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Jul 28, 2021 287 Deacon Doug McManaman, Canada

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Der weniger ausgetretene Pfad

Werden den Menschen mit gleichgeschlechtlicher Orientierung von der Kirche unn?tige moralische Einschr?nkungen auferlegt? Erfahre hier die Fakten.

Im Laufe der Jahre hatte ich sehr gute Sch?ler in meinem Klassenzimmer, die eine gleichgeschlechtliche Orientierung haben, und ich kenne als Diakon der Kirche eine Reihe von praktizierenden Katholiken mit einem Hang zum eigenen Geschlecht. Es ist wichtig, gleich zu Beginn festzuhalten, dass viele Menschen mit gleichgeschlechtlicher Orientierung keinen sexuell aktiven Lebensstil f?hren. Viele haben diesen Weg ausprobiert und festgestellt, dass sie ihn nicht gehen wollen (d.h. nicht alles, was man sich darunter vorstellt). Viele sind der Tugend der Keuschheit verpflichtet – einem Teil der Tugend der M??igung. Mit anderen Worten, viele homosexuelle Katholiken haben verstanden, was viele heterosexuelle Paare noch nicht verstanden haben, n?mlich, dass das Gl?ck nicht aus einer intimen sexuellen Beziehung kommt. Vielmehr kommt das Gl?ck aus einer tiefen Beziehung zu Gott und einem sittlichen Leben, das mit einer solchen Beziehung ?bereinstimmt. Solange ein Mensch keine echte Begegnung mit dem Herrn hatte, erscheinen viele moralische Lehren der Kirche wie eine l?stige B?rde, wie eine unn?tige Einschr?nkung des eigenen Gl?cks.

H?tte doch jemand die Wahrheit gesagt ?

Interessant ist, dass viele gleichgeschlechtlich-orientierte Katholiken betonen, dass der Unwille, klar und direkt zu sprechen, das hei?t, die mangelnde Bereitschaft, offen und ehrlich die Grundlehren der katholischen Sexuallehre zu verk?nden, ihnen wirklich gro?en Schaden zugef?gt hat. W?ren die Kleriker, Katecheten und Lehrer verantwortungsbewusster gewesen, und h?tten aufrichtig und f?rsorglich ?ber sexuelle Ethik und das Wesen der Ehe gelehrt, w?ren diesen Katholiken wahrscheinlich eine Menge Schmerz und vergeudete Jahre erspart geblieben. Mit anderen Worten, die Medien zeichnen oft ein Bild, wo die Personen mit gleichgeschlechtlicher Orientierung alle auf der einen Seite stehen und die Kirche mit ihren ?l?stigen moralischen Einschr?nkungen? auf der anderen Seite. Ein solches Bild entspricht einfach nicht den Tatsachen. Es gibt viele Katholiken mit gleichgeschlechtlicher Orientierung, die sich des Unterschieds zwischen Lust und Freude wohl bewusst sind, die ein sehr frommes, keusches Leben f?hren, dessen Mittelpunkt die Eucharistie ist, und die sich von solchen Priestern und Schwestern inspirieren lassen, die treu ihr Keuschheitsgel?bde bzw. Z?libat leben.

Die Sexualmoral kann man nicht verstehen, wenn man die Natur der Ehe nicht verstanden hat. Ich unterrichte Ehevorbereitungskurse f?r die Erzdi?zese, und ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass die meisten Paare, die heute heiraten, sich nicht vollkommen dar?ber im Klaren sind, was sie eigentlich tun, wenn sie beschlie?en zu heiraten. Mit anderen Worten, sie sind sich nicht ganz im Klaren dar?ber, was die Ehe wirklich ist und wie das mit dem sexuellen Ausdruck zusammenh?ngt. Das ist verst?ndlich, denn wir leben in einer Kultur, die den Sinn f?r die wahre Natur der Ehe verloren hat. Es gibt eine Reihe von m?glichen Erkl?rungen daf?r, beginnend mit der sexuellen Revolution der 60er Jahre, der Einf?hrung der unverschuldeten Scheidung in den sp?ten 60er Jahren, der Einf?hrung der ?Common Law Ehe? (Ehe ohne Trauschein, d.h. ein Paar lebt f?r eine gewisse Zeit zusammen und wird dann vom Staat so behandelt, als w?ren sie verheiratet), der Trennung von Sex und Kinderwunsch (wurde durch die Herstellung und Verbreitung moderner Verh?tungsmittel m?glich) usw.

Aber die Ehe wurde schon immer als eine Institution verstanden. Sie ist mehr als eine Freundschaft – unsere Freundschaften sind privat, sie sind keine Institutionen. Die Ehe ist eine Organisation, die f?r das Gemeinwohl existiert (Institution). So wie eine Zelle die Grundeinheit eines lebenden Organismus bildet, ist die Ehe die Grundeinheit der Gesellschaft. Die Ehe ist ein einzigartiges Ph?nomen.

Bis dass der Tod uns scheidet

Kurz gesagt, sie ist eine Verbindung von zweien zu einem Fleisch, zu einem K?rper. Sie ist eine vollst?ndige (totale) und gegenseitige Hingabe des Selbst an den anderen; und da ?du dein K?rper bist?, bedeutet sich selbst zu geben, deinen K?rper zu geben. Weil es eine vollst?ndige und totale Selbsthingabe ist, ist sie unwiderruflich – ich kann nicht zur?cknehmen, was ich gegeben habe, da ich nicht mehr an dem h?nge, was ich gegeben habe. Da es beidseitig ist, haben sich beide dem anderen ?bergeben, so dass ihr K?rper nun ihm geh?rt und sein K?rper ihr geh?rt. Sie sind eine Einheit im Fleisch geworden. Der nat?rliche Ausdruck dieser Vereinigung ist der Geschlechtsverkehr (der eheliche Akt). In diesem Akt werden Mann und Frau ?zu einem reproduktiven Organismus“ (Ein Mann ist reproduktiv unvollst?ndig, und eine Frau ebenso. Aber im ehelichen Akt werden die beiden reproduktiv zu einem K?rper). Im sexuellen Akt werden die beiden Eins im Fleisch, und das ist, was die Ehe ist. Somit ist der sexuelle Akt ein Ausdruck und eine Feier der ehelichen Liebe (der verheirateten Liebe). Es gibt eine zweifache Qualit?t des sexuellen Aktes; er dient zwei Zwecken: 1) die eheliche Liebe auszudr?cken und zu feiern und 2) die Zeugung von neuem Leben.

Deshalb ist eines der Hindernisse, welches eine Ehe ung?ltig (nicht existent) macht, Impotenz, was die Unf?higkeit impliziert, den sexuellen Akt tats?chlich durchzuf?hren (die Unf?higkeit, die Ehe zu vollziehen). Unfruchtbarkeit ist kein Ehehindernis. Es ist nicht notwendig, tats?chlich Kinder zu haben, um g?ltig verheiratet zu sein. Jedoch ist die Offenheit f?r Kinder eine notwendige Voraussetzung f?r eine g?ltige Ehe, und so macht die vors?tzliche Absicht, keine Kinder zu bekommen, eine Ehe ung?ltig (nicht existierend). Andere Hindernisse, die eine Ehe ung?ltig machen, sind N?tigung, Betrug (er ist nicht die Person, die er ihr vorgegaukelt hat), die Bereitschaft zur Scheidung (die Absicht muss sein, ?bis dass der Tod uns scheidet?), psychologische Unreife (die moralischen und psychologischen Voraussetzungen, um tats?chlich verheiratet zu sein, sind bei mindestens einem Partner einfach nicht gegeben – das ist ein ernstes Problem bei vielen Menschen heute, denn die Kultur, in der wir leben, ist nicht dazu angetan, moralisch reife Erwachsene hervorzubringen).

Die Ehe, wie sie von der j?disch-christlichen Tradition verstanden wird, ist eine objektive Institution mit einer genau bestimmten Natur. Sie ist kein soziales Konstrukt, wie die Postmodernisten behaupten. Und weil die Ehe eine Verbindung von zwei K?rpern zu einem, zu einem Fleisch ist, kann sie nur zwischen einem Mann und einer Frau erreicht werden. Es ist nicht m?glich, dass zwei Menschen des gleichen Geschlechts im Akt der sexuellen Vereinigung tats?chlich zu einem K?rper werden; mit anderen Worten, es ist nicht m?glich, eine Ehe zu vollziehen, wenn beide vom gleichen Geschlecht sind.

Sexualethik geht – zumindest f?r uns – immer von einem Verst?ndnis des ehelichen Kontextes aus. Vorehelicher Sex ist im Grunde ein Fall von L?ge mit dem eigenen K?rper – die beiden dr?cken eine Ehe aus und feiern sie, die noch nicht besteht. Aber der sexuelle Akt zwischen einem wirklich verheirateten Paar ist ein heiliger Akt; er ist ein Akt der Gnade. Au?erhalb dieses Kontextes ist der sexuelle Akt meistens und normalerweise eine Angelegenheit zur Beschaffung von sexuellem Vergn?gen. Sex mit einer anderen Person zu haben, und zwar nicht als Ausdruck der totalen Selbsthingabe in der Ehe, sondern lediglich als Mittel zum sexuellen Vergn?gen, bedeutet, den anderen als Mittel zum Zweck zu benutzen; und den anderen als Mittel zum Zweck zu benutzen, ist immer ein Versto? gegen ein grundlegendes moralisches Gebot, andere um ihrer selbst willen zu behandeln, niemals als Mittel zum Zweck.

Die Suche nach dem Gl?ck

Zu diesem philosophisch-theologischen Verst?ndnis der Ehe und der Bedeutung des sexuellen Aktes g?be es noch weit mehr zu sagen, als in einem Artikel Platz hat. Jedenfalls ist Sex f?r einen gro?en Prozentsatz der Bev?lkerung nicht mehr wirklich etwas, das eine gro?e Bedeutung hat. Er ist oft nicht viel bedeutungsvoller als einen Martini zu trinken oder sich einen Eisbecher zu g?nnen, etwas, das man mit fast jedem machen kann. Doch die Entschlossenheit der Kirche, das Wesen und die Heiligkeit des sexuellen Aktes und die wahre Bedeutung der Ehe zu sch?tzen, wurzelt in ihrer ?berzeugung, dass die Ehe/Familie die grundlegende Einheit der Gesellschaft ist und dass alles, was diese Einheit besch?digt, die zivile Gemeinschaft als Ganzes sch?digt.

Und so ruft die Kirche jene Personen mit einer gleichgeschlechtlichen Orientierung zu einem Leben in Keuschheit auf. Nun mag das f?r einige grausam klingen, aber es k?nnte sehr gut sein, dass es der gegenteilige Ansatz ist, der tats?chlich grausam ist. Au?erdem ist der klerikale Z?libat heute wahrscheinlich wichtiger als jemals zuvor. Ein gutaussehender Priester oder Nonne, die ein Keuschheitsgel?bde abgelegt haben und Freude ausstrahlen, geben ein sehr starkes Zeugnis daf?r, dass das Gl?ck (oder die Freude) nicht aus einer intimen sexuellen Beziehung kommt, sondern dass das Gl?ck in Christus zu finden ist. Es ist sogar schwierig, verheirateten Paaren das beizubringen. Sie glauben oft, dass ihr Gl?ck im anderen zu finden ist. Aber der heilige Augustinus hat es schon vor langer Zeit gesagt, auf der ersten Seite seiner Bekenntnisse: ?Geschaffen hast du uns auf Dich hin, oh Herr, und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in Dir.? Mit anderen Worten: Gott hat dich f?r ihn selbst geschaffen, nicht f?r einen anderen. Vollkommenes Gl?ck kann niemals in einem anderen Menschen gefunden werden, sondern nur in Gott. Wenn Gott einen Mann in die Ehe beruft, dann ruft er ihn, seine Frau um ihretwillen zu lieben, nicht um seiner selbst willen oder um seines eigenen Gl?ckes willen. Er ruft diesen Mann auf, Gott zu lieben, indem er diese Frau um ihretwillen und um Gottes Willen liebt. Leider verraten sich viele Menschen durch ihre Worte, indem sie Dinge sagen wie: ?Er f?llt eine Leere in mir aus?, oder ?Ich f?hlte mich einfach nicht mehr erf?llt, also habe ich mich getrennt.? Als ob es in der Ehe um ?meine Erf?llung? ginge.

Gl?ck f?r alle Ewigkeit

Es gibt ein ungeheuer reiches Erbe in diesem Bereich der Sexualethik und des Wesens der Ehe in der Geschichte der Kirche, das im 20. Jahrhundert eine enorme Entwicklung durchgemacht hat (z.B. die Theologie des Leibes), und wenn wir das unseren Studenten beibringen, reagieren sie wirklich positiv. Und das gilt auch f?r jene Studenten, die sich zum eigenen Geschlecht hingezogen f?hlen. Viele von ihnen erkennen die Wahrheit in diesen Lehren und sind dankbar, sie zu empfangen. Leider haben viele Geistliche Angst, das zu lehren, und viele P?dagogen sind einfach nicht damit vertraut.

Tatsache ist, dass jeder seine eigenen K?mpfe hat. Welchen Weg auch immer der Herr uns zu gehen beruft, es wird Opfer geben, die wir bringen m?ssen, K?mpfe gegen uns selbst und unsere pers?nlichen Neigungen, die wir ausfechten m?ssen, aber am Ende dieses Weges wartet unser ewiges Gl?ck auf uns. Noch wichtiger ist, dass ?der Weg zum Himmel himmlisch ist?; umgekehrt ist „der Weg zur H?lle h?llisch“. Wenn Menschen soweit kommen, ihr eigenes einzigartiges Schlachtfeld und den spezifischen Weg zu erkennen, auf den der Herr sie ruft, mit all den Opfern, die sie bringen m?ssen, dann beginnen sie eine Freude zu erleben, die sie nicht f?r m?glich gehalten haben. Die meisten Menschen folgen der Illusion, dass sie nur dann gl?cklich sein werden, wenn sie das tun k?nnen, was sie tun m?chten. Sie gehen diesen Weg und stellen entt?uscht fest, dass sie ?berhaupt nicht gl?cklich sind, sehr zu ihrer Best?rzung. Aber wenn sie schlie?lich anfangen zu tun, wozu der Herr sie beruft, entdecken sie etwas, von dem sie keine Ahnung hatten, dass sie es finden w?rden, n?mlich ein tiefes Gef?hl der Erf?llung.

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Deacon Doug McManaman

Deacon Doug McManaman is a retired teacher of religion and philosophy in Southern Ontario. He lectures on Catholic education at Niagara University. His courageous and selfless ministry as a deacon is mainly to those who suffer from mental illness.

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