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Nov 26, 2020 290 Ellen Hogarty, USA

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Das ist doch selbstverst?ndlich

Drehe den Wasserhahn auf und Wasser kommt heraus;

Bet?tige einen Schalter und das Licht geht an;

?ffne den Schrank und finde dort Essen.

Es ist so einfach, Dinge f?r selbstverst?ndlich zu halten!

Danken ist eine wichtige Gewohnheit, die es zu pflegen gilt.? In 1 Thess 5,18 sagt Paulus: ?Dankt f?r alles; denn das will Gott von euch, die ihr Christus Jesus geh?rt.? Warum will der Herr, dass wir unter allen Umst?nden Dank sagen? Der heilige Paulus sagt, dass das Ergebnis sein wird, dass ?der Friede Gottes, der alles Verstehen ?bersteigt, (unsere) Herzen und Gedanken in Christus Jesus unversehrt bewahren wird.? Wenn du dich also unruhig, besorgt, ?ngstlich und friedlos f?hlst, ist eine sehr gute Abhilfe, zu beginnen, dem Herrn f?r alle Dinge zu danken.

Auf einer Wanderpilgerreise, die ich vor einigen Jahren unternommen habe, habe ich einige wichtige Lektionen ?ber Dankbarkeit gelernt. Ein Freund und ich machten uns auf den Weg, 180 Meilen des Jakobsweges in Spanien zu? pilgern. An einem der Tage legten wir etwa 15 Meilen zur?ck und waren sehr gewillt, zu pausieren. Wir waren m?de, staubig und hungrig und beschlossen, in der n?chsten Stadt zu bleiben. Als wir jedoch dort ankamen, erfuhren wir, dass aufgrund eines gro?en Weinfestes in der Gegend alle verf?gbaren Zimmer belegt waren. Nicht gerade das, was wir h?ren wollten!

Wir waren ersch?pft und brauchten in dieser Nacht einen Platz zum Schlafen. Nachdem wir an mehreren Unterk?nften angehalten hatten, die voll belegt waren, wurden wir ?immer verzweifelter. Dann erz?hlte uns jemand von einem Ort gleich au?erhalb der Stadt, wo vielleicht noch Platz w?re. Der Mann war so nett, f?r uns anzurufen, und tats?chlich hatten sie noch zwei Betten in einem ?ffentlichen Schlafsaal ?brig. Wir mussten noch etwa eine Meile laufen, um dorthin zu gelangen, und als wir dort ankamen, fanden wir den Ort schmutzig und ?berf?llt vor, aber wir waren so dankbar f?r den Schlafplatz und die Unterkunft, dass es uns egal war und wir uns nicht beschwerten. Es war besser als drau?en auf dem harten Boden zu schlafen, ohne ein Dach ?ber dem Kopf zu haben.

Am n?chsten Tag gingen wir an einem Busbahnhof vorbei und sahen viele afrikanische Fl?chtlinge, die auf den Bus warteten. Wovor wollten sie fliehen? Wie weit waren sie gereist? Wir brauchten uns lediglich den Schmerz und das Leid vorstellen, das sie ertragen mussten, um Spanien zu erreichen, und unsere Herzen f?llten sich mit Mitleid und Empathie.

Als ich ?ber diese Erfahrung nachdachte, fragte ich mich: ?Wie oft habe ich Gott f?r das Bett gedankt, in dem ich jede Nacht schlafen konnte?? Nicht oft genug, wurde mir klar. Die M?glichkeit, dass mir etwas vorenthalten wurde, was ich normalerweise als selbstverst?ndlich ansah, und die Tatsache, dass ich andere in einer viel schlimmeren Situation antraf, als ich sie je erlebt habe, brachte mich dazu, mich auf mein Gesegnet-Sein zu konzentrieren, und hielt mich davon ab, mich zu beklagen. Mein Herz f?hlte sich leichter und freudiger an. Das brachte mich dazu, Gott f?r andere Dinge zu danken, mit denen er mich gesegnet hatte, wie zum Beispiel Wasser.

Mein Freund und ich lernten auch die Gabe frischen Wassers auf der Pilgerreise zu sch?tzen. Auf dem Camino tr?gt man Wasser im Rucksack mit sich, und Wasser ist ziemlich schwer. Aber es gibt Abschnitte auf dem Weg, wo es keine Wasserquellen gibt, so dass man einen ausreichenden Vorrat mit sich f?hren muss. Mehr als einmal wurde uns das Wasser knapp und ging uns sogar aus, und oh, wie dankbar waren wir, als wir einen Ort fanden, wo wir unsere Beh?lter auff?llen und unseren Durst l?schen konnten. Und eines der besten Dinge am Ende des Tages war die erfrischende Dusche, die wir uns in den Herbergen, in denen wir ?bernachteten, g?nnen durften.

Als wir von der Pilgerreise zur?ckkehrten, wollten wir uns die liebgewonnene Gewohnheit des Danksagens bewahren. Wie viel besser ist es da, jeden Tag f?r die kleinen Dinge dankbar zu sein, f?r jene Dinge, die wir normalerweise f?r selbstverst?ndlich halten, und nicht erst, wenn uns etwas genommen wird. Gott verdient unser Lob und unsere Dankbarkeit, und wenn wir in unserem Alltag auf die Segnungen schauen und Gott daf?r danken, dann tragen sich die Probleme und Sorgen viel leichter, und Gottes Gegenwart und Vorsorge r?cken in den Blickpunkt.

Dankbarkeit ist wirklich die T?r, die uns f?r den ?Frieden ?ffnet, der alles Verstehen ?bersteigt.? Probiere es aus. Wof?r kannst du Gott jetzt gerade danken?

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Ellen Hogarty

Ellen Hogarty ist geistliche Leiterin, Autorin und Vollzeitmissionarin bei der Lord's Ranch Gemeinschaft. Erfahre mehr über ihre Arbeit mit den Armen unter: www.thelordsranchcommunity.com

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