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Apr 12, 2019 521 Mary Clare

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Begegnung

Eine Vision und ihre Bedeutung

Als Petrus einmal am Balkon eines Hauses betete, wurde er hungrig. Als man ihm das Essen zubereitete, hatte Petrus eine Gotteserfahrung. Er sah, wie sich der Himmel ?ffnete und eine gro?e Schale sich der Erde n?herte, die an den vier Ecken gehalten wurde. Darin lagen alle m?glichen Vierf??ler, Kriechtiere der Erde und V?gel des Himmels. Dann h?rte er eine Stimme: Steh auf, Petrus, schlachte und iss! Petrus aber antwortete: Niemals, Herr! Noch nie habe ich etwas Unheiliges und Unreines gegessen. Das geschah drei- mal, dann wurde die Schale pl?tzlich in den Himmel hinaufgezogen(siehe Apg 10,9-16).

In dieser Schale waren verschiedene Tiere, gute und sch?dliche. Diese Vision stellt die gesamte heutige Menschheit dar: verschiedene Religionen, verschiedene Leb- ensweisen, verschiedene Laster ? all dies wird durch die unterschiedlichen Tiere, die in der Vision geschaut wurden, dargestellt. Ein L?we, der br?llt, das eigenn?tzige Sch- wein, die Heimt?cke des Fuchses ? all dies finden wir unter den Menschen. Gott sagt,?dass Er uns alle geheiligt hat. Betrachten wir sie also nicht als unrein. Jedes Mitglied der Menschheitsfamilie hat seine ganz eigene Pers?nlichkeit. Eine Menschen-Familie in der Gesellschaft unterscheidet sich sehr stark von der anderen.

Was Gott f?r rein erkl?rt

Die Selbstsucht aller Wesen, das Streben nach einem bequemen Leben, Stolz, Zorn ? all diese Dinge haben in uns Wurzeln geschla- gen. Petrus sah gewisse Tiere als unrein an. Auch wir k?nnen uns dem Verhalten und dem Handeln gewisser Menschen nicht anschlie?en oder es guthei?en. Bei gewis- sen Menschen f?hlen wir uns einfach nicht wohl. Einige sind psychisch krank, andere trinken vielleicht und wieder andere sind j?hzornig. Wenn dieser oder jener nicht Teil unserer Familie oder Gesellschaft w?re, k?nnten wir wie im Himmel leben! Unsere Familie ist wie eine H?lle wegen dieser ganz speziellen Person. Aber Gott sagt zu Petrus ?Was Ich f?r rein erkl?rt habe, nenne du nicht unrein!?

Mit den Worten ?iss?, also ?mache jene Tiere zu deiner Nahrung?, ist gemeint ?mache dir diese Wesen zu eigen?. Durch Nahrung wird uns das Leben erhalten. Nahrung wird also zu einem Teil des Leb- ens selbst. Wenn ich lerne, verschiedene Charaktere anzunehmen, dann beginne ich spirituell zu reifen. Stell dir vor, da gibt es eine zornige oder streits?chtige Person in der Familie. Wenn diese mit mir streitet, dann schlage ich nicht mit zornigen Worten zur?ck. Stattdessen kontrolliere ich mich selbst und benehme mich besonders liebensw?rdig diesem Menschen gegen?ber.

Wenn wir jene lieben und respek- tieren, die mit unserem Wesen nicht harmonieren oder diesem sogar ge- gens?tzlich sind, werden wir umso tugendhafter.

Diese Art von Benehmen wird mir helfen, in der G?te zu wachsen. So werde ich mit geistigen Fr?chten erf?llt. Meine Beziehung zu Gott und den Menschen schl?gt dann tiefe Wurzeln. W?hrend ich meinerseits dieses Opfer bringe, kann sich mein Gegen?ber bekehren. So werden unsere Freude und unsere Fr?hlichkeit sich mehren. Auf diese Weise wird jede Person, der ich begegne, Teil meines Lebens und Teil meiner Nahrung. Denn so notwendig wir die Nahrung ben?tigen, so notwendig ist auch jeder Mensch f?r uns.Wenn wir jene lieben und respektieren, die mit unserem Wesen nicht harmonieren oder diesem sogar gegens?tzlich sind, werden wir umso tugendhafter.

Liebe ist nicht das blo?e Erf?llen einer Verpfl ich- tung

Jesus fragt ?Wenn ihr n?mlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn k?nnt ihr daf?r erwarten? Tun das nicht auch die Heiden? Wenn ihr eure Feinde liebt, dann seid ihr Kinder des himmlischen Vaters.?

Es gibt Menschen, die meiden jene, die sie nicht m?gen, und bleiben ihnen fern. Sie k?nnen es auch nicht leiden, mit solchen Menschen zu leben und mit ihnen zu tun zu haben. Es gibt auch Menschen, die w?nschen, dass die Alten und Kranken in ihren Familien doch endlich sterben m?gen! Wieder andere halten sich bestimmte Menschen mit bestimmten Schw?chen und schlechten?dann eine herablassende Haltung solchen Menschen gegen?ber ein. Andere wieder machen es sich zur Pflicht, sich um sol- che Menschen besonders zu k?mmern. Sie pflegen sie, geben ihnen zu essen und was immer sie brauchen. Aber oft, wenn sie so handeln, ist ihr Herz den- noch auf etwas anderes gerichtet. Gott hat dem Petrus nicht aufgetragen, all die Kreaturen zu besch?tzen, sondern sie zu essen. Wir m?ssen in diesen ?unreinen? Menschen jene entdecken, die uns helfen, die in Gal 5,2 genannten Fr?chte des Heiligen Geistes zu erlan- gen. Sie sind Kinder Gottes. Also sind sie gut f?r uns. Sie wurden von Gott f?r rein erkl?rt. Lasst uns also um ein Herz beten, dass alle Arten von Menschen annehmen kann.

Jesus hat in den anderen immer das Gute gesehen. Lasst uns also unserem Herrn ?hnlich sein in Gesinnung und Anschauung.

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Mary Clare

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