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Okt 20, 2020 319 Mary Therese Emmons, USA

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Heile die Welt

Aufgewachsen in einer Gro?familie mit zehn Kindern und ebenso vielen unterschiedlichen Pers?nlichkeiten, war unser Zuhause oft laut und chaotisch, aber auch von tiefem Glauben und Liebe erf?llt. Ich habe lebhafte Erinnerungen daran, wie meine Geschwister und ich unsere liebe Mutter tagt?glich mit unseren Zankereien bombardierten.

Sehr oft antwortete meine Mutter einfach auf unsere Streitigkeiten, indem sie mit ihrer beruhigenden Stimme die Seligpreisung rezitierte: ?Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.? Wenn wir diese Worte h?rten, zogen wir uns zur?ck und fassten den festen Entschluss, Kompromisse einzugehen und zu verzeihen. Im Laufe der Jahre sind so viele der einf?hlsamen Worte meiner Mutter zu meiner inneren Stimme geworden. Angesichts der turbulenten Welt, in der wir leben, erklingt diese Stimme jetzt besonders laut.

Seltsamerweise ist die Welt heute nicht ganz anders als das Haus, in dem ich aufgewachsen bin. Auch diese Welt ist laut und chaotisch, aber dennoch voller Glaube und Liebe. Selbst bei gegens?tzlichen Pers?nlichkeiten, unterschiedlichen Idealen und widerspr?chlichen Gedanken glaube ich dennoch, dass es einen gemeinsamen Wunsch nach Frieden und eine zugrunde liegende Liebe f?reinander gibt.

Das Lieblingsgebet meines Vaters war das einfache, aber dennoch sch?ne Friedensgebet des heiligen Franziskus, das f?r mich mit zunehmendem Alter immer mehr Bedeutung gewonnen hat. Es ist ein perfektes Gebet f?r die Zeit, in der wir leben. Es ist nicht nur ein Gebet f?r den Frieden, es ist ein Gebet, das einen Weg sucht, ein Werkzeug f?r die Verbreitung des Friedens zu werden.

Es verlangt, dass wir uns selbst verleugnen, um uns um andere zu k?mmern und diese Welt zu heilen, die zutiefst verletzt und verwundet ist. Wenn ich ?ber die ermutigenden Worte dieses ber?hrenden Gebetes nachdenke, kann ich nicht anders, als Mitgef?hl f?r die Verletzten zu empfinden und den aufrichtigen Wunsch zu sp?ren, zur Heilung beizutragen, Trost zu spenden und Frieden zu bringen, wo immer ich kann.

Was w?re das f?r eine andere Welt, wenn wir alle die sanften Worte des Heiligen von Assisi annehmen und sie in unserem Leben umsetzen w?rden:

 

Herr, mache mich zu einem Werkzeug Deines Friedens?

dass ich liebe, wo man hasst;

dass ich verbinde, wo Streit ist;

dass ich den Glauben bringe, wo Zweifel droht;

dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung qu?lt;

dass ich Licht entz?nde, wo Finsternis regiert;

dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten,

nicht, dass ich getr?stet werde, sondern dass ich tr?ste;

nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;

nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer sich hingibt, der empf?ngt;

wer sich selbst vergisst, der findet;

wer verzeiht, dem wird verziehen;

und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. Amen.

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Mary Therese Emmons

Mary Therese Emmons is a busy mother of four teenagers. She has spent more than 25 years as a catechist at her local parish, teaching the Catholic faith to young children. She lives with her family in Montana, USA.

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