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Sep 07, 2020 416 Irene La Palambora

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Zerbrochen und doch geheilt

Entdecke die heilende Ber?hrung Jesu, wenn du die Vergebung annimmst.

Irene La Palambora erz?hlt die au?ergew?hnliche Geschichte, wie sie Jesus ihre verwundete Vergangenheit anvertraut und ihm erlaubt hat, ihr Leben zu ver?ndern.

Von fr?hester Kindheit an waren meine Eltern h?ufig abwesend und so waren wir meistens auf uns selbst gestellt. Meine Mutter war ein geselliger Schmetterling, der es liebte, Feste zu feiern und tanzen zu gehen, aber sie wollte keine Kinder um sich haben. Mein Vater war ein Workaholic, der gerne jagte und fischte, so dass er nur selten bei uns zu Hause war. Unser Bed?rfnis nach F?rsorge und Liebe schien ihnen nicht in den Sinn zu kommen.? Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Mutter jemals verbale oder k?rperliche Zuneigung zum Ausdruck gebracht h?tte. Wenn ich mich nach dem Verzehr von Wildpilzen erbrach, schimpfte sie mich einfach, weil ich eine Sauerei veranstaltet hatte, und sagte mir, ich solle es aufr?umen.

Ich wuchs so verwahrlost auf, dass mein Vater beschloss, mich in ein Internat zu schicken. In den Schulferien wurde ich immer auf den Bauernhof meiner Gro?eltern geschickt. Sie waren sehr gl?ubige Katholiken und gaben mir die Liebe, nach der ich mich sehnte.

Die Nacht, in der mein Leben zusammenbrach

Als ich zum ersten Mal nach Hause zur?ckkehrte, stellte ich fest, dass meine Mutter gerade meinen j?ngsten Bruder mit einem Notkaiserschnitt zur Welt gebracht hatte. Wir wussten nicht einmal, dass sie schwanger war, es war also ein gro?er Schock, und sie war immer noch sehr schwach. Meine Gro?eltern hatten meine Geschwister zu sich genommen, und so nahmen mein Vater und sein Freund mich mit ins Krankenhaus, um ?auf das Kind anzusto?en?, indem sie sich im Pub ein paar Drinks genehmigten. Da ich keinen der beiden Pl?tze betreten durfte, blieb ich einfach allein im Auto sitzen.

Als sie schlie?lich aus dem Lokal kamen, war keiner von beiden mehr fahrt?chtig. Auf dem Heimweg stritten sie sich dar?ber, welchen Weg sie nehmen sollten. Mein Vater bog falsch in einen ruhigen, abgelegenen Ort ein und kippte dann ?ber das Lenkrad, um sich auszuschlafen. Also stieg ich aus dem Auto aus, um etwas Luft zu schnappen und die Gegend zu erkunden. Pl?tzlich wurde ich von hinten gepackt. Der Freund meines Vaters riss mir die Kleider vom Leib und vergewaltigte mich brutal, lie? mich dann schluchzend auf dem Boden liegen und kehrte zum Auto zur?ck.

Zitternd vor Schock und Schmerz zog ich meine Kleider wieder an. Obwohl ich um mein Leben f?rchtete, war mir klar, dass ich an diesem Abend nur nach Hause kommen konnte, wenn ich wieder in das Auto einstieg. Mein Vater merkte nicht einmal, dass etwas nicht stimmte, und ich wusste nicht, wie ich dar?ber sprechen sollte. Als wir endlich nach Hause kamen, polterten sie in die K?che, um zu essen, w?hrend ich direkt ins Badezimmer eilte und mich einschloss. Ich lie? ein gl?hend hei?es Bad einlaufen und versuchte einfach zu vergessen, was passiert war. Niemand erfuhr je, was mit mir geschehen war, aber es hat mein Leben dramatisch beeinflusst.

Obwohl ich im Gebetsleben in der Schule gro?en Trost fand und mich intensiv darum bem?hte, ein Kind Mariens zu werden, hatte ich mit der strengen Disziplin dort zu k?mpfen. Die Nonne, die f?r die Internatssch?ler zust?ndig war, hatte von Anfang an eine Abneigung gegen mich. Sie kritisierte mich oft und erlaubte mir nie etwas, wie etwa die Auswahl des Gutenachtlieds. Wenn etwas passierte, bekam ich immer die Schuld daf?r, egal ob ich tats?chlich schuld war oder nicht. Eines Tages wurde es mir zu viel. Als die Schwester mir diktierte, was ich f?r mein Kunstprojekt malen sollte, lief ich von der Schule weg und verbrachte den Tag in einer stillgelegten Butterfabrik. Als es dunkel wurde, fl?chtete ich mich in die Kirche. Die Polizei fand mich dort und brachte mich in die Schule zur?ck, wo ich ?ffentlich getadelt wurde und 48 Stunden lang niemand mit mir sprechen durfte.

Ich f?hlte mich so allein und ungewollt, besonders als mein w?chentlicher Brief an meine Mutter im Krankenhaus mit dem Vermerk „Zur?ck an den Absender, Adressat unbekannt“ zur?ckkam. Ich dachte, ich sei v?llig verlassen, ich war innerlich ganz zerschlagen und ich konnte niemandem vertrauen. In dieser Zeit der Trostlosigkeit war der Pfarrer meine einzige St?tze. Er behandelte mich wie eine Tochter und tr?stete mich, wenn ich verzweifelt war. ?Du musst dir vorstellen, dass deine Seele wie ein Marmorblock ist. Um ihn zu einer sch?nen Skulptur zu formen, muss man Splitter herausschlagen.? Die Muttergottes st?rkte mich ebenfalls. Nachdem ich endlich in die Marianische Gemeinschaft aufgenommen worden war, wickelte ich mich geistig immer in ihren Mantel, wenn ich Angst hatte, einzuschlafen.

Bin ich ein Irrtum?

Man sagt uns immer, dass Gott uns liebt, aber f?r mich ergab das keinen Sinn. Als ich erwachsen war, heiratete und Kinder bekam, war ich immer auf der Suche nach diesem Gott, der mich angeblich liebte. Ich kannte die Theorie. Ich versuchte, eine gute Katholikin zu sein. Ich sang im Chor und half in der Pfarrei, aber ich hatte das Gef?hl, dass ich nur funktionierte.

Meine Tante erz?hlte mir, dass meine Mutter in einen anderen Mann verliebt war, aber meinen Vater heiraten musste, weil sie mit mir schwanger war. Vielleicht war das der Grund, warum meine Mutter mich nie geliebt hat. Ich war ein Fehler. Eine andere Tante erz?hlte mir, dass ich mit 18 Monaten fast an Unterern?hrung gestorben w?re, weil ich nicht essen und trinken wollte. Das hat mich immer verwirrt. Warum sollte ein Baby sterben wollen? Viele Jahre lang fragte ich den Heiligen Geist, was mit mir als Baby los war.

Als ich eines Tages beim Malen war, f?hlte ich pl?tzlich den Drang, mit einem Priester ?ber all die Dinge zu sprechen, die mich geplagt hatten. Ich wollte es nicht wirklich, aber nach einem langen Gespr?ch legte ich eine gute Beichte ab. In diesem Moment f?hlte ich mich in eine Wolke aus Liebe geh?llt. Jesus drang in mein Herz, und ich verstand, dass Jesus mich so liebt, wie ich bin. Das war das Erstaunlichste.

Nach dieser kraftvollen Erfahrung wusste ich, dass ich den vielen Menschen, die mir geschadet hatten, vergeben musste, aber es war so schwer. Ich konnte nicht einmal das Vaterunser beten, weil ich denen nicht vergeben wollte, die sich an mir vergriffen hatten. Als ich betete und mit Jesus dar?ber sprach, sah ich ihn pl?tzlich am Kreuz, blutend und unter Schmerzen, wie er um Luft rang. Es war ein schrecklicher Anblick. Seine Augen waren voller Liebe und Z?rtlichkeit, und ich h?rte ihn sagen: ?Halte auch die andere Wange hin. So, wie ich dir vergeben habe, musst auch du gehen und vergeben?. Ich sa? einfach da und dachte, dass es wahr ist. Ich konnte nicht an meinen Vorw?rfen festhalten, weil mir selbst so viel vergeben wurde.

Also bat ich den Heiligen Geist, mir jede Person zu zeigen, der ich vergeben musste. Es dauerte lange, sie einzeln durchzugehen, und als es um meine Eltern ging, hatte ich einen echten Kampf. Ich sagte zu Jesus: ?Ich entscheide mich daf?r, meinem Vater zu vergeben, aber du musst mir helfen.? Als ich nach Hause kam, ?berraschte ich mich selbst und auch ihn, indem ich mich zu ihm hinsetzte und sagte: ?Papa, ich liebe dich.? Er erwiderte nichts, aber er schaute mich an und l?chelte. In dem Moment, als ich es sagte, wusste ich, dass ich ihm verziehen hatte und ihn jetzt wirklich liebte.

Von der Verzweiflung zur Freude

Wenige Wochen sp?ter wurde bei ihm Krebs diagnostiziert und er lebte nur noch 7 Monate. Als ich mit gebrochenem Herzen in der Kirche sa?, fragte ich Jesus: ?Warum musstest du mir meinen Vater nehmen? Ich war gerade dabei, ihn kennen zu lernen?. Als mir die Tr?nen das Gesicht hinabliefen, schaute ich zum Altar und sah Jesus. Er hatte seinen Arm auf der Schulter meines Vaters und beide l?chelten. Mein Vater sah so jung, fesch und gesund aus! Jesus sagte mir liebevoll: ?Irene, jetzt kannst du jederzeit mit deinem Vater sprechen.? Sofort schwand die Verzweiflung und ich freute mich, dass er bei Jesus war und dass ich ihn wiedersehen w?rde.

Ich erhielt auch die Gnade, meiner Mutter zu vergeben und sie wirklich zu lieben. Als sie alt wurde, habe ich mich z?rtlich um sie gek?mmert und alles f?r sie getan, was sie brauchte. Nachdem sie einen schweren Schlaganfall erlitten hatte, k?mmerte ich mich um sie und liebte sie bis zum Ende.? Ich f?hlte mich so gesegnet, dass ich bis zu dem Moment ihres Todes f?r sie da sein konnte. Ich war sogar in der Lage, meinem Vergewaltiger zu verzeihen. Ich war endlich frei von ihm!

Gott brachte einen Priester in mein Leben, der verstand, was ich f?hlte, noch bevor ich es ihm sagte. Er wurde mein geistlicher F?hrer und war wie ein echter Vater f?r mich, der mich auf dem rechten Weg hielt. Er sagte immer zu mir: ?Wenn du f?r irgendetwas menschliche Hilfe brauchst, wird Gott jemanden vom anderen Ende der Welt nur f?r dich schicken.? Nach seinem Tod brauchte ich wirklich jemanden, mit dem ich reden konnte. Als ich zur Messe ging, war der Zelebrant ein Priester, der unerwartet aus Indien zu Besuch gekommen war. Ich wusste, dass er nur meinetwegen gekommen war, und unser Gespr?ch gab mir genau das, was ich brauchte.

Geheilt und ganz gemacht

Eines Abends beantwortete der Heilige Geist schlie?lich meine brennende Frage. ?Das Baby wurde missbraucht?.? Dann f?hlte ich einen entsetzlichen Schmerz vom Scheitel bis zu den Fu?sohlen. Ich wusste nicht, wie ich wieder nach Hause gelangen sollte, aber der Herr half mir. Jesus kam und nahm meine Hand und f?hrte mich zu dem ?Baby? zur?ck. Er hob das Baby Irene auf und nahm es in seine Arme und sah es z?rtlich an. Dann hauchte er ihm ins Gesicht und neues Leben ein.

Mein Herz pochte dankbar und ich f?hlte mich so wunderbar. ?Jesus hauchte Leben in mich, in das Baby!? Dann dachte ich: ?Aber Jesus, wenn du dem Baby Leben eingehaucht hast, warum sind all die anderen Dinge passiert? Wo warst du damals?? Dann sagte er: ?Irene, ich habe die ganze Zeit mit dir gelitten, aber ich habe dich immer z?rtlich in meinem Herzen gehalten. Du bist so besonders f?r mich.?

Als ich eigene Kinder bekam, beschloss ich, dass sie die am meisten geliebten und beh?teten Kinder sein w?rden, weil ich selbst keine Kindheit gehabt hatte. Also tat ich wirklich mein Bestes, um f?r sie zu sorgen. Trotz der schlimmen Dinge, die mir widerfahren sind, bin ich heute sehr dankbar daf?r, denn sie haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Ich mache immer noch Pr?fungen durch, aber Gott hilft mir, sie zu meistern, wenn ich mich seiner Gnade ?berlasse.

Als ich zum Beispiel pl?tzlich von ernsthaften Zweifeln an der wirklichen Gegenwart Jesu im Allerheiligsten Sakrament geplagt wurde, war ich gerade zu Exerzitien am folgenden Tag angemeldet. Ich ging nur deshalb hin, weil ich bereits daf?r bezahlt hatte, aber als ich hinten in der Anbetungskapelle sa?, dachte ich: ?Wie k?nnen sie all diesen Unsinn glauben?? Da begann ich auf einmal gebetsm?hlenartig zu wiederholen: ?Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben.? (Mk 9,24) Pl?tzlich f?hlte ich mich vom hellsten Licht erf?llt, und alle meine Zweifel wurden zerstreut.

Mein ganzes Leben ist nun dank Jesus und seiner gro?en Liebe von Frieden und Freude erf?llt. Er lehrt mich Beharrlichkeit und Mut, damit ich den aufkommenden Problemen entgegentreten kann. ?Jeden Tag danke ich dem Vater f?r das Geschenk des Lebens, f?r das Geschenk des neuen Tages und f?r die Kraft, es in Gemeinschaft mit ihm zu leben.

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Irene La Palambora

Irene La Palambora ARTICLE is partly based on the Shalom World TV program ?Seventy times Seven? where Irene La Palambora shares her extraordinary story of forgiveness. To watch the episode visit: https://shalomworld.org/episode/irene-la-palombara

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