ob es in der Ehe um ?meine Erf?llung? ginge.
Gl?ck f?r alle Ewigkeit
Es gibt ein ungeheuer reiches Erbe in diesem Bereich der Sexualethik und des Wesens der Ehe in der Geschichte der Kirche, das im 20. Jahrhundert eine enorme Entwicklung durchgemacht hat (z.B. die Theologie des Leibes), und wenn wir das unseren Studenten beibringen, reagieren sie wirklich positiv. Und das gilt auch f?r jene Studenten, die sich zum eigenen Geschlecht hingezogen f?hlen. Viele von ihnen erkennen die Wahrheit in diesen Lehren und sind dankbar, sie zu empfangen. Leider haben viele Geistliche Angst, das zu lehren, und viele P?dagogen sind einfach nicht damit vertraut.
Tatsache ist, dass jeder seine eigenen K?mpfe hat. Welchen Weg auch immer der Herr uns zu gehen beruft, es wird Opfer geben, die wir bringen m?ssen, K?mpfe gegen uns selbst und unsere pers?nlichen Neigungen, die wir ausfechten m?ssen, aber am Ende dieses Weges wartet unser ewiges Gl?ck auf uns. Noch wichtiger ist, dass ?der Weg zum Himmel himmlisch ist?; umgekehrt ist "der Weg zur H?lle h?llisch". Wenn Menschen soweit kommen, ihr eigenes einzigartiges Schlachtfeld und den spezifischen Weg zu erkennen, auf den der Herr sie ruft, mit all den Opfern, die sie bringen m?ssen, dann beginnen sie eine Freude zu erleben, die sie nicht f?r m?glich gehalten haben. Die meisten Menschen folgen der Illusion, dass sie nur dann gl?cklich sein werden, wenn sie das tun k?nnen, was sie tun m?chten. Sie gehen diesen Weg und stellen entt?uscht fest, dass sie ?berhaupt nicht gl?cklich sind, sehr zu ihrer Best?rzung. Aber wenn sie schlie?lich anfangen zu tun, wozu der Herr sie beruft, entdecken sie etwas, von dem sie keine Ahnung hatten, dass sie es finden w?rden, n?mlich ein tiefes Gef?hl der Erf?llung.
Von: Deacon Doug McManaman
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Gibst du mit deinem Leben Zeugnis und st??t deswegen auf Gegenwind? Hier sind die 3 schlagfertigsten Antworten!
Erst letzte Woche habe ich unseren Kleinbus vor dem ?rtlichen Gesch?ft geparkt. Nachdem ich schnell ein paar Lebensmittel eingekauft hatte, kehrte ich zur?ck und fand meine Kinder im Gespr?ch mit dem Besitzer des Wagens neben uns, einem Vater mit seinem kleinen Sohn.
In einer Kleinstadt wie der unseren kennt jeder irgendwie jeden. In diesem Fall hatte der Junge mit unserem vierten Kind die Vorschule besucht und wollte Hallo sagen. Die Kinder hatten die Schiebet?r des Autos ge?ffnet. Ich konnte sehen, wie erstaunt der Vater war, als er meine Kinder z?hlte. Sechs St?ck ? und dann bemerkte er die Kugel, die Nummer sieben ank?ndigte.
Er lie? eine Bemerkung fallen, die jede Gro?familie schon zigmal geh?rt hat: ?Sie sollten sich einen Fernseher anschaffen.? Erschrocken ?ber seine eigene Unh?flichkeit f?gte er noch schnell ein ?oder so? hinzu und grinste verlegen,? doch es war zu sp?t ? er konnte seinen unangebrachten Kommentar nicht mehr zur?cknehmen.
Mit einem sehr gezwungenen L?cheln verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Heimweg. Dies war nicht das erste Mal, dass ich mit solchen Kommentaren konfrontiert war, und es w?rde auch nicht das letzte Mal sein. Der Witz an der Sache ist, dass die Gesellschaft irgendwie ein Problem mit Gro?familien hat.
?Die Leute kapieren einfach nicht,? meint meine Freundin und Mutter von sechs Kindern, ?was f?r eine Freude und Segen so eine gro?e Familie f?r uns ist.? Recht hat sie. Mit einer gro?en Familie gesegnet zu sein, ist etwas ganz Besonderes und sicher nicht die 0-8-15 Familie mit 2,1 Kindern ? rein ?u?erlich gegen den Mainstream.
Nat?rlich ist es ungew?hnlich f?r unsere Kultur, aber das sollte es nicht sein m?ssen. Nicht jeder ist dazu berufen, eine ?gro?e? Familie zu haben, aber wir sind aufgerufen, offen f?r das Leben zu sein. F?r manche bedeutet das zwar eine gro?e Familie, f?r andere aber eine kleine, die auch mit Schwangerschaft und Fehlgeburten zu k?mpfen hat, oder mit Pflege und Adoption. Unabh?ngig von der Gr??e oder Zusammensetzung unserer Familie k?nnen wir alle den tiefen Segen bezeugen, der darin besteht, offen f?r das Leben zu sein.
1.Strahle Freude aus
Die Nachricht von einer neuen Schwangerschaft sollte eine Zeit gro?er Freude sein. Nat?rlich kann unter gewissen Umst?nden diese Freude ged?mpft sein. Unabh?ngig davon sollte ein neues Leben immer gefeiert werden. Wenn du anderen Menschen begegnest, egal ob sie deine offene Lebenseinstellung teilen oder nicht, lass sie die Freude sp?ren, die diese Nachricht dir bringt. Freude ist ansteckend ? und etwas, woran es in unserer heutigen Welt leider oft mangelt. Vielleicht k?nnen sie dann noch immer nicht verstehen, warum du dein viertes, sechstes, siebtes oder elftes Kind bekommst, aber sie sollten trotzdem wissen, dass du in ?freudiger Erwartung? bist.
2.Reagiere mit Humor, nicht mit Wut
Es gibt viele schlagfertige Antworten, die man auf abgedroschene Fragen geben k?nnte, wie: ?Haben Sie keinen Fernseher?? ?Haben Sie nicht schon alle H?nde voll zu tun?? und so weiter. Aber einige sind wahrscheinlich nicht im christlichen Sinne. Wir werden mit einer w?tenden Antwort die Herzen nicht ver?ndern ? wenn das ?berhaupt m?glich ist, seien wir ehrlich. Aber vielleicht k?nnen wir einen Samen s?en.
Eine Mutter aus meinem Bekanntenkreis erz?hlt gerne die folgende Anekdote: ?Warum haben Sie so viele Kinder? Bekommen Sie etwa noch eins?" Die freche Antwort: ?Wir machen so lange weiter, bis wir eins bekommen, das uns gef?llt!? Oder, alternativ: ?Wir sorgen nur daf?r, dass wir viele Kinder haben, die sich im Alter um uns k?mmern.?
Vielleicht ist dieser Spa? nicht f?r jeden geeignet. Aber Humor kann ein hervorragendes Mittel sein, um auf die kniffeligen Fragen der weltlich Gesinnten zu reagieren.
Der Heilige Johannes Cantius ermutigt uns dazu: ?Bek?mpft jeden Fehler, aber tut es mit guter Laune, Geduld, Freundlichkeit und Liebe. H?rte schadet der eigenen Seele und verdirbt die beste Sache.? Vielleicht ist eine gute Dosis Humor genau das Richtige.
3.Gib Zeugnis ohne Worte
Obwohl ich viele weniger nette Bemerkungen zu unserer Familiengr??e geh?rt habe, waren andererseits auch sch?ne dabei. Eine ?ltere Dame begann klischeehaft: ?Haben Sie nicht schon alle H?nde voll zu tun?? f?gte dann aber noch hinzu: ?Ist das nicht wahrlich ein Segen??
Ja, das stimmt. Wir sind unglaublich gesegnet, und wer uns kennt wei?, dass unsere Offenheit f?r das Leben weit ?ber unser eigenes Zuhause hinaus reicht. Wir haben Menschen zu uns kommen lassen, die Hilfe, Anleitung und Unterst?tzung brauchten, angesichts ungeplanter Schwangerschaften, Komplikationen nach der Geburt, die ?bernahme von Pflege- oder Adoptionsverpflichtungen sowie der allgemeinen H?hen und Tiefen der Elternschaft. Oft suchen Bekannte, die nicht katholisch sind, unseren Rat. Irgendwie verbreiten wir unsere aufrichtige ?berzeugung, dass jedes Leben kostbar ist, durch den Umstand unserer Familiengr??e.
Das ist eine unbeabsichtigte Folge einer gro?en Nachkommenschaft. An und f?r sich war es ein immenser Segen f?r uns, andere zu unterst?tzen. Ohne es absichtlich zu tun, folgen wir dem Rat des Heiligen Franz von Assisi: ?Predigt das Evangelium zu allen Zeiten. Wenn n?tig, mit Worten.?
Auch wenn du unversch?mte Kommentare erwarten kannst, bedeutet das nicht, dass du dich m??igen solltest in deinem eigenen Enthusiasmus, wenn du die gute Nachricht einer Schwangerschaft weitererz?hlst ? ob es nun deine eigene ist oder eine fremde.
Reagiere mit Freude und Humor und lege weiterhin Zeugnis ab von der Kostbarkeit und W?rde allen menschlichen Lebens.