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Jan 15, 2020 430 Pater Roy Palatty

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Sprich zu deinem Mount Everest

Edmund Hillary war der erste Mensch, der den Mount Everest bezwang. Beim ersten Versuch scheiterte er, warum auch immer. Die Queen von England erhob ihn in den Ritterstand und am Gala-Abend war ein riesiges Bild vom Mount Everest an der Wand des Haupttisches. Die Menschen empfingen ihn mit stehendem Beifall daf?r, dass er ?berhaupt diesen Versuch gewagt hatte. Als der Applaus endlich schw?cher wurde, drehte sich Hillary vom Publikum weg, hin zu dem Bild des Mount Everest, und sagte ?Mount Everest, du hast mich einmal besiegt und vielleicht wirst du mich wieder besiegen. Ich werde wieder kommen und dich bezwingen, denn du kannst nicht wachsen, ich hingegen schon.? Mit Tenzing Norgay erklomm Hillary den Mount Everest schlie?lich 1953. Hillary sprach zu dem Berg ? und besiegte ihn.

Wenn du nicht zu deinem Berg sprichst, dann wird dein Berg zu dir sprechen. Jesus sagte ?Amen, das sage ich euch: Wenn jemand zu diesem Berg sagt: Heb dich empor und st?rz dich ins Meer!, und wenn er in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass geschieht, was er sagt, dann wird es geschehen.? (Mk 11,23) Jesus w?hlte einen Berg, um unsere Probleme darzustellen. Berge sind gro?, und sie stellen sich immer so dar, als ob wir nichts mit ihnen tun k?nnten. Oft beten wir wegen unserer Berge: ?Gott, bitte hilf mir, diesen Berg der Versuchung zu bezwingen. Gott, bitte entferne den Berg der Angst oder Furcht. Gott, vertreibe die Berge der Krankheit und Schmerzen.? Es ist okay, Gott um Hilfe zu bitten, aber es gen?gt nicht. Wenn du vor einem Berg stehst, reicht es nicht, einfach nur zu beten. Du musst auch entweder zu dem Berg sprechen oder ihm gebieten.

Du kannst dem Berg der Versuchung, der Angst, Furcht, Krankheit und Schmerzen gebieten. Du musst sagen ?Angst, ich gebiete dir, zu verschwinden! F?r dich gibt es keinen Platz in meinem Leben.? Wenn du gesundheitliche Probleme hast: statt den Herrn anzuflehen, dass Er dich heilen soll, kannst du dieser Krankheit gebieten ?Krankheit, du hast keinerlei Anrecht ?ber meinen K?rper. Ich bin ein Kind des h?chsten Gottes. Mein K?rper ist der Tempel des Heiligen Geistes. Du bist hiernicht willkommen. Ich gebiete dir, meinen K?rper zu verlassen!? Du musst keine Bedenken haben, weil du zu deinen Problemen sprichst. Wie der hl. Johannes sagt ?Ihr aber, meine Kinder, seid aus Gott?; denn Er, der in euch ist, ist gr??er als jener, der in der Welt ist.? (1 Joh 4,4) Wir sind aus Gott ? was f?r eine Zusicherung, was f?r ein st?rkendes Versprechen! Untersch?tze nicht, was Gott durch dich tun kann!

Hochw?rden Matthew Naickomparambil war einer der ersten charismatischen Prediger in Indien. Einmal erz?hlte er mir von einer seiner Heilungserfahrungen. Einmal sollten er und sein Team in Manchester in Gro?britannien dreit?gige Exerzitien mit Heilungsgebet halten. Sie waren schon am losfahren, als zwei der Teammitglieder Windpocken bekamen. Die Mitarbeiter in dem Exerzitienzentrum trafen Vorbereitungen, um sie unter Quarant?ne zu stellen. Am Tag vor dem Abflug fand Pater Matthew auf seiner Hand bereits zwei Windpocken-Bl?schen. Statt ebenfalls in Quarant?ne zu gehen, entschied er sich daf?r, dem Windpocken-Berg zu gebieten. Er sagte ?Mein K?rper ist der Tempel des Heiligen Geistes. Ihr, Windpocken, habt keine Autorit?t, die Kontrolle ?ber mich zu ?bernehmen. Ihr seid hier nicht willkommen. Ich gebiete euch, meinen K?rper zu verlassen. Ich werde die Werke des Herrn am kommenden Dienstag in Manchester verk?nden.? Der Glaube siegte: der Berg der Windpocken verschwand. Er flog nach Manchester und zog den angek?ndigten Heilungsdienst durch.

Wenn du mit Langzeit-Krankheiten zu tun hast, Depression oder S?chten, dann sieht es manchmal so aus, als ob sich nie etwas ?ndern w?rde. Wenn du Worte des Glaubens sprichst, dann wird in der unsichtbaren geistigen Welt etwas geschehen. Berge st?rzen ein, die M?chte der Finsternis werden besiegt und der Feind erzittert.

Was steckt hinter dieser Art von Gebet? Wenn du deklarierst und den Bergen gebietest, dann tust du das nicht in deiner Autorit?t, sondern in der Autorit?t des Sohnes des lebendigen Gottes. Alle himmlischen M?chte werden auf dich aufmerksam und beginnen, f?r dich zu arbeiten. Die m?chtige Armee Gottes steht dann hinter dir. So wie es der Psalmist sagt ?Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich f?rchte kein Unheil, denn du bist bei mir? (23,4). Und weiter ?Dir begegnet kein Unheil, kein Ungl?ck naht deinem Zelt. Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu beh?ten auf all deinen Wegen.? (91,10-11) Da wir aus Gott sind, sind die m?chtigen K?mpfer des Allm?chtigen immer mit uns. Keine Kraft kann sich Gott widersetzen. Lasst uns das Geschenk des Glaubens, das uns gegeben wurde, neu in uns entfachen! Wenn du sprichst und nicht zweifelst, wird der Berg entfernt.
Papst Franziskus sagt ?Christus hat v?llig triumphiert ?ber das B?se, ein f?r allemal, aber es liegt an uns, den Menschen der jeweiligen Epoche, diesen Sieg in unserem Leben und in den gegenw?rtigen Situationen der Geschichte und der Gesellschaft willkommen zu hei?en.? In deinen Pr?fungen, Leiden und Entt?uschungen, erinnere dich an den Sieg Christi! Lade die Wirklichkeit des Triumphes Christi in dein Leben ein!

Hillary besiegte den Mount Everest nicht an einem Tag oder in ein paar Monaten. Aber jede Zwischenstufe seines Erfolges feierte er. Unterlass es niemals, dem Berg zu sagen, dass du ihn eines Tages besiegen wirst! Dein Berg sieht vielleicht Monat f?r Monat gleich aus. K?mmere dich nicht darum! Im geistigen Bereich ?ndern sich die Dingen zu unserem Vorteil. Bereits am allerersten Tag, an dem du zu deinem Berg sprichst, beginnt er in seinem Fundament zu zerbr?ckeln. Die Schrift sagt uns, dass Jesus einmal durch die Stadt ging, einen Feigenbaum sah und zu ihm ging, weil Er essen wollte. Der Feigenbaum hatte allerdings keine Fr?chte. Jesus sah den Baum an und sagte ?In Ewigkeit soll niemand mehr eine Frucht von dir essen.? Jesus sprach zu dem Baum. Jesus ging weg, und zuerst sah es nicht so aus, als ob irgendetwas passiert w?re. Der Baum war genauso gr?n und gesund wie vorher. Ich bin mir sicher, dass einige J?nger einander zufl?sterten ?Seht, die Worte unseres Meisters haben nichts bewirkt. Jesus muss Seine Kraft verloren haben, denn er gebot dem Baum zu sterben, aber nichts geschah.? Was sie allerdings nicht wahrnahmen, war, dass unter der Erdoberfl?che, in den Wurzeln, in dem Moment alles Leben abgeschnitten wurde, als Jesus gebot.

Als sie kurze Zeit sp?ter wieder durch die Stadt gingen, blieben die J?nger ?berrascht stehen. Sie sagten ?Rabbi, sieh doch, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt.? (Mk 11,21) Auf gleiche Weise setzen sich die M?chte des Himmels gleich in Bewegung, wenn du zu deinem Berg sprichst. Der Herr setzt Seine Gunst frei. Er h?lt die falschen Menschen fern von uns, schickt Heilung, Durchbruch, Er sendet Sieg.

Du wei?t vielleicht gar nicht, was Gott in dieser Zeit getan hat. Der Berg sieht genauso aus wie immer – gro?, dauerhaft und stark. Wenn du im Glauben feststehst und auch weiter zu dem Berg sprichst, wirst du pl?tzlich sehen, dass der Berg wegversetzt wurde. Der Berg wird auf deine Stimme, die sich im Glauben auf die Kraft des Herrn st?tzt, reagieren. Wenn du regelm??ig Bibelstellen liest, die dich inspirieren zu deinen Problemen zu sprechen, wirst du ermutigt sein. Jesus gebot dem Sturm (Lk 8,24), Er gebot dem Fieber (Lk 4,39), Er gebot dem Geist des Stummen (Mk 9,17) und vielem anderem. ?ber den Berg hast du vermutlich schon lange genug geredet. Jetzt ist die Zeit, zum Berg zu reden.

Der Glaube an Jesus ist die eine Sache. Der Glaube von Jesus eine andere. Wir reden viel ?ber den Glauben an Jesus. Ja, das ist wichtig. Aber es ist erst der Anfang. Wichtiger f?r uns ist es, ?ber den Glauben von Jesus zu sprechen. Dieser Glaube hilft uns, nicht nur beim Herrn ?ber unsere Probleme zu sprechen, sondern stattdessen lieber zu den Problemen zu sprechen.

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Pater Roy Palatty

Pater Roy Palatty Gebet: Oh Herr, teile Deine Sorgen um Dein Volk mit mir, wie Du sie mit dem Propheten Nehemia geteilt hast, sodass ich eifrig beten kann, g?tig lieben kann und zuversichtlich dienen kann. Hilf mir, Deine unergr?ndlichen Wege zu verstehen, auf denen Du Dein Volk zur ewigen Stadt Gottes f?hrst. Lass mich stets vertrauen und hoffen, niemals mich f?rchten, wenn ich durch die Schlucht der Herausforderungen gehe. Amen.

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