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Okt 21, 2021 334 Keith Nester

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Begegnung

Als ich JA sagte

Was passiert, wenn ein protestantischer Pastor einen gro?en Schatz in der katholischen Kirche findet?

Katholisch zu werden war f?r mich nicht einfach. Wie viele Konvertiten trug ich viele Missverst?ndnisse und Hindernisse in mir. Mein gr??tes Hindernis war, dass mein Glaube bzw. mein kirchlicher Dienst auch mein Beruf war. Mit 20 Jahren trat ich in den Vollzeitdienst als Jugendpfarrer ein. W?hrend meiner 22-j?hrigen Zeit im Dienst als Pfarrer habe ich viele Aufgaben ?bernommen – Seniorpastor, Lehrpastor, Anbetungsleiter, Missionskoordination, usw.

Mein Glaube war mein Leben, und der Gedanke, alles hinter mir zu lassen, um katholisch zu werden, war etwas, mit dem ich gerungen habe. Ich h?tte nie erwartet, dass so etwas passieren k?nnte. Ich hatte keine Katholiken in meiner Familie. Da ich als Sohn eines methodistischen Pfarrers aufgewachsen bin, habe ich den katholischen Glauben nur ?ber Leute kennengelernt, die ihn hassten. Als ich meine Frau kennenlernte, fragte ich sie, ob sie in die Kirche gehe. Sie antwortete: ?Ich bin katholisch, aber ich gehe nicht in die Kirche?. Also nahm ich sie mit in meine Kirche und sie war begeistert! Wir heirateten in der Evangelisch-methodistischen Kirche, in der ich arbeitete, und dachten nicht mehr an die Vergangenheit. Bis…

Unbemerkt erwischt

Wie viele andere, die schlie?lich konvertieren, war auch meine erste Erfahrung mit einem Katholiken, der seinen Glauben tats?chlich praktizierte, lebensver?ndernd. Er hie? Devin Schadt. Er war ein Grafikdesigner. Ich beauftragte ihn, ein Logo f?r unsere Jugendarbeit zu entwerfen, was zu einigen interessanten Gespr?chen ?ber den Glauben, die Kirche und schlie?lich seinen katholischen Glauben f?hrte. Mein erster Eindruck von ihm war, dass er Jesus liebt und einen lebendigen Glauben hat. Das kam mir sehr seltsam vor, denn als ich in seinem Esszimmer sa?, war ich fasziniert von den Ikonen, Gem?lden und anderen ?katholisch aussehenden? Dingen, die er in seinem Haus hatte. Wer tut so etwas? Ich musste ihn einfach darauf ansprechen. Ich hatte noch nie einen Katholiken so ?ber Jesus sprechen h?ren, wie Devin es tat. Ich hatte angenommen, dass er die Bibel einfach nicht genug gelesen hatte, um zu erkennen, dass sein katholischer Glaube der Heiligen Schrift widersprach. Ich freute mich darauf, ihm einige Verse zu zitieren und ihm das Evangelium zu erkl?ren. Ich war mir sicher, dass er nach ein paar Minuten bereit sein w?rde, ein ?echter? Christ zu werden, das Gebet der S?nder zu beten und wie ich Protestant zu werden. Ich fragte ihn also: ?Devin, wann bist du gerettet worden?? Ich wollte sehen, wie ein Katholik auf diese Frage antworten w?rde. Ich hatte nicht viel erwartet. Aber ich lag v?llig falsch.

Devin hatte nicht nur eine Antwort auf diese Frage, sondern er hatte auch seine eigenen Fragen an mich. Fragen, auf die ich ganz und gar nicht vorbereitet war. Zum Beispiel: ?Keith, woher kommt deine Bibel?? ?Warum gibt es so viele protestantische Konfessionen?? ?Wie k?nnen wir wissen, wer die Wahrheit des Christentums richtig lehrt, wenn es so viele Unterschiede zwischen den protestantischen Konfessionen gibt?? Und noch vieles mehr!

Ich hatte noch nie etwas in dieser Art geh?rt, aber obwohl ich fasziniert war, konnte ich mir nicht vorstellen, dass die katholische Kirche die einzige wahre, von Christus gegr?ndete Kirche sein k?nnte. Sogar der Gedanke, dass es eine einzige wahre, von Christus gegr?ndete Kirche gab, war f?r mich eine neue Idee. Ich hatte immer geglaubt, dass der Glaube eines Menschen und sein Glaube an die Heilige Schrift ausschlaggebend sind und nicht irgendeine Verbindung zu einer Institution. Devin half mir zu erkennen, dass die Bibel selbst zeigt, dass Jesus nicht nur eine Kirche gegr?ndet hat, sondern dass sie durch die Autorit?t der Apostel, die den Glauben weitergegeben hatten, auch heute noch existiert. Das war jedoch etwas, das ich nicht so einfach annehmen konnte.

Als Gott mich rief

Devin und ich f?hrten im Laufe der Jahre viele Gespr?che. Wir unternahmen gemeinsam eine Pilgerreise nach Rom und Medjugorje. Wir stritten leidenschaftlich. W?hrend dieser Zeit wuchs mein Dienst und meine Familie. Ich liebte meine Position in meiner Kirche. Gott brachte Bewegung und alles lief gro?artig. Obwohl Devin mir viele Dinge gezeigt hatte, die mein protestantisches Denken in Frage stellten, war ich immer noch zu ?ngstlich, um ernsthaft mit dem Gedanken einer Bekehrung zu spielen. Es gab jedoch eine Nacht, in der Gott mich herausforderte.

Ich war auf einem Kirchencamp, und einer meiner Freunde leitete die Jugendlichen bei einem Abendmahlsgottesdienst an. Es war nichts Neues f?r mich, aber als er mit dem Gottesdienst fortfuhr und das Brot und den Wein hochhielt und sagte: ?Das ist Jesus?, wusste ich, dass das nicht das war, was Jesus gesagt hatte, und ich wusste auch, dass das nicht das war, was die christliche Kirche seit 1500 Jahren glaubte. Es war, als ob Gott zu mir rief: ?Komm nach Hause und ich werde dir noch mehr zeigen…? Ich brach zusammen und verlie? den Raum. Ich rief Devin an und beichtete ihm, dass ich mich berufen f?hlte, katholisch zu werden. Ich hatte Angst, dass er mir unter die Nase reiben w?rde, dass er Recht hatte (nur weil ich das auch getan h?tte), aber das tat er nicht. Er sagte einfach, er sei da, um zu helfen.

Ich w?nschte, dies w?re der Teil meiner Geschichte, in dem ich mich bekehrt habe, aber das ist nicht der Fall. Ich hatte zu viel Angst. Ich bin ausgestiegen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, wie das h?tte gehen k?nnen. Was w?rde ich f?r eine Arbeit machen? Was w?rde meine Familie denken? Wie k?nnte ich das erkl?ren? All diese Fragen ?berw?ltigten alles, was ich f?hlte, und ich lie? alles Katholische f?r viele Jahre hinter mir. Das ist etwas, was ich am meisten in meinem Leben bedauere.

Mehr als 10 Jahre sp?ter wurde der Ruf Gottes zur?ck nach Hause etwas, das ich nicht l?nger ignorieren konnte. Ich war seit ein paar Jahren ?Jugend- und Missionspastor? in einer methodistischen Kirche, als ein guter Freund namens Greg meine Frau und mich einlud, eine Vorf?hrung von ?Apparition Hill? (?Erscheinungsberg?) zu besuchen. Dieser Film war ein Dokumentarfilm, der sieben Fremde auf einer Pilgerreise nach Medjugorje begleitet. Ich hatte schon lange nicht mehr an diese Reise gedacht, aber als Greg anrief, dachte ich, dass ich besser hingehen sollte, da er derjenige war, der mich vor all den Jahren auf diese Reise mitgenommen hatte. Der Film brachte mir so viele Dinge wieder in Erinnerung und r?hrte mich einige Male zu Tr?nen. Dieser Film wurde eindeutig von unserer Gottesmutter genutzt, um mich zu erreichen.

Der schlimmste Teil

Ich hatte in meiner Kirche eine kleine Krise. Obwohl meine ?rtliche Kirche gro?artig war, war unsere Konfession ein Chaos. Mir war klar geworden, dass ohne eine ma?gebliche Stimme, die nicht nur die Heilige Schrift, sondern auch die Geschichte auslegt, Chaos und Spaltung unvermeidlich waren. Bei den evangelischen Methodisten brachten die aktuellen Fragen der Zeit in Bezug auf Ehe und Heilige Schrift die einstmals starke Denomination ins Wanken. Ich befand mich im Zwiespalt mit vielen Menschen, die wollten, dass die Kirche mit der Zeit geht. Es schien sie nicht zu st?ren, dass die Heilige Schrift Dinge wie Ehe und menschliche Sexualit?t klar festlegte. ?Das ist nur eine Interpretation?. ?Die Kirche hat sich all die Jahre geirrt, und wir werden es wieder in Ordnung bringen?. ?Gott hasst nicht. Er/sie liebt jeden, also kann man niemanden verurteilen?. Dies waren nur einige der Aussagen, gegen die ich ank?mpfte, obwohl ich wusste, dass ich ohne eine externe, von Gott gegebene Autorit?t, die das Gegenteil sagt, wirklich keine Chance hatte, mich zu behaupten. W?hrend eines Gespr?chs mit einer sehr liberalen, befreundeten Pastorin, sagte sie zu mir: ?Keith, wenn du an all das Zeug ?ber die Autorit?t der Kirche glaubst, warum bist du dann nicht katholisch?? Gute Frage!

Ich hatte begonnen, diesen Gedanken wieder aufzugreifen. Je mehr ich ?ber alles nachdachte, wor?ber Devin und ich gestritten hatten, desto mehr schien es Sinn zu machen. Ich war an einer anderen Stelle angekommen. Ich hatte gelernt, dass es das Schlimmste ist, nicht auf Gott zu h?ren. Ich hatte immer noch Einw?nde. Ich hatte immer noch Probleme, aber ich hatte begonnen, ein neues Gef?hl der Berufung und eine neue Gegenwart in meinem Leben zu sp?ren. Es dauerte eine Weile, bis ich es zulassen konnte. Aber als ich mich auf eine Predigt ?ber Maria Verk?ndigung vorbereitete, wurde alles klar. (Es war Advent – also konnten wir ?ber Maria sprechen.) Als ich in meinem B?ro an dieser Predigt arbeitete, ?berkam mich ein besonderes Gef?hl. Je mehr ich ?ber Maria nachdachte, desto mehr wurde mir bewusst, wie erstaunlich sie nicht nur war, sondern wie sehr sie immer noch mit dem Heiligen Geist verbunden ist. Ich sp?rte ihre Gegenwart. Als ich diese Predigt hielt, konnte ich die Bewegung des Heiligen Geistes sp?ren. Ich sprach dar?ber, dass Maria die ?neue Eva? und die ?neue Bundeslade? war. Ich sprach dar?ber, wie wunderbar sie gewesen sein muss, dass der Engel Gabriel sie mit ?Gegr??et seist du Maria, voll der Gnade? begr??te. Und die Leute waren fasziniert von dieser Geschichte.

Ein Mann kam danach weinend nach vorne und sagte, er habe so etwas noch nie geh?rt. Es gibt noch so viel mehr, was ich dazu sagen k?nnte, aber die Quintessenz ist: Meine lehrm??igen Einw?nde wurden nicht durch Argumente gel?st, sondern dadurch, dass die Gottesmutter mein Herz erobert hat. Aber ich hatte immer noch die Frage, wie mein Leben denn aussehen w?rde, wenn ich mich bekehrte. Mein Vater hatte mir einmal gesagt: ?Keith, du kannst nicht einfach deinen Beruf k?ndigen und katholisch werden, es muss einen Weg geben?. Er meinte, ich m?sse wissen, wie ich meine Familie ern?hren wollte. Was w?rde ich beruflich tun? Was war mit meinem Dienst?

Ein Schritt des Glaubens

Die Antworten auf diese Fragen sollten sich mir erst nach einiger Zeit offenbaren. Eines Abends, als ich vor einem Kruzifix betete, sagte ich zu Jesus: ?Herr, ich bin bereit, katholisch zu werden, aber du musst mir einen Weg zeigen.?

Mit der gr??ten Klarheit, die ich je von Gott erhalten habe, sprach Jesus vom Kruzifix zu mir. ?Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Du brauchst mich nicht, um dir einen Weg zu bahnen, du brauchst nur MICH?. Ich wusste, was das bedeutete. Ich hatte gerade meinen Segen w?hrend der Messe erhalten (weil ich die Eucharistie nicht empfangen konnte). Jesus zeigte mir nicht nur, dass er in der Eucharistie wirklich gegenw?rtig war, sondern auch, dass mein gr??tes Bed?rfnis nicht darin bestand, dass Gott die Dinge einfach machte oder vollst?ndig offenbarte, sondern vielmehr darin, einen Glaubensschritt zu tun, wie ich ihn noch nie zuvor getan hatte. Er zeigte mir, dass das, was ich wirklich brauchte, nicht die Kontrolle oder die Sicherheit war. Was ich brauchte, war er.

Ich erkannte, dass ich selbst dann, wenn ich alles in dieser Welt verlieren, aber Jesus gewinnen w?rde, gewonnen h?tte! Ich musste an einen Punkt gelangen, an dem ich nicht mehr brauchte, dass alles perfekt lief, um mich zu bekehren. Ich musste bereit sein, alles f?r Jesus zu opfern. Als ich diesen Schritt tun konnte, wurde mir alles klar. Es gab kein Zur?ck mehr. Jesus sagte: ?Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn und grub ihn wieder ein. Und in seiner Freude ging er hin, verkaufte alles, was er besa?, und kaufte den Acker?. (Mt 13,44)

Nach all diesen Jahren war ich endlich bereit, den Acker zu kaufen. Ich bin so froh, dass ich es getan habe. Seitdem ich katholisch geworden bin, war es nicht einfach. Ich habe Freunde, Geld, Sicherheit, Stabilit?t und vieles mehr verloren. Aber was ich gewonnen habe, ist viel wertvoller, als ich es mir je h?tte w?nschen k?nnen. Die Segnungen, die ich erhalten habe, sind unvergleichlich mit dem, was ich geopfert habe. Gott hat zu seinem Wort gestanden. Ich wei?, dass ich die Kirche nie verlassen werde, egal, was in diesem Leben passiert.

Wenn man dem Ruf Gottes folgt, bedeutet das nicht, dass das Leben leicht wird, aber es wird sinnvoller. Ich bin so dankbar f?r die Gnade, die er mir geschenkt hat, und ich kann mir nur ausmalen, wohin mich diese Reise weiterf?hren wird.

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Keith Nester

Keith Nester ist geschäftsführender Direktor von „Down to Earth Ministries“, wo er zu den Menschen über Glauben, Theologie und seinen Weg zum Katholizismus spricht. Keith und seine Frau Estelle haben 3 erwachsene Kinder und leben in Cedar Rapids, Iowa. Keith hat sein Zeugnis in der Shalom World Sendung „Maria meine Mutter“ gegeben. Die Sendung finden Sie unter: shalomworld.org/shows/mary-my-mother

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