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Apr 24, 2019 425 John D

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Begegnung

Das P?ckchen vom Himmel

Jeden ersten Freitag im Monat pflegte der hl. Franz von Assisi die Nacht alleine in den W?ldern zu verbringen, und zwar von 18.00 Uhr bis 06.00 Uhr morgens. Ein Mitbruder beobachtete dies und fragte ihn ?Wie machst du das, dass du wach bleibst und die ganze Nacht betest?? Der hl. Franziskus antwortete ?Warum gehst du nicht einmal in den Wald und nimmst eine leere Tasche mit, und dann noch eine zweite, mit Steinen angef?llt. Wiederhole dann dort das Vater unser Gebet, und immer, wenn du es von Neuem beginnst, legst du einen Stein von der vollen in die leere Tasche. Tu dies die ganze Nacht und wenn dann das Morgengrauen kommt, werden sich alle Steine in der vormals leeren Tasche befinden. Und du wirst dich nicht m?de f?hlen.?

Sein Mitbruder war ?ber den Ratschlag des hl. Franziskus gl?cklich und befolgte ihn. Als das Morgengrauen kam, hatte er mehr als dreihundert Steine von der vollen in die vormals leere Tasche umgeschlichtet. Als der Morgen schlie?lich kam, war er sehr aufgeregt, weil er in der Nacht nicht m?de oder des Betens ?berdr?ssig geworden war. Er lief zum hl. Franziskus, um ihm zu berichten, wie oft er das Vater unser Gebet beten konnte. Als er ihn erblickte, wurde sein Herz ber?hrt: er sah einen in Tr?nen aufgel?sten, knieenden hl. Franziskus, den Blick gen Himmel gerichtet, mit dem ersten Stein in der Hand, noch immer mit dem allerersten Teil des ?Vater unser? besch?ftigt! In diesem Moment begriff sein Mitbruder, dass Franz von Assisi eine ganz tiefe Gottesbeziehung hatte, ganz anders als seine eigene. Der hl. Franziskus war also nicht wegen des Umschlichtens der Steine nicht m?de geworden, sondern weil die tiefe Liebe zu Gott ihn wach hielt!

Als die Glocke zur Hl. Messe l?utete, beendete der hl. Franziskus sein Gebet, ohne dass er das Vater unser beendet hatte. Dies r?hrte seinen Mitbruder zu Tr?nen. Der hl. Franziskus umarmte ihn und sagte ?Wir brauchen in unserem Gebet und in unserem christlichen Leben nicht Rituale, sondern eine inbr?nstige Liebe zum himmlischen Vater. Wenn du eine liebende Beziehung zu deinem Vater hast, ergibt sich alles andere von selbst.?

Nach vielen Jahren lud der hl. Franziskus alle seine Priester und Br?der zu einem Treffen nach Assisi ein. Von ?berallher aus der ganzen Welt str?mten sie herbei. Er richtete folgende Worte an sie: ?Liebe Mitbr?der, unser himmlischer Vater sorgt vollkommen f?r jedes einzelne V?gelchen und jede Kreatur im Meer.? Erf?llt von der Liebe Gottes weinte und lachte er gleichzeitig, w?hrend er redete. Nachdem sie sich drei Stunden seiner Rede angeh?rt hatten, schrie ihn einer seine Mitbr?der an ?H?r endlich auf damit! Hast du irgendwelche Vorkehrungen f?r all die Mitbr?der, die von weither angereist sind, getroffen? Hast du dir wenigstens Gedanken gemacht, ob sie etwas zu Essen haben werden?? Der hl. Franziskus antwortete ?Verzeiht mir, ich habe tats?chlich vergessen, Essen f?r euch einzuplanen.? Darauf fragte ihn der aufgebrachte Bruder ?Wird unser Hunger dadurch gestillt werden, dass wir deine Reden anh?ren?? Der hl. Franziskus hob beide H?nde zum Himmel und rief aus ?Herr, ich habe nichts eingeplant f?r meine Mitbr?der. Aber dein Wort sagt: Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.? (Mt 6,33) Ungeduldig und zornig konterte der Mitbruder ?Was glaubst du eigentlich? Dass uns jetzt ein P?ckchen vom Himmel zugestellt wird, oder was?? Aber der hl. Franziskus setzte sein Gebet fort.

Als er sein Gebet beendet hatte, begann ein lautes Poltern rings um sie herum. Von allen Seiten kamen Esel und Pferde geritten mit Tonnen von Lebensmitteln. Was f?r eine ?berraschung! Als den ans?ssigen Leuten die Pl?ne des hl. Franziskus, eine Versammlung abzuhalten, zu Ohren kamen, beschlossen sie insgeheim, Essen f?r alle Teilnehmer zur Verf?gung zu stellen! Es gab Nahrung in ?berf?lle: jeder a?, bis er satt war, und es blieb noch ?brig. Der vormals aufgebrachte Mitbruder staunte nun mit Ehrfurcht, aufgeregt umarmte er den hl. Franziskus und sagte ?Ganz bestimmt ist das ein Zeichen f?r deine innige Gottesbeziehung. Es ist das gleiche Wunder wie das Wunder der Brotvermehrung!?

Sich in Gott zu verlieben ist die gro?artigste Liebesgeschichte; IHN zu suchen das gr??te Abenteuer; IHN zu finden die gr??te menschliche Errungenschaft. (Hl. Augustinus)

Wenn du das Vater unser betest, musst du dich fragen ?Ist Gott mein pers?nlicher Vater f?r mich?? Wenn deine Antwort ?nein!? ist, dann musst du deine Beziehung zu ihm nochmals ?berdenken. Du musst in aller Freiheit ?mein Papa!? zu Gott sagen k?nnen. Mit dieser Freiheit der Kinder Gottes, m?ssen wir auch Seinen Willen f?r unser Leben suchen. Nur dann, wenn wir in allem den Willen Gottes suchen, wird Gott in unserem Leben eingreifen und handeln. Wir k?nnen aus der Bibel herauslesen, dass Petrus sehr besorgt war, als nicht genug Geld zum Bezahlen der Steuern vorhanden war. Er hatte deswegen eine Last in seinem Herzen und teilte diese nicht einmal mit Jesus. Und ER, der alles wei?, sagte dann zu Petrus:? ?geh an den See und wirf die Angel aus; den ersten Fisch, den du heraufholst, nimm, ?ffne ihm das Maul und du wirst ein Vierdrachmenst?ck finden. Das gib den M?nnern als Steuer f?r mich und f?r dich.? Wenn Jesus sagt ?f?r mich und f?r dich?, meint er, ?Petrus, deine Sorge ist meine Sorge, deine Bed?rfnisse und Leiden sind genauso meine Bed?rfnisse und Leiden.?

Wenn wir mit Arbeiten f?r Gott besch?ftigt sind, verspricht Gott, bei uns zu sein in all unseren irdischen N?ten. Wir denken hier aber nur an unsere W?nsche. In Psalm 23 hei?t es ?Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen?Lauter G?te und Huld werden mir folgen mein Leben lang und im Haus des Herrn darf ich wohnen f?r lange Zeit.? Nicht wir m?ssen G?te und Huld suchen, sondern G?te und Huld werden uns nachfolgen. Wenn ich f?r Gott lebe, wird er meinen Bed?rfnissen gegen?ber sehr aufmerksam sein. ?Denn nur die, die mich ehren, werde ich ehren?? (1 Sam 2,30).

Damian Stayne ist ein bekannter Prediger aus England. Wenn er betet, geschehen Wunder. Im College war er ein Satansanbeter. Dann bekehrte er sich und versprach Gott: ?All die Jahre habe ich den Teufel angebetet. Von heute an werde ich leben, ohne dich je wieder zu beleidigen.? ?Und dann wurde er zum ?Wunder-Wirker?. W?hrend seine Freunde Zeit mit M?dchen verbrachten, verbrachte er seine Zeit betend vor dem Allerheiligsten Altarsakrament. Die M?dchen hassten das und begannen des Nachts an seine T?re zu klopfen. Trotz dieser Versuchungen war Damien Gott gehorsam und bewahrte seine Reinheit. Wenn er heute betet, k?nnen wir Wunder sehen.

Die Wunder, die von Petrus und Paulus vollbracht wurden, k?nnen auch von uns vollbracht werden. Wenn wir f?r Gott leben, wird ER f?r uns einstehen. Lasst uns beten, dass wir f?r Christus leben m?gen, dass wir Jesus niemals Leid zuf?gen m?gen, und dass wir Gott in unserem Leben immer hochachten m?gen. Amen.

 

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