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Jan 15, 2020 409 Padre Jilto George CMI

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Pater?W?rde Jesus mich heilen?

An einem denkw?rdigen Abend, nach dem H?hepunkt von dreit?gigen SHALOM-Exerzitien, beobachtete ich die gl?cklichen Gesichter, wie sie sich auf den Heimweg machten, erneuert im Geist. Mein Herz jubelte in Dankbarkeit, als ich hinter mir eine Stimme h?rte, ?Pater, w?rde Jesus mich heilen?? Die Frage nahm meine Aufmerksamkeit in Beschlag. Ich sah einen jungen Mann in den Zwanzigern neben mir stehen. Er schaute verlegen. W?hrend alle anderen am Gehen waren, stand dieser junge Mann z?gernd, als ob er einen dringenden Bedarf nach Antworten auf all jene Fragen h?tte, die seinen Verstand umkreisten. ?Werde ich f?hig sein, ein Leben in Heiligkeit zu leben? Werde ich in meine alten schlechten Gewohnheiten zur?ckfallen??

Gleich am ersten Tag der Exerzitien hatte ich erfahren, dass dieser junge Bursche alles verloren hatte: Familie, Freunde und Beziehungen, aufgrund seiner Pornographie-Sucht. Dies hatte ihn in eine toxische Beziehung gef?hrt und in ein Leben, das total kaputt und verw?stet war. Es sah so aus, als ob er alle Hoffnung verloren h?tte. Sein Elend war so gro?, dass er niemandem in guter Absicht ansehen konnte ? nicht einmal seine Eltern. Er f?hrte ein obsz?nes Leben und sein Geist war getr?nkt von Schuldgef?hlen. Obwohl er einige alternative Methoden ausprobiert hatte, um sich von dieser Sucht zu befreien, gelang es ihm nicht und er fiel immer wieder in die alten S?nden zur?ck.

Ist f?r Gott etwas unm?glich?

Der hl. Augustinus sagte ?Es gibt keinen Heiligen ohne Vergangenheit und keinen S?nder ohne Zukunft.? Der junge Mann erinnerte sich, dass die Barmherzigkeit des Herrn sein Herz w?hrend der Beichte ber?hrt hatte. Dies machte ihm ganz tief bewusst, wie wichtig es ist, sich wie ein Kind von Gott abh?ngig zu machen. Seine anhaltende ?ngstlichkeit hinsichtlich der Zukunft offenbarte in Wahrheit seine Sehnsucht, ein Leben in Heiligkeit zu f?hren. Mir fiel ein, was der hl. Franz von Sales zu sagen pflegte: ?Der Herr freut sich an jedem kleinen Schritt, den du unternimmst, um ein heiliges Leben zu f?hren.? Ich redete auf den jungen Mann ein, es weiter zu versuchen. Der Schl?ssel zu einer immer vollst?ndigeren Bekehrung ist, es immer weiter zu versuchen, selbst wenn man kein offensichtliches Ergebnis erzielt. Gott sieht deine Anstrengung. Die Unf?higkeit, unseren eigenen Fortschritt zu erkennen, hilft uns, uns immer mehr auf Gott zu verlassen.

Die Bekehrung geschieht in einem Augenblick, aber es braucht das ganze restliche Leben, bis sie vollkommen wird. Die Bibel zeigt uns drei wichtige Meilensteine, um in Heiligkeit zu bleiben:

1.Alles beginnt mit dem Verlangen

Was suchst du? Wie Brennstoff Entz?ndung verursacht, so f?hrt unser Verlangen zu einer Handlung. Der Verlauf einer Google-Suche w?rde die Interessen und geheimen W?nsche einer Person offenbaren. ?Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.? (Mt 6,21) Der erste Schritt, um heilig zu werden, ist, Reinheit zu ersehnen, denn das Verlangen f?hrt zum Bestreben.

Der Apostel Paulus f?hrte den gleichen Krieg gegen die fleischlichen Begierden: ?Darum laufe ich nicht wie einer, der ziellos l?uft, und k?mpfe mit der Faust nicht wie einer, der in die Luft schl?gt; vielmehr z?chtige und unterwerfe ich meinen Leib, damit ich nicht anderen predige und selbst verworfen werde.? (1 Kor 9,26-27)

Verlangen kontrolliert unsere Schritte; gewisses Verlangen sollen wir meiden, w?hrend wir anderes Verlangen kultivieren m?ssen. Unerf?llte Begierden f?hren oft in Anh?ngigkeiten. Um also ein Leben in Heiligkeit f?hren zu k?nnen, muss man ein Verlangen nach Heiligkeit kultivieren. G?ttliches Verlangen zu kultivieren hilft der Seele, sich auf Gott zu fokussieren. Der hl. Augustinus sagt, ?Das ganze Leben eines guten Christen, ist in Wahrheit eine ?bung der Heiligen Begierde. Du siehst nicht, was du begehrst, aber schon dieser Akt des Ersehnens bereitet dich vor, sodass du sehen und ?u?erst zufrieden sein wirst, wenn ER kommt.?

2. Fliehen oder fallen?

Sehr oft sind wir das Ergebnis der Umgebung, in der wir leben.Zusammenh?nge und Umst?nde ?ben einen Einfluss auf unsere Handlungen aus. Die Ver?nderung einer Situation kann einen gro?en Unterschied bewirken. Eine heilige Atmosph?re und Umfeld sind unab?nderliche Voraussetzung, um ein heiliges Leben f?hren zu k?nnen.

Jedes menschliche Wesen hat eine nat?rliche Neigung zum Verbotenen. Das macht der Apostel Paulus im Brief an die R?mer 7,23 klar: ?Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das mit dem Gesetz meiner Vernunft im Streit liegt und mich gefangen h?lt im Gesetz der S?nde, von dem meine Glieder beherrscht werden.? Das Leben in Heiligkeit ist eine der K?mpfe; jeden Moment gibt es diesen Kampf zwischen Fleisch und Geist, und ein entsprechendes Umfeld produziert verderbliche Begierden des Fleisches.

Der hl. Bernardin von Siena lehrt uns, dass der beste Rat ist, die Gelegenheit zur S?nde zu meiden, und dies tats?chlich die Grundlage der Heiligkeit bildet. ?Seid n?chtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein br?llender L?we umher und sucht, wen er verschlingen kann.? (1 Petr 5,8) Das B?se kommt getarnt, oft in Form unserer Schw?chen. Der hl. Philip sagt, dass im Kampf gegen die Unreinheit der Sieg von jenen errungen wird, die vor der Gelegenheit zur S?nde fliehen, nicht von jenen, die sich ihr aussetzen und ihrem Leib schaden, weil es ihnen unm?glich ist, den Angriffen zu widerstehen.

3. Hab Mut!

Auf die Barmherzigkeit Gottes zu vertrauen und sich auf sie zu verlassen, ist der einfachste Weg, in der Heiligkeit zu wachsen. Gott ist nicht jemand, der ablehnt oder verurteilt, der darauf wartet, die Dinge verkomplizieren zu k?nnen. Er ist unser Vater, reich an Erbarmen, der darauf wartet, jeden umarmen zu k?nnen, der sich dem Thron der Barmherzigkeit n?hert. Auf uns selbst zu vertrauen und uns auf unsere eigenen Anstrengungen zu verlassen, ist der sicherste Weg, verloren zu gehen, aber wenn wir Gott vertrauen, wird uns alles m?glich.

Kleine Unzul?nglichkeiten begleiten uns, aber sie dienen nur dazu, dass wir dem?tig werden.?Ich bin lauter Liebe und Barmherzigkeit. Es gibt kein Elend, das sich mit meiner Barmherzigkeit messen k?nnte. Sie kann von der Not nicht ausgesch?pft werden, denn bei jeder Gew?hrung wird sie noch gr??er. Die gl?cklichste Seele ist jene, die sich Meiner Barmherzigkeit anvertraut, denn Ich Selbst k?mmere Mich um sie.? (Aus ?Das Tagebuch der Schwester Maria Faustyna Kowalska?, TB 1273) Die Barmherzigkeit Jesu ist eine Einladung an uns, uns v?llig Seinem Willen zu ?berlassen. Was den Menschen unm?glich, das ist m?glich durch die Barmherzigkeit des Herrn.

4. Fazit

Petrus war ein L?gner, Maria Magdalena war ein Partygirl, Maria von ?gypten war eine Prostituierte, Paulus war ein Verfolger, Augustinus war ein abtr?nniger Sohn, aber sie alle wurden zu Heiligen, als sie auf dem Weg der Heiligkeit wandelten!

Erinnere dich immer daran, dass Seine Gnade dir gen?gt? und jetzt ist die Zeit gekommen, dich wieder zu erheben und weiterzugehen. Sehne dich nach Heiligkeit, treffe eine k?hne Entscheidung, alle Gelegenheiten zur S?nde zu meiden und vertraue auf Seine Barmherzigkeit!

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Padre Jilto George CMI

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